Mit 46 Jahren: Ronaldinho-Comeback in der 3. Liga
MIAMI/RAVENNA: Die Fußballlegende kehrt überraschend auf den Rasen zurück. Der Brasilianer unterschreibt in Italien einen Vertrag.
Der zweimalige Weltfußballer Ronaldinho setzt seine Karriere überraschend fort und schließt sich dem italienischen Drittligisten Ravenna FC an. Das gaben der Traditionsclub und der 46 Jahre alte Brasilianer bei einer Veranstaltung in Miami offiziell bekannt. Vereinspräsident Ignazio Cipriani, Unternehmer und Hotelkettenbesitzer, bezeichnete den Transfer als «außergewöhnlichen Moment» für den Verein und dessen weitere Entwicklung.
Laut Mitteilung des Clubs soll es sich «um weit mehr als eine symbolische Verpflichtung» handeln. Ronaldinho habe sich zum Ziel gesetzt, sein letztes Tor als Profifußballer im Trikot von Ravenna zu erzielen, hieß es. «Ich kann es kaum erwarten, wieder mit dem Ball zu tanzen, um gemeinsam mit Ignazio und der gesamten Familie Cipriani eine neue Geschichte zu schreiben», sagte Ronaldinho über seine Pläne.
Sein bislang letztes Spiel als Profi absolvierte Ronaldinho 2015 für Fluminense Rio de Janeiro. Etwas mehr als zwei Jahre später beendete er offiziell seine Karriere. Zu seinen größten Erfolgen zählt die zweimalige Wahl zum Weltfußballer. Mit dem FC Barcelona gewann er 2006 die Champions League, vier Jahre zuvor hatte er mit Brasilien die Weltmeisterschaft gewonnen.
Ghana-Coach wütet: VAR in der Kaffeepause?
BOSTON: Ghanas Trainer hat nach dem 0:0 gegen England bei der WM den Kaffee auf und spottet gegen den Videoschiedsrichter. Was hinter seinem Vorwurf steckt.
Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England bei der Fußball-WM eine kulinarische Pause unterstellt. «Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte», sagte der 73 Jahre alte Portugiese.
Er spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an.
«Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück», sagte Queiroz bei der Pressekonferenz. «Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?»
Englands Star-Offensive um Bayern-Stürmer Harry Kane war an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und kassierte auf seiner Titel-Mission einen Dämpfer.