Gesetze akzeptieren oder gehen

Gesetze akzeptieren oder gehen

Ein Leser möchte alle Thailand-Residenten daran erinnern, dass sie lediglich geduldete Gäste sind, die sich an die Auflagen und Regeln ihres Gastlandes zu halten haben:

Es ist eine immer wiederkehrende Frage im Newsportal DER FARANG. Fast möchte man meinen, es ist eine Sinnfrage: Was bin ich?

Es gibt eine Reihe von Bezeichnungen für uns Ausländer, die hier in Thailand leben. Egal, ob wir als Expat in Thailand leben, wir hier mehrere Monate überwintern oder auch nur einen mehrwöchigen Urlaub im Königreich verbringen.

Was sind wir eigentlich für Thailänder?

Ausländer, die hier leben, sind „Farangs“ bzw. „Gäste“, aber vielleicht auch nur geduldete Gäste? Eine Frage, bei der die Meinungen der Kommentatoren im Newsportal DER FARANG weit auseinandergingen.

Wer nach Thailand kommt, um hier seinen Urlaub zu verbringen, der hat sicher ein anderes Motiv, als jemand, der hier dauerhaft lebt. Als Expat hat man sich vorher über das Land kundig gemacht, um sich zu entscheiden, ob man lieber am Meer oder im Landesinneren leben möchte. Mit Sicherheit werden in den meisten Fällen dezidierte Überprüfungen angestellt, bevor man sich zu dem wichtigen Schritt entscheidet, hier leben zu wollen.

Viele Formulare, Fotokopien und Passfotos später hat man dann ein Jahresvisum und kann dann, mit der Unterbrechung der 90-Tage-Meldung, für ein Jahr – hoffentlich sorglos – im Königreich leben. Natürlich hat man sich dabei an die Gesetze und Regeln zu halten, die es in Thailand gibt, genauso, wie man sich halt auch in seinem Heimatland verhält.

Der gravierende Unterschied ist allerdings, dass man Pflichten hat und Gesetze einhalten muss, auf die man keinen Einfluss hat, da man als Ausländer in Thailand weder stimmberechtigt ist noch eine Lobby hat, die für die Interessen der Farangs einsteht.

Wie nennt man also so einen Menschen, der sein komplettes Leben hier lebt?

Er geht einkaufen, gibt Geld aus für die Dinge, die er gerne haben möchte, egal ob in Shopping Malls, Restaurants, Hotels, Bars etc. Möglicherweise gibt er auch noch einen wesentlich größeren Betrag aus, weil er seiner Lebensgefährtin oder Ehefrau ein Haus baut und/ oder deren Familie unterstützt. Dinge, die die Thai-Frau ohne den Farang nie hätte.

Das Grundstück, auf dem das Haus steht, kann ihm jedoch niemals gehören. Er kann dies auch nicht anfechten, da er kein Stimmrecht hat und es ihm gesetzlich verwehrt wird.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es immer wieder Kommentatoren, die sich gegen die Maßnahmen stellten, die von den Behörden zur Unterdrückung der Corona-Ausbreitung erlassen wurden. Jeder hat das Recht, seine eigene Meinung kundzutun. Auch ein Farang, doch egal wie gut seine Argumente auch sind, sie sind und bleiben ein Kommentar, der wirkungslos verpufft, da Ausländer kein Mitspracherecht haben und somit keine Beeinflussungsmöglichkeit für politische Entscheidungen vorhanden ist.

Es ist kein Totschlagargument – „friss oder stirb“ –, wenn andere Kommentatoren den Kritikern dann entgegenhalten: Lebe nach thailändischen Regeln oder lass es. „Es lassen“ bedeutet im Umkehrschluss, dass man sich einen anderen Ort als Aufenthaltsort für seinen Lebensabend sucht.

Wir sind Gäste in diesem Land. Ob geliebte Gäste oder geduldete Gäste, das ist eine Auslegungssache und ist in den persönlichen Erfahrungen eines jeden einzelnen begründet.

