Ausländischer Landbesitz: Vorschlag zurückgezogen

Foto: Jahner
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BANGKOK: Es bleibt ein heißes Eisen in Thailand – der Landbesitz für Ausländer, der seit Jahrzehnten immer wieder heißblütig diskutiert wurde, aber bis heute verboten ist. Daran wird sich wohl auch in naher Zukunft nichts ändern, nachdem die Regierung den jüngsten Richtlinienentwurf, der wohlhabenden Ausländern den Erwerb von Grundstücken ermöglichen sollte, am Montag zurückgezogen hat. Weil innerhalb der Bevölkerung der Aufschrei immer größer wurde und eine neue Welle des Nationalstolzes ausgelöst hat, will die Regierung nun erst die öffentliche Meinung einholen, so ein Regierungssprecher.

Innenminister Anupong Paochinda unterzeichnete eine Anordnung, mit der die Zustimmung des Kabinetts zu dieser Regelung widerrufen wurde.

Nach der öffentlichen Anhörung werden die zuständigen Behörden die Meinung der Öffentlichkeit einholen, bevor sie dem Kabinett eine neue Regelung vorschlagen, hieß es in der Regierungserklärung.

Das Innenministerium hatte den Richtlinienentwurf am Freitag (4. November 2022) an das Kabinettssekretariat gesandt. Es wird erwartet, dass das Kabinettssekretariat die Prüfung des Richtlinienentwurfs als besonderen Tagesordnungspunkt in die nächste Kabinettssitzung aufnehmen wird.

Das Kabinett hatte am 25. Oktober 2022 beschlossen, Ausländern den Erwerb von Häusern und bis zu einem Rai Land zu ermöglichen, sofern sie mindestens 40 Millionen Baht im Land investieren.

Mit dem Vorschlag wollte das Innenministerium ausländische Investitionen anziehen und Ausländer mit besonderen Fachkenntnissen nach Thailand holen. Das Kabinett verbrachte jedoch Monate für die Abwägung des Vorschlags und die Anhörung der Stellungnahmen mehrerer betroffener Behörden.

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