Katar macht es möglich: WM-Party auf Staatskosten
VANCOUVER: Katar schickt Tausende Fans gratis nach Vancouver - inklusive Flug, Hotel und mehr. Weshalb der Emir für WM-Stimmung tief in die Staatskasse greift.
Hierzulande wird seit Monaten über die mitunter horrenden Preise bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada debattiert - in Katar macht der Emir kurzerhand die Schatulle auf. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP ließ der Emir von Katar mehrere tausend Fans nach Vancouver einfliegen, wo heute (Ortszeit) das zweite WM-Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada stattfindet. Im ersten Spiel hatte Katar der Schweiz ein 1:1 abgetrotzt.
Die Flüge habe Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani gechartert. Demnach sei eigens ein Staatsfonds zur Finanzierung der Fanreisen aufgelegt worden. Dieser bezahle Flüge, Hotels, Transportkosten vor Ort und andere Ausgaben.
Nach Angaben des katarischen Fußballverbandes sei das Ziel, «eine lebendige Stadionatmosphäre zu schaffen, die den Spielern hilft, die bestmöglichen Ergebnisse auf der globalen Bühne zu erzielen.» Auch katarische Studenten in den USA und Kanada seien eingeladen worden.
Jubel über Haaland-Tore lässt in Norwegen die Erde zittern
BERGEN: Norwegische Fans völlig aus dem Häuschen: Haalands WM-Show ließ in dessen Heimat im wahrsten Sinne des Wortes die Erde beben. Als der Stürmerstar traf, schlugen die Messgeräte plötzlich aus.
Ein Doppelpack von Norwegens Stürmerstar Erling Haaland beim 4:1-WM-Auftakt gegen den Irak hat in dessen Heimat wortwörtlich die Erde zum Zittern gebracht. Bei den Toren in der 29. und 43. Minute maß ein Seismometer in der Stadt Bergen in der Nacht zum Mittwoch «deutliche Signale» - verursacht durch den Jubel von Fans in der Nähe der Messstation. Das teilte das seismologische Institut Norsar mit.
Etwas schwächere Signale gab es demnach auch zum Anpfiff, zu den anderen Toren, zur Gelben Karte für den irakischen Abwehrspieler Zaid Tahseen und zum Abpfiff. «Wenn viele Menschen gleichzeitig auf große Sportmomente reagieren, können ihre gemeinsamen Bewegungen Vibrationen im Boden erzeugen, die von empfindlichen Seismometern registriert werden», hieß es zur Erklärung vom Institut Norsar. Das sei bei Großereignissen nicht ungewöhnlich: Ähnliche Signale hätten im Sommer 2024 Konzerte von Ed Sheeran im norwegischen Nationalstadion ausgelöst.
Ein Erdbeben lösten die Fußballfans zwar nicht aus - aber das kann ja noch kommen: Nach dem gelungenen Debüt träumen so manche Norweger bei der ersten WM-Teilnahme ihres Landes seit 28 Jahren schon vom Titel. Dann dürfte nicht nur in Bergen die Erde zittern.
Mehr als 300 Fake-Portale für WM-Tickets entdeckt
BERLIN: Gefälschte WM-Tickets im Netz: Wer auf falsche Portale hereinfällt, kann schnell viel Geld verlieren.
Wer für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko Tickets kaufen will, kann schnell ins Visier von Internet-Betrügern geraten. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat die Cyberabwehr-Plattform Silent Push über 300 täuschend echt nachgebildete WM-Ticketportale identifiziert.
Der US-Inlandsgeheimdienst FBI warnte bereits Ende Mai vor möglichen Betrugsmaschen und empfahl Fans, die Internetseite des Weltverbands FIFA direkt aufzurufen statt den Weg über Suchergebnisse oder gesponserte Anzeigen zu gehen.
Nach FBI-Angaben betrugen die bis dahin gemeldeten Schäden mehrere Hundert bis zu mehrere Tausend Dollar pro Fall. Vor allem gefälschte Angebote für Tickets und Hospitality-Pakete seien dafür ursächlich.