Jedes Jahr dasselbe Prozedere für den Erhalt des Jahresvisums. Alle 90 Tage der Meldepflicht bei der Immigration nachkommen, obwohl sich die „90 days notification“ inzwischen als Farce entpuppt hat. Überprüft wird offensichtlich gar nichts, sonst würden nicht immer wieder Personen zum Vorschein kommen, die seit vielen Jahren mit „overstay“ im Land leben.

Viele ausländische Thailand-Residenten werfen deshalb die Frage auf, warum man die Umstände von jemanden abverlangt, den man gerne hier im Land leben lässt? Jemand, der viele Jahre hier im Land lebt, sich assimiliert hat sowie die thailändischen Traditionen und Gebräuche respektiert?

Ein Gast ist jemand, der kommt aber auch wieder geht. Somit ist die Situation recht eindeutig. Wir Expats erwirken uns durch unser Tun und Handeln einen Bleibestatus, unter Befolgung aller vorgegebenen Auflagen. Ohne Stimmrecht und ohne Einfluss. Wem so ein Leben nicht gefällt, der muss sich ein anderes Land suchen. Nachweinen wird ihm evtl. nur die Lebensgefährtin/ Ehefrau, falls sie ihn nicht begleitet, weil sie ihre eigene Familie nicht allein in Thailand zurücklassen möchte.

Fazit: Wir Farangs sind in Thailand geduldete Gäste, solange wir uns an die Regeln halten und jedem steht es frei, wieder zu gehen, wenn es ihm hier nicht gefällt.

Ingo Kerp, Nakhon Ratchasima


Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Thomas Oberschmidt 24.07.20 19:07
Kleine Ergänzung...
... die meisten werden es wissen, aber einfach Mal als Information.
Thailand gilt als eines der "Ausnahme Länder" so dass bei Beantragung des Deutschen Pass der TH Pass behalten werden kann bzw. muss, somit haben "Thais" in Deutschland dann beide Staatsangehörigkeiten.

Was ich in meinem Beitrag sagen wollte bezgl. Leben in TH ist, das es mir als "normaler" Arbeiter ohne dickes Bankkonto oder Erbe mit derzeit 44 Jahren nicht möglich ist in TH leben zu können und als verheirateter Ehemann mit Kind in TH meine Familie nicht ernähren könnte.

Daher habe ich bzw. "meine Familie" nicht die freie Wahl zu entscheiden wo wir leben möchten und sind gezwungen es in D zu tun, was dann wiederum andere Probleme verursacht, aber das ist dann ein anderes Thema.

Ich habe viel mit Ausländer in D zu tun und viele fühlen sich hier wohl, sehen sich nicht )mehr) als Gast, weil Sie hier u.a. Arbeiten, Steuern zahlen, Kinder haben, etc.

Von vielen Expants in TH hört man aber immer wieder dass sie sich als Gast fühlen.

Ob das nun alles richtig oder fair ist, muss ich zum Glück nicht entscheiden, zumindest jetzt nicht...

