Fast 1.000 Ebola-Tote im Kongo
KINSHASA: In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der registrierten Ebola-Toten auf 999 gestiegen. Mehr als zwei Monate nach Bekanntgabe des Ausbruchs ist die Lage weiterhin nicht unter Kontrolle.
In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits knapp 1.000 Menschen nachweislich an Ebola gestorben. Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit des zentralafrikanischen Landes teilte mit, die Zahl der bestätigten Todesfälle betrage aktuell 999. Zudem seien derzeit 2.473 Menschen an Ebola erkrankt, während 737 Patienten in Isolation behandelt würden.
Nach Angaben der Behörde werden derzeit 82 Prozent aller Kontakte von bestätigten Ebola-Fällen nachverfolgt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten.
Bislang wurden in 5 der 26 Provinzen des 116-Millionen-Einwohner Landes Infektionen mit der lebensgefährlichen Viruserkrankung registriert, wobei die nordöstliche Provinz Ituri das Zentrum des Ausbruchs ist. Ituri grenzt an Uganda und Südsudan. In Uganda gab es ebenfalls Ebola-Fälle, einschließlich zweier Todesfälle.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren.
Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte Menschen fliehen
COTIGNAC: Löschflugzeuge, Hubschrauber und 1.200 Feuerwehrleute kämpfen gegen einen sich rasch ausbreitenden Brand. Dutzende Häuser werden beschädigt, Vier Menschen werden leicht verletzt.
In Südfrankreich kämpfen 1.200 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand, der sich im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille bereits durch 2.500 Hektar Fläche ausgebreitet hat. Bevor der Mistral-Wind am Nachmittag wieder auffrische, sollten alle Brandnester erstickt werden, teilte die Präfektur des Departements Var am Mittag mit. Vier Menschen hätten eine leichte Rauchvergiftung erlitten. 10 Häuser seien durch die Flammen zerstört und rund 50 weitere beschädigt worden. Die Einsatzkräfte hätten allerdings ein Übergreifen der Flammen auf Hunderte weitere Häuser verhindert.
Die Feuerwehr ist mit 4 Löschflugzeugen, 3 Hubschraubern und rund 350 Fahrzeugen im Einsatz, Unterstützung kam auch aus einer angrenzenden Region, wie die Präfektur mitteilte. Rund 500 evakuierte Bewohner bedrohter Ortschaften hatten die Nacht in Notunterkünften verbringen müssen.
Hunderte Haushalte in der Region rund um die Orte Cotignac und Pontevès sind ohne Strom. Etliche Landstraßen wurden gesperrt, damit die Löschfahrzeuge freie Fahrt haben. Ausgebrochen war der Brand am Dienstagmittag auf einem Feld und hatte sich dann mit rasanter Geschwindigkeit ausgedehnt, berichtete die örtliche Zeitung «Var-Matin». Als möglichen Auslöser des Brandes nannten zwei Lokalpolitiker einen Elektrozaun.
Auch in anderen Landstrichen Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen Naturbrände. Für etliche Regionen gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Bei der Bekämpfung eines Brandes am Flughafen von Bordeaux kamen am Dienstag zwei Feuerwehrleute ums Leben, die in ihrem Einsatzfahrzeug von den Flammen eingeschlossen wurden.