BANGKOK: Die Kraftstoffpreise in Thailand sind zum Dienstag (31. März 2026) deutlich gestiegen. Hintergrund ist eine kurzfristig am späten Montagabend (30. März 2026) getroffene Entscheidung des Oil Fuel Fund Management Committee (OFMC). In der Folge hoben große Anbieter wie PTT Oil and Retail Business Plc (OR) und Bangchak Corporation Plc ihre Verkaufspreise an. Benzin- und Gasoholpreise wurden um jeweils 1 Baht pro Liter erhöht, während der Dieselpreis um 1,80 Baht pro Liter anzog.
Damit überschritt der Standard-Dieselpreis in Bangkok erstmals seit längerer Zeit wieder die Marke von 40 Baht pro Liter und liegt nun bei 40,74 Baht, nach zuvor 38,94 Baht. Auch die übrigen Kraftstoffpreise wurden entsprechend angepasst. So kostet Benzin nun 50,64 Baht pro Liter, Gasohol 95 liegt bei 42,05 Baht und Gasohol E20 bei 37,05 Baht. Premiumprodukte erreichen teils deutlich höhere Werte.
Starker Anstieg bei globalen Ölpreisen
Auslöser der Anpassung ist ein starker Anstieg der globalen Ölpreise. Insbesondere die Preise für Diesel (Gasöl) kletterten zuletzt auf rund 238 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie vor Beginn der aktuellen geopolitischen Spannungen noch bei etwa 92 bis 95 US-Dollar gelegen hatten. Trotz einer erhöhten staatlichen Subvention konnte der Preisanstieg auf Verbraucherebene daher nicht vollständig abgefedert werden.
Das OFMC hatte im Zuge seiner Sitzung beschlossen, die Ausgleichszahlungen aus dem Oil Fuel Fund für Diesel um 2,09 Baht pro Liter auf insgesamt 18,76 Baht zu erhöhen. Dennoch mussten die Endverbraucherpreise angehoben werden. Die Entscheidung fiel nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Montagabend (30. März 2026) zwischen 19.00 und 20.00 Uhr.
Fondsdefizit wächst durch höhere Kosten
Die verstärkte Unterstützung für Diesel belastet den staatlichen Fonds zusätzlich erheblich. Die täglichen Ausgaben stiegen um rund 170 Millionen Baht auf nunmehr etwa 1,505 Milliarden Baht. Zuvor lagen sie bei rund 1,335 Milliarden Baht pro Tag. Gleichzeitig bleibt der Fonds tief im Defizit: Zum 29. März 2026 belief sich das Minus auf insgesamt 42,148 Milliarden Baht, darunter 4,833 Milliarden Baht im Ölsegment und 37,315 Milliarden Baht im LPG-Bereich.
Die jüngste Entwicklung verdeutlicht den zunehmenden Druck auf das thailändische Energiesystem. Angesichts der anhaltenden Volatilität auf den internationalen Ölmärkten rechnen Behörden damit, dass weitere Preisanpassungen nicht ausgeschlossen werden können.