LG Thomas
Thomas Knauer 24.07.20 19:07
@Homer hab das Glück durch meine thailändische Familie abgesichert zu sein, wichtig ist für mich auch das die Familie über genug Einfluss verfügt um evtl. für die Durchsetzung des Rechts zu sorgen.
Für mich gilt wie in jeder Beziehung und in allen Belangen, ich passe mich soweit an wie das mit meinen Werten und Überzeugungen vereinbar ist, erwarte innerhalb der Familie dass auf mich genauso eingegangen wird wie ich dies meinem Gegenüber entgegen bringe. Dies ist bei uns auch der Fall.
Das Pendeln und nur Überwintern ist für mich keine Alternative. Erlebe derzeit hautnah an meinen Eltern, beide Deutsche, wie schwierig es ist mit Anfang/Mitte 80 noch den Weg zu bewältigen, Freunde an beiden Wohnorten sich zurück ziehen und dann irgendwann keine Wahl mehr besteht und sie in Deutschland bleiben müssen.
Muss aber jeder für sich entscheiden.
Thomas Knauer 24.07.20 16:07
@Herr Volkmann kann ihnen da nur 100% zustimmen.
Es muss jeder für sich feststellen wo es ihm am Besten gefällt. Schlecht leben lässt es sich in keinem der Länder.
Die Beantragung eines deutschen Passes ist für mit Deutschen verheirateten immer noch einfach. Ein Sprachtest finde ich positiv, wer will schon in einem Land leben dessen Sprache man nicht beherrscht und wie sollte da Integration erfolgen.
Bei den Kindern hat sich in den letzten Jahren wiederholt die Vorschrift geändert, mal musste mit 18 sich für eine entschieden werden mal nicht. Heute ist es nicht mehr notwendig.
Hans-Dieter Volkmann 24.07.20 15:07
Matt / Schettler 24.07.20
Ich bin nun 24 Jahre mit einer Thailänderin verheiratet und im Laufe dieser Zeit hat sich manches an Vorschriften geändert. Herrn Matt möchte ich sagen, auch Sie beteiligen sich, zumindest in einem Punkt an dieser Märchenstunde. Ich habe zwei jetzt erwachsene Stieftöchter mit deutscher Staatsbürgerschaft. Sie haben zu keiner Zeit ihre thailändische Staatsbürgerschaft aufgeben müssen. Sie besitzen beide Staatsbürgerschaften. Vielleicht haben die Bediensteten der Behörde auch einen gewissen Spielraum. Meine Töchter waren fürs Amt sicherlich so etwas wie die Erfüllung von Wunschvorstellung bezüglich Staatsbürgerschaft. Schulabschluss (mittlere Reife ) in D., anschließend Berufsausbildung ( examinierte Altenpflegerin ), Deutschkenntnisse kaum noch von in D. geborenen zu unterscheiden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich gerne jenen Kommentatoren noch etwas mitteilen, welche so gerne Deutschland als nicht lebenswert beurteilen und dies immer wieder äußern. Meine Töchter haben Th. als ihr Heimatland, in welches sie gerne alle Jahre wieder, Urlaub machen und ihre Verwandtschaft besuchen. Aber D. werden sie auch später als Rentner nicht verlassen. Hier fühlen sie sich zu Hause. Deutschland ist lebenswert.
Norbert Schettler 24.07.20 13:22
@Matt
Das sind die heutigen Voraussetzungen. Vielleicht ist der Herr Oberschmidt schon länger mit einer Thai liiert.
Als meine Frau nach Deutschland kam hatte sie nach 3 Jahren unbefristetes Aufenthaltsrecht und hätte danach den Deutschen Pass beantragen können. Und das alles ohne die Punkte die Sie aufzählen. Sie brauchte damals noch nicht einmal ein Visa!
Und das ist keine Märchenstunde sondern war wirklich so einfach.
Und meine Nichte hat im Februar den Deuteschen Pass bekommen, den Thai Pass aber auch behalten und Ihre Staatsangehörigkeit ebenso.
Thomas Oberschmidt 24.07.20 09:49
Laut gedacht...
Meine Noch Ehefrau (Thai) hat nach drei Jahren einen Deutschen Pass beantragen können und ist somit Deutsche Staatsbürgerin. Gleichzeitig könnte Sie von Anfang an hier Arbeiten.

Vielleicht ist das, etwas Offtipic, nur meine Persönliche Meinung, aber ich habe das Gefühl, das viele Thais in Deutschland die Deutschen Rechte zu Ihren Gunsten genützt werden.
Hier arbeiten und später in Thailand die Rente genießen...

Ich persönlich wäre auch gerne zu meiner Ehefrau vor 10 Jahren gezogen mit 33 Jahren, allerdings war dies nicht möglich, wäre es heute immer noch nicht wegen den bekannten Gründen (Arbeitserlaubnis, Finanzielle Absicherung etc.).

Vielleicht ist das der Grund, warum sich einige als Gäste fühlen...
Ich kann mir darüber kein Urteil erlauben, weil ich nicht in TH lebe, mein Wunsch dazu als Rentner aber immer weiter abnimmt, wenn ich die aktuellen Nachrichten lese, neutral über die Bestimmungen für expants nach denke und das ganze im Moment als bald nicht mehr Ehrmann einer Thai sehe.

