Fluggesellschaften geht das Geld aus

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die Billigairline Thai AirAsia sieht durch den erneuten Lockdown ihren finanziellen Status gefährdet. Die thailändische Luftfahrtindustrie hat seit über einem Jahr ohne staatliche Unterstützung zu kämpfen.

Laut Tassapon Bijleveld, geschäftsführender Vorsitzender von Asia Aviation (AAV), dem größten Anteilseigner von Thai AirAsia (TAA), befindet sich die Liquidität seiner Airline in einem kritischen Stadium. Das Unternehmen müsse einen Notkredit aufnehmen, um die Gehälter in diesem Monat zu bezahlen. Das Unternehmen bereitet eine Unternehmensrestrukturierung vor, bei der neue Investoren einen Kredit in Höhe von 3,5 Milliarden Baht einbringen sollen. Doch noch sind weitere Gespräche mit den zuständigen Behörden erforderlich.

Thai AirAsia war die erste lokale Airline, die nach der Ankündigung des teilweisen Lockdowns am 12. Juli alle Inlandsflüge einstellte. „Wir haben alle Flüge gestoppt, da die Nachfrage mit nur 30 bis 50 Passagieren pro Flug gering war", betonte Tassapon.

Die Regierung habe nie auf die Forderungen der thailändischen Fluggesellschaften nach zinsgünstigen Krediten geantwortet. Das Verbot von nächtlichen Inlandsflügen habe die Situation jetzt noch verschlimmert. Sieben Fluggesellschaften, die in der Airlines Association of Thailand (AAT) zusammengeschlossen seien, wollten jetzt die Regierung auffordern, sich mit den Auswirkungen des Lockdowns auf die Luftfahrtindustrie zu befassen, fügte Tassapon hinzu. Laut AAT haben die sieben Fluggesellschaften eine Gesamtbelegschaft von mehr als 15.000 Mitarbeitern.

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Ingo Kerp 21.07.21 13:30
Nachdem der Kauf der chines. U-Boote zurückgesteltt wurde, sind ja einige Mrd THB frei, um notleidenden Menschen, Firmen, Organisationen und was auch immer Geld benoetigt, zu helfen.