Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

2. Etappe: Hügeliges Finale in Barcelona

TARRAGONA: Die Tour bleibt in Spanien. Das explosive Ende der Etappe in Barcelona könnte die erste Attacke von Pogacar bringen.

Auch auf der zweiten Etappe der Tour de France könnten die Top-Favoriten um Tadej Pogacar und Florian Lipowitz in einem hügeligen Finale im Fokus stehen. Aus Tarragona (13.45 Uhr) geht es für das Peloton am Sonntag nach dem Mannschaftszeitfahren zum Auftakt zunächst überwiegend flach am Meer entlang wieder in Richtung der katalanischen Metropole Barcelona. Dort wird es dann am Ende der 168,5 Kilometer spannend. Dreimal müssen die Fahrer über Barcelonas Hausberg Montjuïc mit kurzen steilen Rampen. Auch zum Ziel am Olympiastadion geht es bergauf.

Klassikerspezialist Mathieu van der Poel wird sich sicher Chancen auf den Etappensieg ausrechnen. Der Niederländer sieht aber auch große Konkurrenz, etwa durch Pogacar und Lipowitz' Teamkollegen Remco Evenepoel. «Ich denke, mit Fahrern wie Tadej und auch Remco, die solche Finals ebenfalls anvisieren, ist es heutzutage hart», sagte der 31-Jährige. Und wenn Pogacar probiert, früh in der Rundfahrt ein Zeichen zu setzen, werden die anderen Klassementfahrer versuchen müssen, mit dem Slowenen mitzuhalten.


1. Etappe: Tour startet mit Mannschaftszeitfahren

BARCELONA: In Barcelona beginnt die Tour mit einem Mannschaftszeitfahren. Warum das Team um Florian Lipowitz im Fokus steht.

Mit einem Mannschaftszeitfahren beginnt am Samstagabend (17.05 Uhr) die 113. Tour de France. Rund um die spanische Metropole Barcelona müssen die Profis einen 19,6 Kilometer langen Kurs mit Ziel auf dem Stadtberg Montjuic bewältigen, zuletzt hatte es bei einer Frankreich-Rundfahrt 2019 ein Mannschaftszeitfahren gegeben.

Viele Mannschaften steckten ordentlich Arbeit in den Auftakt. Aus deutscher Sicht ist beim Grand Départ das Team um den deutschen Star Florian Lipowitz im Fokus. Sein neuer Teamkollege und Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel ist ein ausgewiesener Experte im Zeitfahren. Im vergangenen Jahr bejubelte der Belgier in Ruanda seinen dritten WM-Titel als Zeitfahr-Weltmeister in Folge.

Allerdings werden trotz des Mannschaftszeitfahrens die Zeiten der einzelnen Fahrer gemessen. «Ich würde den traditionellen Modus bevorzugen, wo also quasi nach dem vierten Rennfahrer die Zeit gemessen wird. Es heißt ja Teamzeitfahren und nicht individuelles Zeitfahren», kritisierte Teamchef Ralph Denk.


MagentaTV zeigt drei Achtelfinals mit Top-Teams exklusiv

MÜNCHEN: Wer alle Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im Fernsehen sehen will, kommt an MagentaTV nicht vorbei. Im Achtelfinale zeigt der Telekom-Sender gleich drei Topspiele mit Titelkandidaten exklusiv.

Drei der acht Achtelfinal-Partien bei der Fußball-Weltmeisterschaft werden exklusiv von MagentaTV übertragen. Das sind Frankreich gegen Paraguay am Samstag (23.00 Uhr MESZ), Brasilien gegen Norwegen am Sonntag (22.00 Uhr) sowie Mexiko gegen England in der Nacht zum Montag (2.00 Uhr), wie der Telekom-Sender mitteilte, der sämtliche 104 Spiele der Weltmeisterschaft überträgt und 44 davon exklusiv ausstrahlen darf.

