BANGKOK: ExxonMobil will seine Zwei-Drittel-Beteiligung an Esso Thailand an das thailändische Energieunternehmen Bangchak Corporation verkaufen. Das Geschäft wird mit rund 20,1 Mrd. Baht (603 Mio. US$) bewertet.
Die Bangchak-Aktien schlossen mit einem Plus von 9 Prozent, während die Aktien von Esso Thailand, die am Mittwoch bei 11,2 Baht schlossen, um 17 Prozent fielen, nachdem die Unternehmen dies in getrennten Erklärungen bekanntgegeben hatten.
Die Aktien von ExxonMobil stiegen um etwa 1 Prozent.
Der Vorstandsvorsitzende von Bangchak, Chaiwat Kovavisarach, sagte auf einer Pressekonferenz, dass der endgültige Preis „auf den letzten Quartalsergebnissen von Esso Thailand basieren wird, nachdem die Bedingungen festgelegt wurden“.
Bangchak sagte in einer Erklärung, dass das Unternehmen die Aktien von Esso Thailand zu einem indikativen Preis von 8,84 Baht pro Aktie kaufen würde, was den Unternehmenswert des Unternehmens – der auch Schulden und Barmittel umfasst – auf 55,5 Milliarden Baht basierend auf den Ergebnissen des dritten Quartals beziffert.
Khun Chaiwat kündigte an: „Es wird Synergien und Kosteneinsparungen von 1,5 bis 2 Milliarden Baht pro Jahr geben.“
Der Verkauf umfasst die Sriracha-Ölraffinerie, ausgewählte Vertriebsterminals und ein Netz von Tankstellen unter der Marke Esso, die später in Bangchak umbenannt werden sollen.
ExxonMobil kündigte an, den thailändischen Markt weiterhin mit Markenschmierstoffen und chemischen Produkten über ein neu zu gründendes Unternehmen zu beliefern, während es seine Investitionen auf globale Produktionsanlagen konzentriert.
Bangchak erklärte, dass es zunächst den Anteil von ExxonMobil in Höhe von 65,99 Prozent übernehmen und anschließend ein Übernahmeangebot für die restlichen Aktien, die hauptsächlich von institutionellen Fonds gehalten werden, zum gleichen Preis unterbreiten werde.
Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Hälfte des Jahres 2023 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Bangchak teilte außerdem mit, dass die Transaktion durch Barmittel und Bankdarlehen finanziert wird und eine zusätzliche Raffineriekapazität von 174.000 Barrel pro Tag sowie 700 Tankstellen mit sich bringen wird.
Der Vizepräsident für Finanzen von Bangchak, Phatpuree Chinkulkitnivat, sagte: „Der Verschuldungsgrad wird nach der Transaktion das Zweifache nicht überschreiten.“
Doch wohin geht Exxon ? Waren es vor 10-20 Jahren Investitionen in Fracking und Gas weiss man wohl derzeit nicht, wohin mit den eingenommenen Milliarden.
Der weit in die Zukunft blickende, langjährige Vorstandsvorsitzende Rex Tillerson wurde von Trump als kurzzeitiger Aussenminister verbrannt.
Quo Vadis Exxon ?