Mein Fazit, ich würde mir wünschen, wenn ich als Rentner die Möglichkeit und den Wunsch habe in einem anderen Land leben zu dürfen, wäre es sicherlich schön wenn alles etwas unbürokratischer wäre ....
... Würde zumindest etwas dazu bei tragen, sich nicht nur als Gast zu fühlen...

Mal schauen was die Zukunft bringt ☺️

LG Thomas
Norbert Kurt Leupi 14.07.20 14:37
von der Vergangenheit eingeholt ?
Auch bei Moralpredigern und anderen Saubermännern klopft die in Vergessenheit geratene Vergangenheit eines Tages an die Tür !
Michael Meier 14.07.20 12:37
@ D.Kowalski
Von Saulus zuz Paulus . Früher die deutsche Schande von Pattaya und jetzt der Thailandkenner von Korat .
Dieter Kowalski 14.07.20 11:22
Absolut witzig finde ich ja die Wandlung von Herrn Kerp als einer der Hauptprotagonisten der Villa Germania Soap, zum Moralapostel der uns alle mit erhobenem Finger mahnt die Regeln in Thailand einzuhalten, oder eben dieses Land zu verlassen.

Vor ein paar Jahren, war das noch ganz anders. Die Doku-Soap Villa Germania bei RTL2 zeigte ausführlichst, wie sich alternde Herren aus Deutschland in ihrem Alterssitz in Thailand voll daneben benehmen. Saufen bis zum Umfallen, junge willige Thailänderinnen abschleppen und sexistische Sprüchen klopfen.

