Grün

Oskar empfiehlt Pattayas Stadt- und Verkehrsplanern eine Studienfahrt nach Singapur. Dort, im Stadtstaat, sind Fußgänger und Motorisierte gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer.

Nicht so in Pattaya. Obwohl Bürgermeister Itthipol Khunpluem immer wieder vollmundig beteuert, die Stadt werde alles Erdenkliche zum Schutz und zur Sicherheit ausländischer Touristen tun, gilt dieses Versprechen nicht für Fußgänger. An den Kreuzungen sind die Fußgängerampeln nicht in Betrieb, ebenso nicht an allen Fußgängerüberwegen in der City. Betreten Passanten bei Ampelgrün Zebrastreifen, stellen sie fest: Kaum ein Auto- oder Motorradfahrer hält an. Fußgänger sind in Pattaya Freiwild.

Der Insel- und Stadtstaat Singapur zeigt, wie es geht. Überall können Passanten bei Grün Fahrbahnen überqueren, und Autofahrer warten während der Rotphase geduldig. Und weil Behinderte und Senioren oft keine Chance haben, die Straße entspannt und im vorgegebenen Zeitlimit zu überqueren, gibt es für über 60-Jährige oder Behinderte Karten, mit denen die Grünphase um bis zu 13 Sekunden verlängert werden kann.

Die spezielle Karte wird einfach an eine Vorrichtung an der Ampel gehalten. Wird die Karte als gültig erkannt, ertönt ein Signal, und eine Kontrolllampe leuchtet rot. Springt die Ampel das nächs­te Mal auf Grün, weiß der Fußgänger, dass er dieses Mal genug Zeit hat, die Straße zu überqueren. Je nach Länge des Fußgängerüberweges sind das zwischen drei und 13 Sekunden mehr als üblich. Das Straßenverkehrsamt hat das System „Green Man +“, also „Grüner Mann Plus“, eingeführt.

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