SONGKHLA: Das thailändische Gesundheitsministerium ordnete am Dienstag wegen der weiter steigenden Hochwassergefahr die Evakuierung von 90 schwerkranken Patienten aus dem Hat Yai Hospital per Lufttransport an. Ziel sei es, die medizinische Versorgung trotz der Überschwemmungen sicherzustellen.
Laut Ministerium wurden zunächst 50 besonders kritische Fälle ausgeflogen: 20 Patienten kamen ins Songklanagarind Hospital, jeweils zehn weitere ins Songkhla Hospital, ins Phatthalung Hospital und ins Pattani Hospital. Die verbliebenen Patienten sollen im Laufe des Tages folgen.
Evakuierung per Hubschrauber vom Dach
Nach Angaben von Staatssekretär Dr. Somrerk Jungsaman setzten mehrere Behörden für die Luftbrücke Helikopter ein, darunter das Umweltministerium, die thailändische Armee, die Katastrophenschutzbehörde sowie ein Transporthubschrauber des Pattani Hospital. Die Maschinen landeten auf dem Dach des Hospitals, das von bis zu zwei Meter hohem Wasser umgeben war. Speziell geschultes medizinisches Personal und Techniker begleiteten den Transport. Zugleich wurden zusätzliche Sauerstofftanks ins Krankenhaus gebracht, um die Versorgung der verbleibenden Patienten für mindestens 24 Stunden zu sichern.
Boote und Ranger helfen bei Evakuierung
Vizepremierminister und Umweltminister Suchart Chomklin erklärte, dass darüber hinaus vier bis fünf kleinere Hubschrauber seines Ministeriums Lebensmittel und Trinkwasser zum Krankenhaus brachten. Zudem wurden zehn Boote und Ranger aus verschiedenen Nationalparks zur Unterstützung von Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen nach Hat Yai entsandt. Unter den Evakuierten befand sich auch ein Neugeborenes.
Zusatzteams stärken medizinische Kräfte
Gesundheitsminister Pattana Promphat wies darauf hin, dass die Stromversorgung im Hat Yai Hospital weiterhin instabil sei. Zur Verstärkung der medizinischen Kräfte wurden am Dienstagmorgen ein erstes Ärzteteam aus dem Maharat Nakhon Si Thammarat Hospital mit vier Ärzten und zehn Pflegekräften sowie ein Team des Department of Medical Services entsandt. Am Nachmittag folgte eine weitere Verstärkung durch 20 Techniker des Department of Health Service Support. Darüber hinaus bereitet das Ministerium die Entsendung von 20 Internisten, 20 Kinderärzten und 40 bis 50 Pflegekräften nach Songkhla vor, um die steigenden Versorgungsbedarfe infolge der Flutlage zu bewältigen.