Fünf Millionen Thais sind lottosüchtig

Losverkäufer der staatlichen Lotterie in Bangkok. Foto: epa/Diego Azubel
Losverkäufer der staatlichen Lotterie in Bangkok. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Fünf Millionen Thailänder sind derzeit der Lotteriekaufsucht verfallen, und alarmierenderweise befinden sich fast eine Million Jugendliche in gefährdeter Lage, so die jüngsten Erkenntnisse der Stiftung „Stop Gambling“. Am 18. Juli 2023 wurde vom Kabinett ein Gesetzesentwurf für die staatlichen Lotterien L6 und N3 genehmigt, um ihren baldigen Verkauf vorzubereiten.

Thanakorn Komkrit, der Sekretär der Stop Gambling Foundation, äußerte sich besorgt: „Die Regierung muss die Einführung eines neuen Lotterieprodukts sorgfältig überdenken, da zahlreiche Studien belegen, dass es in der thailändischen Gesellschaft viele Lottosüchtige gibt.“

Der Bericht „Glücksspiel in der thailändischen Gesellschaft“ von 2021, veröffentlicht vom Zentrum für Glücksspielstudien an der Wirtschaftsfakultät der Chulalongkorn-Universität, ergab, dass sowohl staatliche als auch illegale und andere Lotterien süchtig machen. Millionen von Lotteriekäufern gaben zu, süchtig zu sein und nicht aufhören zu können.

Diese Süchtigen lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen:

  1. Staatliche Lotterie: Etwa 21 Prozent der Käufer, das sind 5,22 Millionen Menschen, gaben an, süchtig zu sein.
  2. Illegale Lotterie: Ungefähr 23 Prozent der Käufer – 4,48 Millionen Menschen – sind süchtig.
  3. Andere Lotterien wie Tages-, Aktien-, vietnamesische oder laotische Lotterien: Von diesen Käufern sind etwa 0,6 Prozent – 600.000 Menschen – süchtig.

Fachleute bestätigten, dass die Erwartung von Ergebnissen oder Gewinnen bei Lotteriespielen im Gehirn die Ausschüttung von Dopamin bewirkt, erklärte Khun Thanakorn. Wenn dieses Verhalten über längere Zeit fortgesetzt wird, kann das Gehirn süchtig nach Dopamin werden und die Fähigkeit zur Selbstkontrolle beeinträchtigen.

Obwohl vielen Käufern bewusst ist, dass die Gewinnchancen gering sind, entscheiden sich einige dennoch, häufiger zu spielen. Staatliche und bestimmte illegale Lotterien finden alle zwei Wochen statt, daher wenden sich viele Süchtige täglichen oder sogar stündlichen Lotterien zu, so Khun Thanakorn.

Besonders besorgniserregend ist, dass jüngere Käufer ein höheres Risiko haben, süchtig zu werden. Laut einer aktuellen Umfrage zum Spielverhalten Jugendlicher im vergangenen Jahr kaufen 900.000 Befragte im Alter von 19 bis 25 Jahren regelmäßig illegale Lotterien und weitere 900.000 spielen staatliche Lotterien, berichtete er.

Auch unter den unter 18-Jährigen kaufen 100.000 regelmäßig illegale Lotterien und 80.000 nehmen an staatlichen Lotterien teil, betonte er und warnte, dass diese Gruppen in Gefahr sind, süchtig zu werden, wenn ihr Verhalten anhält.

Khun Thanakorn betonte, dass die Regierung sich des Problems bewusst sein und es eingehend untersuchen sollte. Sie sollte nicht nur die Einnahmen steigern oder teurere Lotteriepreise festsetzen, da solche Maßnahmen auf der einen Seite Vorteile bringen können, auf der anderen Seite jedoch Schaden anrichten.

Er beabsichtigt auch, die Umfrageergebnisse und die Ansichten der Betroffenen öffentlich bekanntzumachen. „Meines Wissens nach sind viele kleine Lotteriehändler gegen die neuen L6- und N3-Lotterien“, betonte er und bezweifelte die Behauptung der Regierung, dass die Mehrheit der 14.398 Lotteriehändler den Vorschlag unterstütze, und erklärte, dass dies lediglich eine einseitige Darstellung sei.

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Marco Egloff 26.07.23 14:47
Na und
Erstens, wie manche Foristen hier immer wieder als Lehrmeister auftretend verkünden. Was geht das uns Farangs an. Lasst die Thais machen was sie wollen !!
Zweitens, es verlieren viele, abeg einige wenige verdienen sich dumm und dämlich mit der black lottery. Kenne eine, die macht pro Monat ca 1 mio gewinn. Gut ists wenn die damit die Familie versorgt. Darum weiter so!!
Manfred Guempel 25.07.23 13:50
5 Millionen Thai
Korrektur! 3 Satz nicht zu Ende 12.40 Pm.
@ Oskar Kusch: Hat in ca.5Jahren , 25 Millionen B. Schulden gemacht!
4 Rai u.Gebäude verspielt !
Manfred Guempel 25.07.23 12:40
5 Millionen Thai
@ Oskar Kusch
Da muss ich Ihnen zustimmen.Meine Nachbarin hat nur gespielt u. Lotto gemacht. Hat in ca. Gläubiger nach ihr. Abgesetzt ins Ausland.
Ihr Mann Farang vorher gestorben, hat das Drama nicht mehr erlebt.Gottseidank!
Michel Maillet 24.07.23 21:20
Ja
Meine EX war spielsüchtig. Alles mit Lügen verbunden.
Andy 24.07.23 19:20
Siamese
Wegen den 8 Millionen werden wir kein Ärger kriegen.
Andy 24.07.23 18:30
5 Millionen
Ich glaube bei einer Einwohnerzahl von 80 Millionen ist das leicht untertrieben.
Fast jeden Thai , den ich kenne, ist Lottosüchtig.
Da muss mal die Autonummer, die Mopednummer, oder Hausnummer etc. herhalten.
Und Manfred, mach dir nix draus, die Jungs meiner Frau sind jetzt 17, gehen immer noch zur Schule, sprechen kein Wort Englisch, obwohl das ein Pflichtfach ist, wahrscheinlich spricht der Lehrer auch kein Englisch,
Es sind so kleine Nesthägchen, die von der Mama unterstützt werden.
Ich halte mich da schön raus.
Manfred Guempel 24.07.23 17:30
5 Millionen Thai
Da ein sehr großer Anteil, ca. 1 Milion Jugendliche spielen um an Geld zu kommen ist für mich klar.
Die meisten wollen garnicht arbeiten und glauben damit kämen sie ans Geld.
Wenn das nicht klappt, wird die Mama zur Bar geschickt um Geld für die arbeitsunwilligen nach Hause zu schicken. Frage von mir, warum die Kinder nicht zur Arbeit zu schicken? Immer zu 90% die Antwort: Immer: Meine Kinder sind gut, gehen zur Universität!!
Auf Facebook haben alle stehen Schule: Universität!! Soviel Universitäten gibt es in Thailand garnicht!
Sollen arbeiten. nicht Lotterie spielen!

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