Von solchen Typen, nehme ich jedenfalls ganz sicher keinen Rat an.
Klaus Olbrich 14.07.20 00:06
Als Farang bin ich in Thailand Gast.
Als Gast habe ich nicht das Recht rumzumaekeln und zu kritisieren.
Gerade in Thailand gibt es sehr angenehme Dinge und es gibt auch unangenehme.
Aber viele wissen das dieses Land vieles bietet, was ich in Europa nicht finde.
Einige Dinge koennten verbessert werden, darueber zu berichten oder zu diskutieren ist legal.
Wenn ich nach Thailand komme bin ich sehr glücklich und froh.
Nach 2 bis 3 Monaten sehne ich mich zurueck in mein Heimatland.
So wird es wohl den meisten gehen.?!
Thomas Knauer 13.07.20 19:37
Klar muss ich mich nach den Regeln des Landes richten in dem ich mich niederlasse. Darüber kann ich mich aufregen , ändern werde ich sie sicher nicht. Bin auch nicht wirklich daran interessiert Zustände zu ändern die zwar für die Bevölkerung bedrückend für mich aber von Vorteil sind. Genieße ich doch die Vorzüge des feudalen Kastensystems.
Es ist im Land ja durchaus gängige Praxis das Gesetze erlassen werden, niemand deren Einhaltung kontrolliert und mit den entsprechenden Beziehungen diese nur für die anderen gelten.
Sicher bin ich in meiner Familie als vollwertiges Mitglied akzeptiert und werde hier auch von dieser als solches behandelt und geschützt. Das hindert mich jedoch nicht die gesellschaftlichen Zustände in meinem Umfeld zu beobachten und auf Nachfrage auch zu kommentieren. Was ich hier sehe und erlebe wirft starke Schatten auf das Paradies.
Eine Integration in die Gesellschaft wird weder von mir angestrebt noch als wünschenswert gesehen.
Ob man mich jetzt Farang oder Alien nennt ist mir gleichgültig, in meiner Gegenwart wird sich das niemand erlauben.
Außer Zeit kann und werde ich im Land sicher nichts investieren.
Ling 13.07.20 17:52
@Matt
Genau so ist das, MEIN und dein Paradies. Sprache ist der Schlüssel und genau deshalb habe auch ich vor sehr vielen Jahren Thai in Wort und Schrift gelernt. Das öffnet mir viele Türen. In Thailand habe ich bisher nicht viele Farang getroffen, mit denen ich mich thailändisch unterhalten konnte, aber wenn, dann war das stets ein Spaß. Ganz besonders für die thailändischen Kumpels. @Einige Kommentare Das Wort Farang ist keine abwertende Beleidigung. Für Inder, Araber und Schwarz-Afrikaner gibt es andere Worte, die jeder versteht und sofort weiß worum es geht. Und Alien steht für Ausländer/ Fremder, Thais bezeichnen die Farangs nicht als Außerirdische. Ein Mitspracherecht für Expats kann ich nicht befürworten, denn das könnte die thailändischen Traditionen verwässern und MEIN Paradies zerstören, in welchem ich mich nicht als Gast fühle, sondern als akzeptierter Mitmensch. Hoffentlich kann ich bald wieder einreisen. Ihr alle, die dort seid, grämt euch nicht, genießt das Leben und regt euch nicht über Ingo Kerp auf, jeder ist frei in seiner Meinungsäußerung.
Jürgen Franke 13.07.20 14:07
Wer nach Thailand kommt, wird schnell
bemerken, in einem anderen Kulturkreis gelandet zu sein. An die Mentalität der Menschen wird man sich schnell gewöhnen. Viele Besucher werden, aus den unterschiedlichsten Gründen, schnell zu Dauergästen.
Michael Meier 13.07.20 11:27
Es interessiert keine Sau
in TH ob uns das Wort Falang gefällt oder nicht ? Dieser Begriff hat sich durchgesetzt und basta !
Francis Light 12.07.20 21:22
Dieter
Volle Zustimmung. Farang klingt für mich auch abwertend, mag das Wort nicht, obwohl ich keine Gründe angeben kann. Vielleicht würde sich Foreigner neutraler anhören, aber Farang lässt sich wahrscheinlich leichter aussprechen.
Lulu Luh 12.07.20 20:17
Wer sich beschwert, muss nicht gleich ausreisen
