BANGKOK: Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul teilte am Dienstag der Presse mit, sein Ministerium erwäge, das derzeitige, unpopuläre „Thailand Pass“-System durch eine Impfpass-Regelung zur Kontrolle ausländischer Einreisender zu ersetzen.
„Impfpässe sind ein internationaler Standard, mit dem der Impfstatus ausländischer Einreisender überprüft wird. Wir könnten ihn als Ersatz für den ‚Thailand Pass‘ verwenden“, so der Gesundheitsminister.
Er führte fort, dass sein Ministerium derzeit an der Entwicklung eines Verfahrens arbeite, mit dem der Impfstatus einer Person überprüft werden kann. Schon bald soll die Situation nach Aussage von Khun Anutin neu bewertet werden.
Ausgehend von der derzeitigen Virussituation sollte die Mindestanforderung für einen Impfpass drei Dosen des Covid-19-Impfstoffs sein, da zwei Impfungen allein nicht ausreichen, um die Immunität über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten“, erklärte Khun Anutin.
Er betonte jedoch, dass die obligatorische Covid-19-Krankenversicherung (Anm. d. Red.: Mindestdeckung 10.000 US-Dollar ab 1. Mai 2022) auch nach der ins Auge gefassten Umstellung Thailands auf Impfpässe weiterhin Voraussetzung für alle ausländischen Einreisenden sein wird.
„Wir versuchen, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren, damit die Menschen wieder so leben können wie vor dem Ausbruch der Krankheit, aber der Zeitpunkt und die Maßnahmen müssen sorgfältig festgelegt werden, um künftige Probleme zu vermeiden“, erklärte Khun Anutin.
„Gegenwärtig hält das Ministerium an der Politik der „Drei Voraussetzungen“ fest, mit denen die vollständige Wiedereröffnung Thailands unterstützt wird, d. h. wir müssen sicherstellen, dass wir über ausreichende Medikamente und medizinische Vorräte, eine ausreichende Zahl von Fachkräften im Gesundheitswesen und eine ausreichende Zahl von Krankenhausbetten für Covid-19-Patienten zur Verfügung haben“, informierte der Gesundheitsminister.