Zum Expertenteam gehören bei den Spielen unter anderem Jürgen Klopp, Mats Hummels, Tabea Kemme und Patrick Ittrich. Moderiert werden die Übertragungen von Laura Wontorra und Johannes B. Kerner. Auch Thomas Müller soll im Achtelfinale erneut als Experte im Einsatz sein. «Mit Frankreich, Brasilien und England bieten wir unseren Kundinnen und Kunden einige der größten Favoriten exklusiv», sagte Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom.


Berichte: Bundestrainer Nagelsmann wird Rücktritt erklären

FRANKFURT/MAIN: Bundestrainer Julian Nagelsmann soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in Kürze seinen Rücktritt erklären.

Der 38-Jährige soll nach der Krisensitzung beim Deutschen Fußball-Bund am Donnerstag in Frankfurt/Main zu dieser Entscheidung gekommen sein, wie der TV-Sender Sky und die «Bild»-Zeitung berichteten.


«Dagens Nyheter»: Diktaturen und Fußball-Erfolge passen nicht zusammen

STOCKHOLM: Die liberale schwedische Tageszeitung «Dagens Nyheter» kommentiert die Erfolglosigkeit Chinas bei internationalen Fußballturnieren:

«2011 formulierte Chinas heutiger Präsident Xi Jinping drei Ziele: Das Land sollte eine Fußball-WM ausrichten, sich dafür qualifizieren und sie gewinnen. Ausländische Stars wurden verpflichtet, um das Niveau der Liga zu steigern. Außerdem sollten bis 2025 insgesamt 50.000 Fußballakademien entstehen. Aber die Investitionen haben keinen Erfolg gebracht. Obwohl die WM auf 48 Mannschaften erweitert wurde, gelang China erneut nicht die Qualifikation. (...)

Japan gehört zu den wenigen Ländern, die sich in wenigen Jahrzehnten von einem Entwicklungsland des Fußballs (...) zu einer der stärkeren Fußballnationen der Welt entwickelt haben. Wenn China denselben Weg gehen will, muss es seine Sportstrategie überdenken. Sie basiert auf Disziplin, Wiederholung und zentralisierten Trainingssystemen - ein Ansatz, der zu vielen olympischen Medaillen in Sportarten wie Wasserspringen, Turnen und Gewichtheben geführt hat. Erfolg im Fußball beruhe jedoch auf «Improvisation, Unvorhersehbarkeit und einer tief verwurzelten Basis im Breitensport», schreibt Mark Dreyer, Autor eines Buches über China und den Sport.

Dem System scheint es an Spielverständnis zu fehlen. Auch andere autoritäre Staaten mussten erfahren, dass der Ball nicht immer dorthin rollt, wohin sie ihn lenken wollen. (...) Natürlich bedeutet Korrelation nicht Kausalität. Doch nachdem die beiden letzten Weltmeisterschaften in Russland und Katar ausgetragen wurden, ist es durchaus ermutigend, dass nicht alles nach dem Willen von Diktaturen verläuft.»


Er traf noch auf Miroslav Klose: Algerien-Ikone tritt zurück

VANCOUVER: Angreifer Riyad Mahrez erlebte mit Algerien die Weltmeisterschaften 2014 und 2026. Nach dem Aus gegen die Schweiz verkündet der 35-Jährige einen Entschluss.

Algeriens Fußball-Ikone Riyad Mahrez hat seine internationale Karriere unmittelbar nach dem WM-Aus gegen die Schweiz beendet. Der 35 Jahre alte Offensivspieler gab nach dem 0:2 in Vancouver direkt am Spielfeldrand ein Interview und sagte: «Das war mein letztes Spiel für Algerien.» Mahrez, der bei dieser WM beim 3:3 in der Vorrunde gegen Österreich doppelt traf, kommt auf 119 Länderspiele und 40 Tore.

In beiden Kategorien belegt er Rang zwei. Nur Defensivspieler Aissa Mandi liegt bei den Einsätzen (122) für Algerien vor ihm und nur Islam Slimani (46) gelangen mehr Treffer. Mahrez war bereits Teil des algerischen Kaders, als das Team bei der WM 2014 dem späteren Weltmeister Deutschland um Miroslav Klose bei einem 1:2 nach Verlängerung im Achtelfinale alles abverlangte.

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