Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

6. Tour-Etappe: Erste große Bergherausforderung am Tourmalet

PAU: Am sechsten Tour-Tag wartet die bis dato anspruchsvollste Etappe auf die Radprofis. Es geht über den legendären Col du Tourmalet.

Bei der sechsten Etappe der 113. Tour de France stehen die Top-Fahrer um Tadej Pogacar und den Deutschen Florian Lipowitz wieder im Fokus bei der ersten kniffligen Hochgebirgsherausforderung. Auf der schwierigsten Etappe der Pyrenäen zwischen Pau und Gavarnie-Gèdre stehen an diesem Donnerstag 4.100 Höhenmeter auf dem Programm, darunter der legendäre Col du Tourmalet.

Der Anstieg zum Tour-Riesen auf 2.115 Metern über null mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,3 Prozent auf 17,1 Kilometer gehört zu den anspruchsvollsten der diesjährigen Rundfahrt. Es ist ein Anstieg der höchsten Kategorie. Die Bergankunft in Gavarnie-Gèdre ist erstmalig Teil der Tour.


«Jyllands-Posten»: Infantino und Trump zerstören den Fußball

AARHUS: Die rechtsliberale dänische Tageszeitung «Jyllands-Posten» kommentiert die Aufhebung der Rot-Sperre des US-Nationalspielers Folarin Balogun, nachdem US-Präsident Donald Trump sich in der Angelegenheit an FIFA-Präsident Gianni Infantino gewandt hatte:

«Der Sport lebt davon, dass alle die Regeln akzeptieren - auch dann, wenn sie einen selbst benachteiligen. Das ist die Grundlage für einen fairen Wettbewerb. An dem Tag, an dem Spieler, Trainer und Fans glauben, dass die größten Nationen, die mächtigsten Staatschefs oder persönliche Freunde des FIFA-Präsidenten anders behandelt werden als alle anderen, beginnt der Sport seinen Wert zu verlieren.

Gerade deshalb ist dieser Fall - bei allem Kopfschütteln und Lachen über dieses Duo ohne jeden Sinn für Integrität - so tragisch. Die FIFA hätte von Anfang an alle Karten auf den Tisch legen müssen. Wer hat die Entscheidung getroffen? Warum wurde Artikel 27 angewendet? Warum ausgerechnet in diesem Fall? Und warum mitten während einer Weltmeisterschaft, nachdem andere Spieler identische Sperren bereits verbüßt hatten? Die FIFA wollte darauf keine Antworten geben und hat stattdessen geschwiegen.

Wenn die größte Sportorganisation der Welt die Öffentlichkeit nicht davon überzeugen kann, dass für alle dieselben Regeln gelten, dann wird nicht nur eine Schiedsrichterentscheidung infrage gestellt, sondern die Glaubwürdigkeit. Infantino und Trump sind dabei, den Fußball zu zerstören. Unser Spiel hat Besseres verdient als diese beiden Clowns.»


Müller: Klopp kann Strukturen aufbauen

FRANKFURT/MAIN: Jürgen Klopp ist die Wunschlösung des DFB als neuer Bundestrainer. Für Thomas Müller könnte eine Verpflichtung des Erfolgstrainers auch langfristig gewinnbringend sein.

Thomas Müller sieht bei einer Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer große Chancen für den deutschen Fußball auch auf langfristige Sicht. «Worum es mir geht, ist, dass wir Strukturen aufbauen. Es wurde in den letzten Jahren nach dem letztmaligen Scheitern schon viel angestoßen, aber es kommt jetzt nicht nur ein neuer Trainer rein, der die Namen auf der Taktiktafel hinschreibt», sagte der Weltmeister von 2014 in seiner Rolle als Experte bei MagentaTV.

«Wenn es Jürgen wird, ist jemand da, der nicht nur die Erfahrung hat, wie er seine Mannschaft taktisch einstellt. Sondern, der es gewohnt war und auch schon gemacht hat. Wenn du in England Trainer bist, bist du mehr als ein Trainer. In seiner jetzigen Rolle muss er Mannschaften strukturieren und Strukturen in mehreren Teams formen», ergänzte Müller.

Klopp ist der Wunschkandidat des DFB bei der Nachfolge von Julian Nagelsmann. Nach dem WM-Aus des deutschen Teams im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war Nagelsmann als Bundestrainer nach großem öffentlichem Druck zurückgetreten.

In den kommenden Tagen soll es Gespräche zwischen Klopp und dem DFB geben. Der frühere Erfolgscoach von Borussia Dortmund und des FC Liverpool hat seine grundsätzliche Bereitschaft schon erklärt, das Bundestrainer-Amt zu übernehmen.

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