Also, die entweder biste ruhig oder du gehst eben Haltung gefällt mir gar nicht. Dass wir uns an die Gepflogenheiten hier halten, ist ja eh selbstverständlich. Das wir als Farangs bezeichnet werden, ist eher historisch bedingt. Die Franzosen wollten sich gerne Thailand, wie auch Laos und andere Länder einverleiben. Da es vorher keine Langnasen gab, sind die Thais davon ausgegangen, alle weißen Menschen, müssten eben auch Farangs sein. Das die Thais aber per se sich für die Tollsten halten, sieht man auch daran, wie die Nachbarländer so im allgemeinen beschrieben werden. Aber auch dies ist wieder historisch zu begründen. Sie waren nie, wie alle anderen Nachbarn, je eine Kolonie der Farangs.
Ich liebe dieses Land seit 40 Jahren, kann mich thailändisch verständigen. Dies hilft mir ungemein im Alttag. Thais habe ich aber schon immer als freundlich, sehr lustig und tw. sehr flexibel erlebt. Die Thais lieben ja ihre Geister sehr und die blöde 90 Tage Regelung gibt ihnen die Illusion, Kontrolle zu haben. Ist sicher aber nicht so. Ich finde das lästig und es entspricht überhaupt nicht dem, was ich wiederum für das Land tue. Nämlich, wie so viele Expats auch, mich um den Umsatz kümmern. Ich war in unserer Gegend zu den jetzigen Zeiten, der einzige Farang auf den Märkten und im Tesco, wo ich sehr gerne gesehen werde. Wir kümmern uns natürlich um die Tochter und Familie und um Tiere. All dem werden die bestehenden Gesetze nicht gerecht. Ich bin nur geduldet. Leider.
Dieter Kowalski 12.07.20 20:17
@ Herr Weil
Schön für Sie dass Sie ein Ostdeutscher sind, ich bin nicht mal Deutscher. Ich verstehe bloß nicht, warum man als deutschsprachige Person thailändische Worte wie Farang in einem deutschsprachigen Forum verwenden muss. Wir sind doch alle "Ausländer" in Thailand , oder etwa nicht? Das wäre der korrekte Terminus für uns.
Ich weiß nicht genau was es ist, aber ich kann den Begriff "Farang" nicht leiden (sorry Redaktion, ihr seid nicht gemeint). Für mich ist das irgendwie abwertend, so wie Tschusch. Bei der Lobby gebe ich ihnen recht. Vielleicht schafft es ja einmal irgendwer mit guten Beziehungen zu den Botschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz etwas auf die Beine zu stellen. Meine Unterstützung hätte er/sie jedenfalls.
Christian Böhme 12.07.20 19:03
Traumhaftes Thailand
Vor etwa 20 Jahren bereisten meine Frau und ich zum ersten mal das schöne Thailand. Wir wussten sofort, es wird nicht das letzte mal sein. Eine wunderschöne Natur, liebevolle Menschen, eine angenehme Lebensart, traumhaft leckeres Essen,.... Ein Leben, damals noch von kurzer Aufenthaltsdauer geprägt , das uns wie im Paradies vorkam. In späteren Jahren lernten in Hamburg in einer Sprachschule thailändisch in Wort und Schrift, weil wir uns in diesem schönen Land sehr heimisch fühlen. Was uns danach sofort auffiel: nie haben wir irgendwelche abfälligen Worte gehört. Wenn junge Thais an uns vorbeigingen und tuschelten (auf Thailändisch), war meistens immer meine Frau Gesprächsthema. Oh, hast Du die schönen Haare gesehen, die schöne Nase? Ob wir ein Foto machen dürfen? Schöne Frau! Ich bekam meistens nur Komplimente von älteren Damen wie: schöner junger Mann. Hübsche Nase. Oi, ist der nett. Wenn wir uns dann bedankten und sie bemerkten, wir verstehen ihre Sprache, gibt es nach anfänglicher Verlegenheit meist sehr nette Gespräche und Fotos werden ausgetauscht. Es ist schön hier zu leben, und so verbringen wir (beide über 60 und schon Rentner) viele schöne Monate im Winter in Thailand. Wir freuen uns aber auch, die Sommermonate in unserem schönen Deutschland zu verbringen.
Grüße an alle Thailandfreunde und Expats, z.Zt. aus Deutschland
von Kerstin und Christian Böhme
Ingo Kerp 12.07.20 16:22
Nachtrag
Um es zukünftig nach einer Äußerung:….wem es hier nicht gefällt, kann TH ja wieder verlassen…nicht wieder zu Anschuldigungen kommen zu lassen, sollten sich die Expats etwas vor Augen halten.
