Nahostkrise: Geschehen am Dienstag

Nahostkrise: Geschehen am Dienstag

Weitere Hinrichtungen nach Protesten im Iran

TEHERAN: Irans Justiz wendet seit Monaten die Todesstrafe rigoros an. Im Zusammenhang mit den Massenprotesten von Januar wurden zwei weitere Männer hingerichtet.

Im Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 27 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet. Die Demonstrationen im Winter waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt.

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