«Westerdam»-Passagiere warten auf Heimreise

Foto: epa/Kith Serey
Foto: epa/Kith Serey

PHNOM PENH (dpa) - Erst waren sie auf dem Kreuzfahrtschiff «Westerdam» in Kambodscha gestrandet - jetzt müssen einige der Passagiere in Hotels auf ihre Weiterreise warten - darunter auch Deutsche.

Man habe ihnen bereits am Sonntag mündlich mitgeteilt, dass ihre Tests auf das Coronavirus negativ gewesen seien, sagten Stefan Habel (35) und Alexandra Dorschu (34) der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in ihrem Hotel in Phnom Penh. Dennoch warteten sie noch auf ihr offizielles Gesundheitszertifikat der örtlichen Behörden. «Ich denke, es war kein wirklicher Urlaub», sagte Dorschu. Habel beschrieb seine Erlebnisse unterdessen als «interessante Erfahrung.»

Die beiden Hochschullehrer aus dem nordrhein-westfälischen Dorsten hatten das Schiff bereits am Samstag verlassen und waren in dem Hotel in der Hauptstadt untergebracht worden. Sie zeigten der dpa Notizen des Gesundheitsministeriums, die man unter ihrer Zimmertür durchgeschoben habe. Darauf bittet das Ministerium Passagiere der «Westerdam», bis zum Erhalt der Testergebnisse in ihren Zimmern zu bleiben. An diese Bitte hätten sie sich gehalten, sagte Dorschu. Doch eines treibe sie weiter um, fügte sie hinzu: «Meine größte Sorge ist, wie wir jemals diesen Ort verlassen sollen, wenn uns alle Fluggesellschaften abweisen.»

Ähnlich ging es auch dem in Spanien lebenden deutschen Rentner Reinhold Stern (69). «Gestern hatten wir noch ein gutes Gefühl, dass wir heute abreisen könnten», sagte er der dpa. Das sei nun vorbei, da es Passagieren der «Westerdam» nicht erlaubt sei, ein Flugzeug zu besteigen. Mit einem Charterflug nach Europa rechne er vorerst nicht, sagte er weiter. «Wir stehen alle auf der Schwarzen Liste», so der Rentner.

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