Es ist kein Problem, ein Land zu verlassen, wo es einem nicht gefällt. Alle Expats haben deshalb ja sogar ihr Heimatland verlassen, weil es ihnen in TH besser gefällt. So kann man auch TH wieder verlassen und in ein anderes Land gehen.
Guenter Adolf Guth 12.07.20 16:02
Farang
Seit Juli 2002 lebe ich in Chiang Mai mit meiner Wassana. Die Silberhochzeit haben wir bereits hinter uns. Wir waren stolze Besitzer eines Jazz Clubs. Wir bauten uns eine schoene Boungalow Villa auf 2 Rai (3200qm2) Land, verbringen hier unseren Lebensabend. In der boesen Corona Zeit beluden wir unseren Pickup mit wichtigen Lebensmitteln die wir an die Aermsten in unserer Gegend verteilt hatten, was vermutlich unserem Ansehen Einheimischen gegenueber nicht geschadet hat.
Was will ich damit sagen: Richtig delegieren will gelernt sein Meine Frau hat sich um alle behoerdlichen Belange gekuemmert und ich mich ums Geschaeft. Ich habe bis auf die Angestellten den Arbeitern und der Dame an der Supermarktkasse sehr sehr wenig Kontakt mit der Bevoelkerung und ich bin in den 18 Jahren Thailand aus besagtem Grund nie mit einem Einheimischen in Disput geraten. Und fuer Behoerdengaenge habe ich eine Agentur die mich seit Jahren vorzueglich und ehrlich betreut. Ich will nicht alles besser wissen bin kein Meckerer und ich lasse mich nie in einer Bar vollaufen das geht zu Hause besser und man braucht nachher auch kein Auto um besoffen nach Hause zu fahren!!! Ich moechte meine Ruhe haben und so scheint es zu funktionieren nach dem Motto "wie man sich bettet soliegt man" . Ich wuensche allen eine gute Zeit.
Rene Amiguet 12.07.20 14:07
Normal
In jedem Land muss man sich an die Gesetze halten. Darüber gibt es gar nichts zu sprechen. Diskussion überflüssig, das ist doch selbstverständlich. Ich werde und wurde von der Immigration immer respektiert und sehr freundlich behandelt, deshalb habe ich den Eindruck hier willkommen zu sein. Auch von der Bevölkerung.
Dieter Kowalski 12.07.20 13:37
@ Herr Kerp
Ich bin weder ein Farang (= Westler - was ist wenn ich aus dem Osten komme?), noch ein Alien (=Außerirdischer wie es im Amtsthai heißt), sondern ein Mensch. Und als solcher möchte ich auch überall behandelt werden - speziell dann wenn ich Nettozahler bin, und niemanden auf der Tasche liege.
Ein bißchen Mitspracherecht wäre dafür sicher angemessen - leider fehlt uns aber die entsprechende Lobby. Sie dürfen sich hier gerne weiter fühlen wie auch immer sie wollen. Gerne auch als Gast. Bin mal gespannt ob man sie als Gast hier durchfüttert und hofiert. Bitte berichten weiter über ihre Erfahrungen als Gast Thailands.
Francis Light 12.07.20 13:07
Gähn
Nochmals überflogen. Sowas hat man schon gefühlte Hundert mal gelesen. Mir gefällt die ganze herablassende Art und oberleherhafte Schreibweise dieses Leserbriefs von Kerp nicht.
Ronaldo 12.07.20 12:22
Eine Law and Order-Tirade auf RTL2-Niveau
dazu völlig undifferenziert. Jede Menge leere Floskeln, aber nicht ein einziges Wort wie: Meinungsfreiheit, Pluralismus, demokratische Grundrechte, Überwindung diktatorischer Verhältnisse o.ä. Und wie jeder Mensch mit etwas Lebenserfahrung weiß, sind die Saubermänner, die anderen gern erklären wie das Leben funktioniert und wer wo zu leben und hinzugehen hat meist selbst die Schlimmsten mit dem meisten "Dreck am stecken". Den Spießermief den dieser Leserbrief verbreitet, war eigentlich einer der Gründe für mich Deutschland zu verlassen.
Hans-Gerd Englich 12.07.20 11:42
Gesetze akzeptieren oder gehen!?
Das man egal wo und warum man da lebt, wo man lebt die Gesetze akzeptieren sollte ist fuer jeden Mensche, wenn Er nicht gerade asozial ist selbstverstaendlich, da Er sonst Gefahr laeuft fort zu sitzen wo es keiner will, naemlich im Knast.
Es geht hier nicht um Gesetze einhalten, es geht hier nnicht darum was und wieviel Sie fuer wen investieren, welchen Statis Sie zu haben glauben.
