BANGKOK: Ab dem 4. September müssen Erwachsene sicherstellen, dass Kinder unter sechs Jahren einen Kindersitz benutzen, wenn sie in einem privaten Fahrzeug reisen. Andernfalls droht den Erziehungsberechtigten eine Geldstrafe von bis zu 2.000 Baht.
Das geänderte Landverkehrsgesetz wurde am 7. Mai 2022 in der „Royal Gazette“ – dem offiziellen Gesetzesanzeiger der thailändischen Regierung – veröffentlicht und enthält zwei neue Punkte für Fahrgäste – 2b und 2c:
Das Gesetz schreibt vor, dass:
1. Der Fahrer während der Fahrt stets einen Sicherheitsgurt anlegt.
2. Fahrgäste:
a) Alle Passagiere und Beifahrer müssen während der Fahrt im Fahrzeug immer angeschnallt sein.
b) Kinder unter sechs Jahren müssen einen Kindersitz oder einen speziellen Sitz zur Vermeidung von Verletzungen im Falle eines Unfalls benutzen.
c) Fahrgäste mit einer Körpergröße von weniger als 135 Zentimetern müssen angeschnallt sein oder einen Kindersitz benutzen, mit dem Verletzungen im Zuge eines Unfalls vermieden werden.
Fahrer oder Beifahrer, die aus gesundheitlichen Gründen nicht angeschnallt werden können, sind von der Gurtpflicht befreit, müssen aber eine alternative Maßnahme zur Vermeidung von Verletzungen bei Unfällen ergreifen. Welche alternativen Maßnahmen damit genau gemeint sind, wurde nicht genannt.
Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe von maximal 2.000 Baht geahndet. Die Änderung tritt 120 Tage nach ihrer Veröffentlichung in der „Royal Gazette“ bzw. am 4. September 2022 in Kraft.
Wissenschaftlichen Studien zufolge verringert die Verwendung von Kindersitzen das Verletzungsrisiko bei Unfällen um 71 bis 82 Prozent im Vergleich zur alleinigen Verwendung von Sicherheitsgurten.
Bei älteren Kindern und Erwachsenen verringert sich das Risiko für Tod und schwere Verletzungen durch das Anlegen des Sicherheitsgurts um etwa die Hälfte.