Glückskennzeichen für 18,5 Millionen Baht

Foto: The Nation
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BANGKOK: Auf einer Versteigerung von Sonderkennzeichen herrschte am Donnerstag ein harter Wettbewerb unter den Bietern, wobei das verheißungsvollste Kennzeichen zu einem Spitzenpreis von 18,5 Millionen Baht versteigert wurde.

Das Ministerium für Landverkehr (DLT) versteigert seit 2003 jedes Jahr die so genannten Glückskennzeichen. Die Einnahmen fließen in den Verkehrssicherheitsfonds, der inzwischen über 4 Milliarden Baht angesammelt hat.

Der Erlös der Auktion am Donnerstag im Pullman Bangkok King Power Hotel brachte rund 100 Millionen Baht in den Fonds ein.

In diesem Jahr wurden zum ersten Mal auch Nummernschilder im Sonderformat versteigert, die Anfang des Jahres vom Kabinett genehmigt worden waren. Ein Sonderformat-Kennzeichen kann bis zu sieben Konsonanten, Vokale oder Tonzeichen enthalten und kann von einer Nummer gefolgt werden. Das Kennzeichen kann den Namen einer Person oder beliebige, vom DLT genehmigte Wörter, enthalten.

„In diesem Jahr haben sich 273 Personen an der Versteigerung von 84 Nummernschildern beteiligt, entweder persönlich oder über die Echtzeit-Online-Auktion unter www.tabienrod.com“, informierte DLT-Generaldirektor Jirut Wisaljit die Presse.

Das höchste Gebot erzielte dieses Jahr das Nummernschild „รวย 9999“, Thailändisch für „reich“, gefolgt von den Glückszahlen 9999. Der Startpreis von 1,5 Millionen Baht zog einen erbitterten Wettbewerb von 33 Bietern an. Nach nicht weniger als 424 Geboten erhielt ein Onlinebieter namens „Whatever“ mit einem Gebot von 18,56 Millionen Baht den Zuschlag für das Wunschkennzeichen.

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Das zweitbegehrteste Nummernschild war „รวย 8888“, das den gleichen Startpreis von 1,5 Millionen Baht hatte und 14 Bieter anzog. Der Kampf um die Platte dauerte 320 Gebote, bevor Wassana Inthasaeng, die 37-jährige Geschäftsführerin des Kosmetikunternehmens Revomed, mit einem Gebot von 11,1 Millionen Baht den Zuschlag erhielt.

Khun Wassana sagte, dass das Schild an ihrem neuen Bentley angebracht wird. Es soll ihr und ihrem Unternehmen Glück bescheren.

„Bei der diesjährigen Auktion wurden rund 100 Millionen Baht eingenommen, die 30 Tage Zeit haben, um die gekauften Nummernschilder zu bezahlen“, erläuterte Khun Jirut. „Das Geld wird für die Opfer von Verkehrsunfällen und zur Unterstützung von Sicherheitskampagnen im Rahmen des Verkehrssicherheitsfonds verwendet.“

Das diesjährige Höchstgebot von 18,56 Millionen Baht war jedoch nur das dritthöchste Gebot in der 19-jährigen Geschichte der Glückskennzeichen-Versteigerung. Das bisherige Rekordgebot liegt bei 28,1 Millionen Baht, die für das Kennzeichen „8กก 8888“ gezahlt wurden, während das zweithöchste Gebot bei 25 Millionen Baht für „1กก 1111“ lag.

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René Schnüriger 10.04.22 02:40
Hochspannung
Recht oft, so auch hier, interessieren mich die Leserkommentare fast mehr, als der eigentliche Artikel. Immer wieder spannend zu beobachten, wie Geld doch die Menschen elektrisiert!
Ingo Kerp 09.04.22 14:20
Der Wunsch nach einem besondern Autokennzeichen ist in Hongkong schon lange bedient worden. Man findet diese an den Autos der Bewohner auf dem Peak.
Dieter Goller 09.04.22 13:30
@Jomtien Franky
Mir ist schon klar - und dafuer lebe ich schon zu lange hier -, dass sich daran nichts aendern wird, aber - wie heisst es doch - die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und bezogen auf die Verantwortlichen: auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!
Rene Amiguet 09.04.22 13:20
Warum?
Man kann sich fragen was denn die Aufgaben des sogenannten Verkehrssicherheitsfonds sind? In einem Land mit dermassen vielen Verkehrs Toten (ca. 60 Todesopfer täglich) können sich sagenhafte über vier Milliarden Baht ansammeln in einem Fond der eigentlich dazu bestimmt wäre Investitionen für die Verkehrs Sicherheit zu fördern. Da stimmt wahrhaftig etwas absolut nicht.
Rene Amiguet 09.04.22 13:00
Unglaublicher Aberglaube
Mehr als 18 Millionen Baht zu bezahlen um ein vermeintliches Glück zu erkaufen kann man eindeutig als krankhafter Aberglaube und Egoismus benennen. Es wäre interessant zu wissen wie sich dieser Mensch verhält wenn ihm ein Bettler die bittende Hand hinstreckt,
Jomtien Franky 09.04.22 12:30
@Dieter
Du hofft doch wohl nicht im Ernst, dass das Geld sinnvoll für die Sicherheit eingesetzt wird, oder? Solange Motorradfahrer ohne Maske bestraft werden, und die ohne Helm nicht, ändert sich NIX!
leschim alex 09.04.22 10:40
Dieses überkandidelte Neureichengehabe .....
..... dieser "Geschäftsführerin" von REVOMED würde mich veranlassen, NIEMALS ein Produkt dieser Firma zu erwerben.
Kradi 08.04.22 18:10
So ist es halt in einem Schwellenland
Ich habe riesengrosses Bedauern mit all den armen Menschen, welche ein spezielles Nummernschild benötigen. Aber sich Impfstoffe schenken lassen - das passt alles wunderbar zusammen.
Dieter Goller 08.04.22 17:40
Protzen
mit Kfz-Kennzeichen als "Volkssport" war mir vor meiner Zeit in Thailand so auch nicht bekannt. Als ob der Bentley als solcher alleine nicht ausreicht, muss es schon noch ein millionenteures Kennzeichen sein. Man goennt sich ja sonst nichts!
Aber ich moechte hier jetzt keine Neiddebatte initiieren, sondern nur dem Wunsch und die Hoffnung aeussern, dass mit dem milliardenschweren Fonds tatsaechliche und v.a. wirksame Sicherheitskampagnen - anstatt all der "Alibiinitiativen und -veranstaltungen" - endlich durchgefuehrt werden, damit die katastrophale Situation und verhehrende Bilanz auf Thailands Strassen endlich verbessert wird.

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