«The Telegraph»: Weitere Zugeständnisse an Iran wären katastrophal
LONDON: Die britische Zeitung «The Telegraph» kommentiert am Sonntag die öffentlichen Trauerfeiern im Iran für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei:
«Die Bilder von Tausenden von Menschen, die in die großen Städte strömen, um den Tod des Ajatollahs zu betrauern, werden vom Regime zweifellos als Beweis dafür ausgegeben, dass es die Loyalität der breiten Mehrheit der Iraner genießt.
Doch die Welt sollte die laut Schätzungen 30.000 Menschen nicht vergessen, die zu Beginn des Jahres getötet wurden, weil sie es gewagt hatten, Freiheit zu fordern. Jährlich werden Zehntausende verhaftet, und Zivilisten werden in erschreckendem Ausmaß hingerichtet. (...)
Ein Regimewechsel, wie ihn US-Präsident Donald Trump als eines der Ziele des Krieges angeführt hatte, ist offenkundig nicht erreicht worden. Stattdessen hat Trumps Waffenstillstandsabkommen Teheran eine wirtschaftliche Rettungsleine verschafft. Ein in Aussicht gestellter «Wiederaufbaufonds» in Höhe von 300 Milliarden Dollar würde nur dazu führen, dass die Position der Ajatollahs und der Islamischen Revolutionsgarden gestärkt wird.
Weitere Zugeständnisse an die widerwärtige Führung des Iran wären katastrophal - sowohl für den Westen als auch für die unterdrückten Iraner.»