Nahostkrise: Geschehen am Dienstag

Nahostkrise: Geschehen am Dienstag

Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

TEHERAN: Die iranischen Revolutionsgarden fordern von Jordanien ein Ende der Zusammenarbeit mit dem US-Militär. Zuvor hatten sie Raketen auf einen Stützpunkt in dem arabischen Land gefeuert.

Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. «Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen», hieß es.

Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte «wäre eine große Hilfe» für die «Wiederherstellung der Sicherheit in der Region», warnten die Revolutionsgarden jedoch. «Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch.»

Die Revolutionsgarden teilten weiter mit, am frühen Morgen einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Als Begründung schrieb die Organisation, dass von dort US-Angriffe auf den Iran geflogen worden seien.


«De Telegraaf»: Verhandlungen mit dem Iran sind aussichtslos

AMSTERDAM: Die niederländische Zeitung «De Telegraaf» kommentiert am Dienstag den Iran-Krieg:

«Das Rahmenabkommen der USA mit dem Iran war zum Scheitern verurteilt. US-Vizepräsident JD Vance hat sich geirrt als er von der Bereitschaft des iranischen Regimes sprach, eine neue Beziehung zu den USA aufzubauen.

Es handelt sich nach wie vor um dasselbe Terrorregime, und die USA haben es nun mit einer Auseinandersetzung um die Straße von Hormus zu tun. Eine iranische Kontrolle über diesen internationalen Transportkorridor zu akzeptieren, wäre ein strategischer Fehler ersten Ranges.

Satellitenbilder zeigen, dass der Iran unterdessen den Bau von Nuklearanlagen fortsetzt - ebenfalls ein klarer Verstoß gegen das Rahmenabkommen. Das darf nicht überraschen: Wenn es um das Wettrennen um die Atombombe geht, lügt und betrügt das Regime schon seit Jahren.

Von Anfang an war klar, dass der Iran nicht die Absicht hat, sich zurückzuhalten. Es ist eine Illusion zu glauben, dass Diplomatie den Iran ändern wird, solange dort die Revolutionsgarde das Sagen hat. Verhandlungen mit diesem verbrecherischen Regime sind daher völlig aussichtslos.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.