KEINE Gefahr für Touristen nach dem Monsun

Phuket war nie betroffen – Lage im Südosten normalisiert sich weiter

Szene vom Maenam Beach auf Koh Samui: Der Strand an der Black Rose Bar ist von den Fluten weggerissen worden – doch die ersten Gäste kommen schon wieder und packen mit an.
Szene vom Maenam Beach auf Koh Samui: Der Strand an der Black Rose Bar ist von den Fluten weggerissen worden – doch die ersten Gäste kommen schon wieder und packen mit an.

KOH SAMUI/PHUKET: Die E-Mail-Konten bei den Auswärtigen Ämtern quellen über, die Telefonleitungen glühen. Seit Tagen werden die Mitarbeiter mit einer Frage bombardiert: „Kann ich meinen Urlaub im Süden Thailand gefahrlos antreten und wie ist die Lage?“ Die Antwort hat sich seit einigen Tagen erübrigt. Selbst auf den hart getroffenen Inseln Koh Samui, Phangan und Koh Tao kehrt Normalität ein und Touristen können unbeschwert ihre Ferien antreten.

Besonders verärgert über missverständliche Presseberichte sind die Tourismusunternehmen im Großraum Phuket. Die am Indischen Ozean gelegene Halbinsel war trotz Regenfällen nie Teil der Monsun-Katastrophe, die sich weitgehend im südöstlichen Landesteil entlang des Golfs von Thailand ereignet hat. Auch in den Provinzen Krabi und Trang waren zumeist nur die Bereiche an den Gebirgsketten betroffen und nicht die Strandorte. Dennoch gingen Bilder von der verheerenden Flut um die Welt, die – fälschlicherweise - für ganz Südthailand den Notstand dokumentierten. Die Menschen außerhalb Thailands konnten das nicht zuordnen und waren insgesamt hoch verunsichert.

Die Lage heute, 12. Januar 2017:

Phuket, Khao Lak und Krabis Strandregionen waren nie durch den Südostmonsun betroffen, nur einige Regengebiete zogen westlich über diese Gegenden hinweg.

Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao sind über die Luft bzw Fährdienste, mit der Bahn und über die Straße fast uneingeschränkt erreichbar. Die Züge von Bangkok verkehren wieder bis Thung Song in Südthailand. Bei der Anfahrt mit Reisebussen aus Bangkok kann es wegen Straßenarbeiten zu Verzögerungen kommen.

Bis auf den Flughafen in der Provinz Nakhon Si Tammarat sind alle Airports erreichbar und der Flugverkehr läuft normal. Bangkok Air hat bis Ende dieses Monats sogar Sondertarife ausgelobt, die Buchungen müssen bis spätestens 15. Januar eingegangen sein, Promotionsende ist der 31. Januar.

Trotz der schwersten Monsun-Niederschläge seit 30 Jahren, so das Meteorologische Institut in Bangkok, war die Lage insbesondere auf Koh Samui stets unter Kontrolle. Die meisten Bewohner waren nie länger als einen halben Tag ohne Strom, sogar das Internet funktionierte die überwiegende Zeit. Die erneuerte und ausgebaute Kanalisation bewährte sich. Dennoch waren Teilbereiche tagelang überschwemmt, das Wasser ist zwischenzeitlich abgelaufen.

Auf dem Festland sind die südlichen Provinzen Nakhon Si Tammarat und Songkhla am härtesten betroffen, dort gab es auch die meisten Todesopfer. Die Infrastruktur dort ist nicht so weit ausgebaut wie auf einigen Ferieninseln. Überschwemmungen sorgten in Berg- und Küstennähe für katastrophale Bedingungen. In vielen Bereichen wird das Flutwasser noch wochenlang stehen. Die thailändische Militärregierung hat Finanzhilfen versprochen. Auch das Königshaus sicherte Unterstützung zu.

Zusammengefasst: Keine Beeinträchtigungen mehr für Touristen im Südosten Thailands, nur in den südlichsten Provinzen Nakhon Si Tammarat, Songhkla und Naratiwat (keine bevorzugen Urlaubsgebiete westlicher Touristen/die Redaktion) können sich die Aufräumarbeiten noch einige Wochen hinziehen. Der Winterurlaub auf Thailands südlichen Inseln kann ohne Bedenken angetreten werden. Phuket war von dem Monsun 2017 nie betroffen.

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Tom Beringer 13.01.17 10:55
@Hr.Michler
Kein Problem. Sie werden davon nichts mehr sehen. Es war Monsun u kein Tornado. Samui ist immer eine Reise wert. Ich würde aber eher zu Lamai raten. Chaweng ist leider zum Ballermann mutiert.
Palin Drom 13.01.17 00:34
Monsun 2017
Sehr geehrte Redaktion,

Phuket Town, sowie die umliegenden Bezirke, waren/sind sehr wohl von den Wetterkapriolen betroffen. Die Folgen der - wie Sie sich ausdrücken - "Regengebiete" beeinträchtigen einen angenehmen Urlaub jedenfalls erheblich. In Anbetracht solcher Umstände ist die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der einheimischen Bevölkerung besonders bemerkenswert.
Markus Michler 13.01.17 00:33
Aufräumarbeiten
Hat jemand eine Ahnung wie lange die Aufräumarbeiten in der Regel dauern?
Wir reisen im April nach Ko Samui. Hat sich die Gegend erfahrungsgemäß bis dahin erholt?