Deutscher lag wochenlang tot in seiner Wohnung auf Mallorca
PALMA: Wochenlang bleibt der Tod eines 79 Jahre alten Deutschen auf Mallorca unbemerkt. Erst sein Vermieter schöpft Verdacht.
Auf Mallorca hat die Polizei Medienberichten zufolge in einer Wohnung im Hafenort Port d'Andratx einen traurigen Fund gemacht: In der Wohnung einer Apartmentanlage am Meer fanden Beamte die Leiche eines 79-jährigen Deutschen, wie Inselmedien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der Mann war demnach offensichtlich schon vor etwa einem Monat einsam gestorben. Alles soll auf einen natürlichen Tod hingedeutet haben.
Der Vermieter habe Alarm geschlagen, nachdem er länger nichts von seinem Mieter gehört und einen üblen Geruch wahrgenommen habe, der aus der Wohnung kam, hieß es. Feuerwehrleute verschafften sich daraufhin am Mittwoch mit Hilfe einer Leiter über den Balkon Zugang zu der Wohnung im zweiten Stockwerk. Woher der Mann in Deutschland stammte, der schon seit Jahren auf der Insel gelebt haben soll, wurde nicht mitgeteilt.
Deutschland verliert zu viele Patente ans Ausland
KÖLN/GÜTERSLOH: Fast jedes dritte deutsche Patent landet in ausländischen Händen - vor allem die USA sichern sich nach einer Analyse das Know-how, zunehmend auch China. Die Autoren warnen.
Deutschland verliert nach einer Studie durch Firmenübernahmen zu viele Patente an Unternehmen in anderen Ländern. Ausländische Konzerne haben inzwischen die Kontrolle über rund 29 Prozent der 189.000 transnationalen Patente, die deutsche Unternehmen in den Jahren von 2000 bis 2022 hervorgebracht haben. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor.
«Die meisten in Deutschland hervorgebrachten Patente werden aus den USA kontrolliert, aber auch China hat sich bereits in der entsprechenden Spitzengruppe etabliert», heißt es in der Untersuchung. «Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen müssen beide Umstände kritisch hinterfragt werden.» Deutschland sei gut beraten, mehr Unabhängigkeit in relevanten Technologiebereichen zu erzielen.
«Auch deutsche Konzerne halten im Ausland Patente. Das gehört zum normalen Wettbewerb», betonte der Co-Autor der Studie, Oliver Koppel. China lenkt demnach aber Übernahmen im Westen geostrategisch und schottet gleichzeitig den eigenen Markt für ausländische Investoren ab.
Das arbeitgebernahe Institut empfiehlt, dass Deutschland mehr in Forschung investiert, um international nicht den Anschluss zu verlieren. Der Anteil der deutschen Wirtschaft an den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben sei deutlich gesunken.