BANGKOK: Das National Tobacco Control Committee hat den Vorschlag der Airports of Thailand (AOT) abgelehnt, auf dem Flughafen Suvarnabhumi Raucherräume einzurichten. Der thailändische Gesundheitsminister erklärte in der vergangenen Woche, dass der Bau solcher Räume gegen geltende Gesetze verstoße.
Dennoch wurden Beamte beauftragt, die Eignung der bestehenden Raucherbereiche im Freien zu bewerten und die strukturellen Herausforderungen zu analysieren, die AOT zu dem Vorschlag veranlasst haben. „Wir werden den Vorschlag nicht strikt ablehnen, sondern das Problem nach dem Prinzip des Learning by Doing angehen“, sagte Gesundheitsminister Somsak Thepsuthin.
Prakit Vathesatogkit, Geschäftsführer der Stiftung „Action on Smoking and Health Foundation“, sprach sich klar gegen die Einrichtung von Raucherräumen aus. Er betonte, dass der Flughafen weiterhin zu 100 Prozent rauchfrei bleiben sollte und hob hervor, dass Thailand in dieser Frage eine Vorreiterrolle einnehmen müsse. Er verwies darauf, dass weltweit bereits mehr als 100 Flughäfen rauchfrei sind und es keine Hinweise darauf gebe, dass Raucherräume die Attraktivität Thailands für Touristen steigern würden.

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist der Zugang zu neuen Raucherbereichen. Laut Prakit entstand der AOT-Vorschlag, weil die Behörde keinen Zutritt zum Satellitenterminal 1 (SAT-1) hatte, um dort drei zusätzliche Raucherbereiche zu errichten. Er erklärte, dass Passagiere vom SAT-1 mit dem Zug in nur einer Minute zum Hauptterminal gelangen könnten, wo bereits ein Raucherbereich vorhanden sei.
Das thailändische Institut für Gesundheitsförderung warnte, dass die Einrichtung neuer Raucherräume nicht nur die öffentliche Gesundheit gefährden, sondern auch das internationale Image des Landes negativ beeinflussen könnte. Zudem würde eine Aufweichung des bestehenden Rauchverbots den Bemühungen Thailands widersprechen, internationale Standards für sichere und qualitativ hochwertige Flughäfen zu etablieren. Seit sieben Jahren sind Raucherräume auf thailändischen Flughäfen gesetzlich verboten.
AOT-Präsidentin Kirati Kijmanawat wies darauf hin, dass Berichte über Verstöße gegen das Rauchverbot und Fälle, in denen Passagiere bereitwillig Geldstrafen zahlen, um zu rauchen, die Luftqualität in den Terminals beeinträchtigen und Nichtraucher negativ beeinflussen würden.
Derzeit sind alle Flughäfen in Thailand rauchfrei, was dem globalen Trend zur Abschaffung des Rauchens in öffentlichen Räumen entspricht.