Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Belgien-Torwart erinnert vor Spanien-Duell an WM 2018

CARSON: Vor acht Jahren war Belgien gegen Brasilien im WM-Viertelfinale klarer Außenseiter und kam trotzdem ins Halbfinale. Darauf verweist Thibaut Courtois vor dem Duell mit Spanien. Den Gegner kennt er gut.

Belgiens Nationalelf geht mit Selbstbewusstsein ins Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft gegen den großen Favoriten Spanien. Zwei Tage vor dem Duell in Los Angeles erinnerte Torwart Thibaut Courtois an den unerwarteten Sieg vor acht Jahren gegen Brasilien, als ein 2:1 im WM-Viertelfinale den ersten Einzug ins Halbfinale nach 32 Jahren ermöglichte. «Die waren favorisiert und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität», sagte der Keeper von Real Madrid über Parallelen zum nächsten Spiel. «Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein großartiges Team, und wir kämpfen.»

Courtois erinnerte an das knappe Weiterkommen gegen Senegal im Sechzehntelfinale vergangene Woche, als Belgien einen 0:2-Rückstand noch drehte. «Das hat unsere Fähigkeiten gezeigt, bis zum Ende an uns zu glauben, und das ist eine Stärke bei einer Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, Spiele zu gewinnen. Es ist schön, wenn man auch gut spielt, aber das Wichtigste ist zu gewinnen und das haben wir getan», sagte er. Spanien hat als einziges Team bei der WM noch gar kein Gegentor kassiert.

Im Achtelfinale gegen die USA gab es dann ein souveränes 4:1 für Belgien, trotz der Aufregung um den gegnerischen Stürmer Folarin Balogun, dessen Rot-Sperre die FIFA nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump unerwartet zur Bewährung ausgesetzt hatte. Auseinandersetzungen mit dem Fußballweltverband ging der belgische Verband dann auch nach dem Sieg nicht aus dem Weg - so entschieden die Belgier, dass das zugewiesene Trainingsgelände der Loyola-Marymount-Universität nicht ihren Ansprüchen genügte. Stattdessen gab es am Mittwoch eine Einheit auf dem Gelände des MLS-Clubs Los Angeles Galaxy.


Saison-Aus: Sprint-Wunderkind Gout Gout schwer verletzt

BRISBANE: Sprint-Hoffnung Gout Gout muss nach einem Sehnenriss die Saison beenden. Wie er auf den Rückschlag reagiert.

Für Australiens Sprint-Ausnahmetalent Gout Gout ist die Leichtathletik-Saison nach einer schweren Verletzung vorzeitig beendet. Der 18-Jährige zog sich im Training in Brisbane einen Teilriss der Sehne am linken Oberschenkel zu. Damit werde er nicht bei der U20-Weltmeisterschaft im nächsten Monat in Eugene starten können, teilte Gout Gout auf seinem Instagram-Account mit.

«Ich bin sehr enttäuscht, aber ich habe keine andere Wahl, als diese Situation zu akzeptieren», schrieb der Sprinter in den sozialen Medien. «Mein Fokus liegt nun in den kommenden Wochen und Monaten auf meiner Rehabilitation und darauf, dass ich 2027 besser, stärker und schneller zurückkomme.»

Gout Gout gilt in der Leichtathletik-Szene als Wunderkind. Er wird wegen seines Laufstils, seiner schlaksigen Figur, seiner Posen und vor allem wegen seiner schnellen Zeiten mit dem achtmaligen Olympiasieger und Weltrekordhalter über die 100 und 200 Meter Usain Bolt aus Jamaika verglichen.


Tor und Sieg: Thomas Müller in Teilzeit zurück auf dem Rasen

VANCOUVER: Als TV-Experte erklärt Thomas Müller die WM, aber er kann es auch immer noch selbst: Mit einem Tor hilft er Vancouver im Kanada-Pokal zum Sieg.

Thomas Müller hat sich aus der WM-Pause als TV-Experte mit einem Tor für die Vancouver Whitecaps zurückgemeldet. Im Viertelfinal-Hinspiel des kanadischen Fußball-Pokals brachte der Weltmeister von 2014 sein Team mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen Cavalry FC endgültig auf die Siegerstraße. Der Pokal-Titelverteidiger gewann die Partie am Ende mit 4:1 (1:1) und hat vor dem Rückspiel in Calgary beste Chancen auf den Halbfinal-Einzug.

Wie angekündigt, absolvierte Müller nach seiner Auszeit als WM-Experte für MagentaTV nur einen Teilzeit-Einsatz. Er kam nach der Pause ins Spiel, traf in der 62. Minute nach einem schönen Angriff der Gastgeber per Abstauber und wurde in der 72. Minute wieder ausgewechselt. Der 36-Jährige hatte wenige Tage zuvor am TV-Mikrofon gesagt: «Ich hab's schon am Spielfeldrand wieder deutlich gespürt: Es juckt extrem, selbst wieder auf dem Rasen zu stehen. Ich will wieder Gas geben. Mein Körper fühlt sich gut an.»

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