KRABI: Ein Forscherteam des dritten Zentrums für Meeresnationalparkstudien und -forschung in Trang hat bei einer aktuellen Erhebung in der Maya Bay des Nationalparks Hat Noppharat Thara – Mu Ko Phi Phi in der Provinz Krabi insgesamt 158 Schwarzspitzen-Riffhaie (Carcharhinus melanopterus) gezählt. Die Entdeckung gilt als erfreuliches Zeichen für die Gesundheit des marinen Ökosystems in dieser Region.
Die Untersuchung wurde vom 2. bis 8. Juli 2025 im Rahmen des sogenannten „Shark Watch Project“ durchgeführt, das sich mit der Erfassung der Populationsgröße und des natürlichen Verhaltens dieser Haiart befasst. Zum Einsatz kamen dabei zwei moderne Technologien: unbemannte Drohnen zur Erhebung von Luftbildern sowie BRUVs (Baited Remote Underwater Video), mit Ködern ausgestattete Unterwasserkameras, zur Verhaltensbeobachtung. Der höchste dokumentierte Wert wurde am Morgen des 3. Juli 2025 erreicht, als das Team 158 Tiere gleichzeitig sichtete – die bislang größte Zahl innerhalb des Projekts.
Riffhaie als Gradmesser der Meeresnatur

Die Sichtung einer derart großen Gruppe von Schwarzspitzen-Riffhaien wird als Indikator für ein intaktes marines Gleichgewicht gewertet. Die Maya Bay biete demnach weiterhin einen geeigneten Lebensraum für diese Raubfische, die eine Schlüsselrolle im ökologischen Gefüge unter Wasser spielen. Sie tragen wesentlich zur Stabilität der Nahrungskette bei und gelten daher als wichtige Indikatoren für den Zustand des Ökosystems.
Wissen als Basis für Schutz und Tourismus

Die gesammelten Daten sollen nun weiter analysiert werden, um ein besseres Verständnis über das Verhalten und die Lebensweise der Schwarzspitzen-Riffhaie in diesem Gebiet zu gewinnen. Die Erkenntnisse sollen als wissenschaftliche Grundlage für langfristige Schutzmaßnahmen und eine nachhaltige Verwaltung des Nationalparks dienen. Zudem könnten sie zur Förderung eines ökologisch verträglichen Tourismus beitragen.
Schutzmaßnahmen zeigen erste Erfolge

Die Maya Bay, die in den vergangenen Jahren wegen ökologischer Schäden zeitweise für Besucher gesperrt und umfassend ökologisch wiederhergestellt wurde, gerät damit erneut in den Blickpunkt – diesmal jedoch mit positiven Nachrichten, die den Erfolg der bisherigen Schutzbemühungen unterstreichen. Weitere Informationen und Forschungsergebnisse stellt das Zentrum in Trang im Rahmen des „Shark Watch Project“ zur Verfügung.