Französin könnte sich in Hotelquarantäne angesteckt haben

Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul. Bild Thai PBS
Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul. Bild Thai PBS

KOH SAMUI: Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul hält es für möglich, dass die Französin, die auf der Insel Samui positiv auf Covid-19 getestet wurde (DER FARANG berichtete), während ihrer Quarantäne in einem Hotel in Samut Prakan infiziert wurde.

Der Minister hatte am Freitag die Insel besucht, nachdem er vom Fall der Ausländerin erfahren hatte. Er brachte das antivirale Medikament Favipiravir zur Behandlung von mit Covid-19 infizierten Patienten mit.

Die 57-jährige Frau kam am 30. September nach ihrer Ankunft aus Frankreich in einem Hotel in Samut Prakan in Quarantäne. Sie unterzog sich während der 14-tägigen obligatorischen Quarantänezeit zwei Tests, die negative Ergebnisse brachten. Nach Abschluss der Quarantänezeit begleitete sie am 15. Oktober ihren Mann und ihren Sohn auf dem Flug nach Samui. Zwei Tage später erkrankte sie mit Fieber, Husten und Muskelschmerzen und wurde Tage später in ein Privatkrankenhaus auf der Insel eingeliefert. Zwei nachfolgende Tests bestätigten, dass sie infiziert ist.

Gesundheitsbehörden haben die Präventivmaßnahmen verschärft, indem sie von allen Ankömmlingen vom Festland, die mit der Fähre auf die Ferieninsel reisen, die Temperaturen kontrollieren. Zudem müssen sie Gesichtsmasken tragen. Ähnliche Maßnahmen wurden auch allen Besuchern von Märkten in der Stadt auferlegt.

Der Ehemann und der Sohn der 57 Jahre alten Frau sowie ein Freund, der sie vom Flughafen der Insel abholte, wurden zur Beobachtung unter Quarantäne gestellt. 42 weitere Personen, die als „wenig gefährdet" gelten, wurden ebenfalls isoliert.

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aurel aurelis 25.10.20 19:07
Prüfen was mir hilft, andere Zweifel überflüssig!
Es sind vorwiegend wenig jüngere Menschen als ich (81), die da über die Nützlichkeit diverser Maßnahmen vor Ort zweifeln. Ich meine am nützlichsten sind alle Maßnahmen, die ich bei mir selber treffe, egal ob in Thailand oder DACH. Mit meiner Thaifrau (50), einer Tochter (25) und unserem Sohn (6) leben wir im Allgäu. Ringsum ist alles rotes “Gebiet“. Wir gehen nur in den Supermarkt und zu wenigen zuverlässigen Freunden. Meine Frau arbeitete 8 Jahre als Mas-seurin in namhaften Kurorten in CZ. Sie lebten in WG’s mit 4 oder 5 Thaifrauen in Karlsbad, Brünn, Spindelmühle, usw. wie auf einer Insel, 5 Tage arbeiten und 2 Tage für die WG einkau-fen und kochen. Sie ist gewohnt, außer in ihrer Praxis nicht viele Leute zu treffen. Unser Sohn ist ganztags in der Schule. Er hat da genug kontrollierte Kontakte. An ruhigen Tagen gehen wir mal 3 – 4 Stunden ins nahe liegende Thermalbad. Alles andere wird auf nachher verschoben. Am schlimmsten finden wir, dass im Land die unterschiedlichsten Vorschriften gelten und die Leute sie deswegen so langsam anzweifeln. Wir wären froh in einem Land zu leben, in dem Maßnahmen konsequent durchgeführt werden.
Ingo Kerp 25.10.20 12:52
Wenn es zutreffend sein sollte, was in der Headline steht, dann muß man sich fragen, was ist noch zu tun, um Covid zu entgehen? Wie hygienisch und desinfiziert sind denn die Quarantäne-Stationen, -Hotels etc.? Es will so scheinen, als wenn es nirgendwo einen Schutz gibt.
Thomas 25.10.20 05:50
Quelle: Bangkok Post
Einblicke in die Strenge der Quarantäne gibt ein Artikel aus der Bangkok Post (https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2007671/covid-traces-located-in-samut-prakan), nachdem der Virus auf einer Fitnessmaschine im Gymnastikraum im Hotel gefunden wurde. - Geht also doch Richtung "Flurparty", also Menschen, die ich eigentlich dauerhaft im Hotelzimmer vermutete, sind offensichtlich nicht immer dort. Wenn auch nicht nachgewiesen zur selben Zeit, ist wohl das Hygienekonzept und Desinfektion nicht so wie erwartet. - Immerhin sind angeblich 100 Personen aus dem Umfeld getestet worden und nicht betroffen. Puhhh - Ich hoffe, das gibt da intern Ärger und Verbesserungen.
TheO Swisshai 24.10.20 21:07
@Jürgen Franke / Gut zu wissen
Eine intelligente und wichtige Feststellung, vor allem für Leute mit Vorerkrankung. Was würden wir ohne Sie nur machen?
Thomas 24.10.20 18:49
Völlig undurchsichtige Informationen
War die Frau alleine in der Quarantäne und traf erst danach Ihre Familie zur Weiterreise? - Wegen der Fehlerquote des Tests wäre evtl. ein Doppeltest für die in Quarantäne ratsam (doppelt positiv = Infiziert), und bei einen erfolgtem Positiv Test direkt ein 2. der das bestätigen sollte. - Nach Webseite Quarks ist Fehlerrate bis 6% denkbar, also bei 100 Personen haben 6 ein falsches Ergebnis mit entweder falsch Infiziert oder falsch nicht Infiziert ? - Bei derart wenigen Personen in Quarantäne und bisher Positiv wäre das wohl machbar ohne die Labors zu sprengen. = Positive sofort erneut testen und Quarantäneende direkt doppelt ? - Das in Thailand eine unentdeckte Infektion umgeht ist unwahrscheinlich, da automatisch bei weiterer Verbreitung mehr Fälle von Erkrankung (Symptome) offensichtlich würden. - Sonst sehe ich am Ende das Problem in der Quarantäne: Zimmerreinigung und Bettwechsel, Essensverteilung, Lieferservices wie Pizza ? Lüftungsanlage, ... heimliche Flurpartys ? - Sonst gibt es meiner Meinung nach da keine Lücken.