Nahostkrise: Geschehen am Mittwoch

Nahostkrise: Geschehen am Mittwoch

Neue Angriffe im Süden des Libanon

TEL AVIV: Laut libanesischen Medien flog Israels Luftwaffe in der Nacht erneut Angriffe auf den Süden des Libanons. Nach einem Schusswechsel dort meldet die israelische Armee den Tod eines Hisbollah-Mitglieds.

Ungeachtet der Waffenruhe ist es im Libanon erneut zu Angriffen und Gefechten gekommen. Nach Angaben der libanesischen staatlichen Nachrichtenagentur NNA griff die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Mittwoch mehrere Ziele in der Nähe der Stadt Bint Dschubail an. Diese gilt als Hochburg der Hisbollah. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Am Morgen hatte die israelische Armee gemeldet, bei einem Schusswechsel am Dienstag im Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet zu haben. Der Mann habe im Gebiet von Bint Dschubail davor das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet, teilten die Streitkräfte (IDF) auf ihrem Telegram-Kanal mit. Von der Hisbollah gab es dazu zunächst keinen Kommentar.


Trump: Waffenruhe im Iran-Krieg ist aus meiner Sicht beendet

ANKARA: Während der US-Präsident beim Nato-Gipfel in Ankara ist, kommt es im Iran-Krieg erneut zu einer Eskalation. Welche Konsequenzen Trump daraus zieht.

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist die Waffenruhe aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendet. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Trump war dort zunächst gefragt worden, ob die Waffenruhe beendet sei - und beim zweiten Nachhaken der Reporterin, ob die Waffenruhe und das Rahmenabkommen mit dem Iran nun Geschichte seien.

Trump antwortete darauf: «Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum.» Er halte es für reine Zeitverschwendung, sich mit Vertretern des Irans abzugeben. «Das sind Lügner», schimpfte Trump.

Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus in der vergangenen Nacht Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.

Washington und Teheran hatten sich in den Bemühungen für ein Kriegsende Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Dieses sollte der Ausgangspunkt sein für vertiefte Verhandlungen - die Gespräche gerieten jedoch schon vor den jüngsten Angriffen ins Stocken.


Iran meldet US-Angriffe an Südküste - ein Toter

TEHERAN: Nach den US-Luftangriffen auf den Iran in der Nacht melden iranische Medien nun bei Buschehr neue Explosionen. Ein Mitglied der Revolutionsgarden kommt in einer anderen Provinz ums Leben.

Die USA greifen Angaben aus Teheran zufolge nach ihren nächtlichen Bombardierungen weiter an der iranischen Südküste an. Nahe der Hafenstadt Buschehr seien mindestens zwei Projektile eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Vormittag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.

Auch der als Vahid bekannte Netzjournalist berichtete über Angriffe bei Buschehr. Er zitierte auf seinem Telegram-Kanal Bewohner, die Explosionen nahe einem Luftwaffenstützpunkt meldeten.

Unterdessen meldeten die Revolutionsgarden den Tod eines Mitglieds, wie die Elitestreitmacht laut dem staatlichen Rundfunk mitteilte. Demnach wurde ein Soldat der Flugabwehr in der Stadt Mahschahr in der Provinz Chusestan getötet.


Iran meldet neue Raketenwelle auf Bahrain

TEHERAN/MANAMA: Der Iran berichtet von einer neuen Raketenwelle auf Bahrain. Das dortige Innenministerium ruft die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. Irans «Aggression» sei zerstört worden, heißt es später.

Der Iran hat weitere Angriffe auf den Golfstaat Bahrain gemeldet. Wie der staatliche Rundfunk am Vormittag (Ortszeit) berichtete, sei eine neue Welle an Raketen auf den Inselstaat erfolgt.

Nach Angaben aus Bahrain reagierte die Flugabwehr auf mehrere iranische Angriffe. Irans «Aggression» sei zerstört worden, teilte Nabil al-Ahmar mit, ein Berater am Königshof des Golfstaats.

Nach seinen Angaben ertönten im Land seit dem frühen Morgen viermal die Warnsirenen. Einwohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu bringen, wie das Innenministerium in dem Golfstaat auf X schrieb.

Nutzer in den sozialen Medien berichteten von Raketenstarts nahe der iranischen Hafenstadt Buschehr. Sie liegt etwa 300 Kilometer entfernt von Bahrain entfernt.

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