Nach WM-Aus: Türkei-Verbandschef steht zum Trainer
SANTA CLARA: Bei Trainerrauswürfen sind türkische Fußballvereine fix. Beim Verband will man sich diesem Reflex nach dem Ausscheiden in den USA nicht gleich beugen.
Verbandschef Ibrahim Haciosmanoglu hält nach dem vorzeitigen WM-Aus der türkischen Nationalmannschaft an Chefcoach Vincenzo Montella fest und will auch die Spieler nicht verdammen. «Wir werden sowohl zum Trainer dieser Mannschaft als auch zu den Spielern stehen. Das hier ist kein Verein. Wenn man sich die Vereinsmannschaften ansieht, kommt es gerade wegen der mangelnden Kontinuität zu Misserfolgen. Man kann hier nicht einfach 15 Spieler wegschicken und 15 neue holen.»
«Stehen wir zu unseren Spielern»
Die Türken mit ihren Stars Arda Güler, Kenan Yildiz und Kapitän Hakan Calhanoglu hatten zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft mit 0:2 gegen Australien und 0:1 gegen Paraguay verloren. «Man kann den Trainer nicht entlassen und einen neuen holen. Man kann den Vorsitzenden nicht abberufen und einen neuen einsetzen. Deshalb stehen wir zu unseren Spielern», ergänzte Haciosmanoglu. «Wir tauschen niemals diejenigen, mit denen wir gemeinsam den Weg gegangen sind, gegen andere ein, die wir unterwegs treffen.»
Das türkische Volk werde zu Trainer und Team stehen: «Danach werden uns diese Jungs wieder dieselben Erfolge bescheren.» Der 52 Jahre alte Italiener Montella ist seit 2023 für die Auswahl verantwortlich und hatte sie nach 24 Jahren erstmals wieder zu einer Weltmeisterschaft geführt.
Formel 1: Vier Grand Prix im Free-TV
KÖLN: Motorsport-Fans können weitere Formel-1-Rennen im frei empfangbaren Fernsehen schauen. Die Übernahme von Sky durch RTL erleichtert vieles.
Nach der Sky-Übernahme durch RTL haben die Sender geregelt, welche Formel-1-Rennen in der restlichen Saison auch im Free-TV zu sehen sein werden. In diesem Jahr war bislang nur der Grand Prix in Monaco am 7. Juni auch bei RTL gelaufen.
Weitere RTL-Übertragungen wird es vom Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps (19. Juli), dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort (23. August), dem Großen Preis von Spanien in Madrid (13. September) und dem Großen Preis von Las Vegas (22. November) geben. Bislang fanden in dieser Saison sieben von insgesamt 22 Rennen statt.
An fünf weiteren Renn-Wochenenden sei RTL bei den Qualifyings oder den Sprint-Rennen dabei, hieß es in einer Mitteilung. Bei allen übrigen Rennen werden die Sky Sport-Übertragungen von den Qualifyings oder den Sprint-Rennen auch beim kostenpflichtigen RTL+ gezeigt.
Zu Beginn des Jahres hatte es noch keine Einigung zwischen RTL und Sky gegeben. Anfang Juni übernahm RTL den Pay-TV-Sender. In der vergangenen Saison waren sieben Rennen im Free-TV zu sehen.