Wildschutzgebiet nach Bränden geschlossen

Foto: The Nation
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KANCHANABURI: Das Salak-Phra-Wildschutzgebiet in der Provinz Kanchanaburi verzeichnet die höchste Anzahl an Waldbränden unter allen Schutzgebieten Thailands. In den vergangenen Monaten wurden dort 839 Brandherde festgestellt – ein Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies verdeutlicht das anhaltende Problem mangelnder Kooperation seitens der lokalen Bevölkerung bei der Verhinderung von Waldbränden.

Das Wildschutzgebiet erstreckt sich über die Bezirke Muang Kanchanaburi, Si Sawat, Bo Phloi und Nong Prue und wurde am 31. Dezember 1965 als erstes Wildschutzgebiet Thailands eingerichtet. Mit einer Fläche von rund 858,55 Quadratkilometern (etwa 536.594 Rai) dient es als Rückzugsort für zahlreiche Tierarten und zum Schutz wertvoller Naturressourcen.

Angesichts der anhaltenden Brandgefahr und der damit verbundenen Schäden hat Atthaphon Charoenchansa, Generaldirektor des Ministeriums für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz, eine dauerhafte Schließung des Schutzgebiets angeordnet. Jeglicher Zugang sowie das Sammeln von Waldprodukten in jeglicher Form sind untersagt, um langfristige Wiederaufforstungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Im laufenden Haushaltsjahr 2025 wurden bereits 39 Fälle im Zusammenhang mit Waldbränden registriert. Zehn Verdächtige wurden festgenommen, und mehr als 2.182 Rai (348 Hektar) Waldfläche sind zerstört worden. Atthaphon warnte eindringlich vor den rechtlichen Konsequenzen illegaler Brandrodung, die maßgeblich zur Luftverschmutzung durch Rauch und Smog beiträgt. Er betonte, dass die Regierung unter Leitung von Umweltminister Chalermchai Sri-on entschieden gegen Brandstiftung vorgehen werde.

Laut dem Nationalparkgesetz von 2019 drohen Tätern Haftstrafen von vier bis 20 Jahren sowie Geldstrafen zwischen 400.000 und 2 Millionen Baht. Zudem können zusätzliche Anklagen gemäß dem Gesetz über Nationalwaldreservate und anderen relevanten Vorschriften erhoben werden. Darüber hinaus werden Verursacher finanziell für die entstandenen Schäden haftbar gemacht, wobei pro zerstörtem Rai eine Entschädigung von 120.000 Baht fällig wird. Diese Mittel sollen der Wiederherstellung der betroffenen Waldgebiete und Ökosysteme dienen.

Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen der Brände auf die Tierwelt. Der Verlust von Lebensräumen zwingt Wildtiere, insbesondere Elefanten, dazu, ihre natürlichen Rückzugsorte zu verlassen und auf der Suche nach Nahrung in bewohnte Gebiete vorzudringen. Die Behörden betonen daher die Dringlichkeit der Wiederherstellung der betroffenen Waldflächen.

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