Für den Euro gibt´s immer weniger Baht

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Ausländische Touristen haben beim Umtausch ihrer Heimatwährung immer weniger Baht in der Tasche.

Der Baht ist in den letzten zwei Wochen schneller und stärker gestiegen als andere Währungen in der Region, getrieben von inländischen und externen Faktoren. Am Donnerstag erreichte der Baht seinen höchsten Stand seit fast sechs Jahren gegenüber dem US- Dollar.

Die Zentralbank wird die Situation und alle Transaktionen, die darauf abzielen, Thailand als Ort für kurzfristige Spekulationen in der thailändischen Währung zu nutzen, genau überwachen, teilte Vachira Arromdee, stellvertretende Gouverneurin der Bank of Thailand, mit. Wenn der Baht weiterhin schneller an Wert gewinnt als die Währungen seiner Handelspartner und Wettbewerber, entspricht er möglicherweise nicht den wirtschaftlichen Grundlagen Thailands und wird die Wirtschaft und die Anpassungen der Wirtschaftsbeteiligten beeinträchtigen, sagte sie. In Zukunft werden externe Faktoren weiterhin die aufstrebenden Währungen beeinflussen, glaubt Vachira. Der Baht notierte am Donnerstag bei 30,96 je US-Dollar. Er hat in diesem Jahr gegenüber dem Dollar bereits um 5,1 Prozent zugelegt und ist damit zur Währung mit der besten Wertentwicklung in Asien avanciert. Am Freitagmorgen gab es bei der Bangkok Bank für einen Euro 34,27 Baht (Anfang Januar 35,9!), für einen Schweizer Franken 30,54 Baht (31,6) und für einen US-Dollar je nach Stückelung zwischen 29,69 und 30,44 Baht.

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Ingo Kerp 22.06.19 16:16
Jetzt koennte es für den ein oder anderen Farang eng werden. Bei dem derzeitigen Kurs benoetigt man eine Nettorente von rund 1.900 €uro/Monat, falls man nicht 800.000 THB auf dem Konto hat, um ein Jahresvisum zu bekommen.
Rudolf Lippert 22.06.19 15:56
Schuld sind mal wieder die anderen
Jemand der klar denken kann (und jetzt nur mal der gesunde Menschenverstand, ich bin auch kein Banker) sieht doch, dass z.B. TH Reis wesentlich teurer ist als z.B. der aus Vietnam. Sind die Währungen der anderen Länder gegen den EUR um 5-8% gestiegen, ist der THB im gleichen Zeitraum um 15% gestiegen, im Umkehrschluss bedeutet dass, dass die aufstrebenden Nachbarländer ohne etwas zu tun einen Preisvorteil von 8-10% gegenüber TH bekommen haben. Zudem haben sie wesentlich günstigere Produktionskosten. In TH schlägt auch die klassische Inlandsverteuerung zu. Der Zeitpunkt ist längst da, da braucht die Dame nicht drauf zu warten. Bei meiner Malaysien Reise habe ich aus dem Euro heraus Malaysien als etwa preisgleich mit TH empfunden. Wer sollte etwas tun wenn nicht TH? Für die Nachbarn ist die Situation genial wenn ein Wettbewerber sich selber schwächt. Denen kann es nur recht sein.
Allerdings hängt Thailands wirtschaftlicher Erfolg auch sehr am Goodwill der Amerikaner. Trump hat ja schon mal gesagt, dass Amerikaner für TH Produkte um die 10% zuviel bezahlen, wegen dem künstlich hochgehaltenen THB Kurs. Das müsse beendet werden. Ausser einer Belehrung über die Währungsgestaltungsbedingungen eines Schwellenlandes kam nichts weiter von TH. Trump wäre zuzutrauen, dass er da mal durchgreift, dann würden im Isaan mehr als nur ein paar Säcke Reis umkippen...
Thomas Thoenes 21.06.19 21:55
"...entspricht er möglicherweise nicht mehr
den wirtschaftlichen Grundlagen" Das ist seit unter 1:50 so.

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