Es geht hier darum was Sie sind und bleiben - Auslaendet, Menschen einer anderen Kultur, teilweise ( oft schon an Kommentaren zu sehen) staendig Besserwisser, um keine noch so dumme Empfehlung verlegen.
Staendig meckernd und das teilweise ohne dabei im Moment in Thailand zu sein. Fuer viele ist anscheinend das Leben in Thailand ein Opfer. Warum leben Sie nicht woanders, Opfer bringen ist doch keine Lebensgrundlage.
Schliessen Sie die Augen und denken Sie darueber nsch, eie sich Tuerken Gtiechen, sostige Auslaender in Ihrem Land -D,A,CH- fuehlen und behandelt werden. Und bitte nicht kommen mit: Das ist ja was ganz Anderes.
Das ist ueberhaupt nichts Anderes.
Geniessen Sie es hier zu leben, wenn Sie das nicht koennen ist in Ihrem Leben etwas falsch.
Und dieses staendige "Grund ist nicht erwerbbar" Grund sollte nie und nirgendwo erwerbbar sein-Punkt!
Grund darf wie Wasser Elektrik und Gas nie JEMANDEM gehoeren. Herr darueber sollte immer der Staat und damit die Allgemeinheit sein.
Wir sind hier Fremde und wenn wir uns bemuehen werden wir Gaeste und dann Freunde.
Norbert Schettler 12.07.20 11:40
Nichts Neues @Ingo Kerp
Auch ich bin kein Gast hier, Homer und Juergen Siegfried kann ich voll zustimmen. Und darüber, das man Gesetzte und Regeln einhalten sollte/muss, brauchen wir doch gar nicht zu reden. Ist doch selbstverständlich.
Meine Frau war 16 Jahre in Deutschland, nach 3 Jahren hatte sie Aufenthaltsrecht für immer und wie ist es hier? Sie meckert über ihre eigene Regierung schon mehr als ich. So sollten Gäste auf keinen Fall behandelt werden. Aber, auch wenn mir nicht alles gefällt, ich werde hier hoffentlich noch um einiges älter und lasse mich nicht verrückt machen von amazing Thailand.
Mike Dingo 12.07.20 10:22
In München ist man als nicht-Bayer das ganze Leben ein "Zugereister", in Frankfurt ein "Eingeplackter" (wohl von "plug in"), und in Thailand ein Farang. Ich bin lieber ein "Farang" als ein "Gast". Gäste haben hier keine Kinder, Leben meist in Touri-Enklaven, und bezeichnen sich selbst als "Gäste".
Norbert Kurt Leupi 11.07.20 23:52
Gesetze und Regeln / Herr Ingo Kerp
Ihre heutige Samstag-Predigt gilt eher den Neuankömmlingen , weil langjährige Residenten , die 20 und mehr Jahre hier wohnen oder wohnten , die Verhaltensweisen , die Sie uns hier herunterleiern , schon 2001 vom überall beliebten und hochangesehenen Isaan-Residenten , Unternehmer , Thailand-Kenner und Kolumnen - Schreiber , Herr Günther Ruffert , mitgeteilt wurden ! Leider ist Herr G.Ruffert am 26.April 2010 von uns gegangen , hat uns aber viele interessante Thailandgeschichten über Land und Leute in seinen Büchern und Kolumnen hinterlassen ! Im weitern schliesse ich mich dem Comment von Herr Jürgen Siegfried an !
Francis Light 11.07.20 23:37
Wäre schön, mit ein paar Abänderungen, aber gleichen Grundinhalt, den gleichen Kommentar den neuen Kulturbereicherer Europas zukommen zu lassen.
Juergen Siegfried 11.07.20 22:38
Ihre Einstellung ist doch sehr einseitig. Bin ich Gast in diesem Land...? NEIN... ! Gäste sind im allgemeinen eingeladen und WILLKOMMEN ! Beides empfinde ich bisher nicht. Natürlich muss ich mich hiesigen Gesetzen und Gepflogenheiten anpassen..! Ich bin dazu bereit. So wie meine thail. Ehefrau es in D war..! Dennoch ist es traurig, keinerlei Lobby in diesem Land zu haben, obwohl wir doch allerhand zum thailänd. BIP beitragen..!
Ihr Hinweis auf Kommentatoren die fragwürdige Anordnungen kritisiert haben und nun somit am besten
,,zu gehen wenn es ihm hier nicht gefällt" haben, ist einfach nur lächerlich. Meiner Ehefrau ist es inzwischen peinlich wie wir Farangs hier teilweise schikaniert werden, so etwas hat sie in D nie erlebt..!
Ihr Zitat : ,,Wem so ein Leben nicht gefällt, der muss sich ein anderes Land suchen.Nachweinen wird ihm evtl. nur die Lebensgefährtin/Ehefrau.." entspringt vielleicht ihren eigenen negativen Erfahrungen.