BANGKOK: Das Meteorologische Amt hat am Montag eine neue Unwetterwarnung für 34 Provinzen herausgegeben. Besonders betroffen sind die Zentralregion sowie Teile des Nordens, Ostens und Südens. In Bangkok und Umgebung soll es in rund 70 Prozent der Gebiete kräftig regnen. Bewohner werden zur Vorsicht vor Überschwemmungen und Sturzfluten aufgerufen.
Der thailändische Wetterdienst warnte am Montagmorgen (3. November) vor anhaltend starken Regenfällen in großen Teilen des Landes. Ursache ist eine aktive Monsunrinne, die über Zentral- und Ostthailand verläuft und mit einem Tiefdruckgebiet über dem südlichen Vietnam verbunden ist. Laut der Zeitung *Khaosod* sind vor allem die Provinzen Tak, Kamphaeng Phet, Nakhon Sawan, Uthai Thani, Chainat, Kanchanaburi, Ratchaburi, Suphanburi, Nakhon Pathom und Phetchaburi betroffen.
Im Norden bleibt das Wetter kühl mit Gewittern in etwa 60 Prozent der Gebiete, darunter Mae Hong Son, Tak, Sukhothai und Kamphaeng Phet. Die Temperaturen liegen morgens zwischen 21 und 24 Grad, auf Berggipfeln teilweise unter 15 Grad. Im Nordosten werden in rund 40 Prozent der Provinzen Schauer erwartet, vor allem in Mukdahan, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima und Ubon Ratchathani.
Zentralregion und Osten unter Wassergefahr
In der Zentralregion rechnet das Meteorologische Amt mit Niederschlägen in 70 Prozent der Gebiete, darunter Ayutthaya, Kanchanaburi, Ratchaburi, Suphanburi, Nakhon Pathom, Samut Sakhon und Samut Songkhram. Besonders gefährdet sind niedrig gelegene Stadtteile in Bangkok wie Lat Krabang, Bang Na und Ratchada, wo es zeitweise zu Überflutungen kommen kann.
Auch in den östlichen Provinzen Chachoengsao, Chonburi, Rayong, Chanthaburi und Trat wird mit starkem Regen gerechnet. Der Wellengang in der Region erreicht bei Gewittern bis zu zwei Meter. Fischer und Bootsführer wurden aufgefordert, auf See vorsichtig zu sein und Gewitterzonen zu meiden.
Unwetter auch im Süden
An beiden Küsten des Südens – der Andamanensee und dem Golf von Thailand – herrscht weiterhin mäßiger Wellengang mit Wellenhöhen zwischen einem und zwei Metern, bei Gewittern höher. Besonders in Prachuap Khiri Khan, Ranong, Phang Nga und Phetchaburi sind lokale Überschwemmungen möglich.
Das Meteorologische Amt ruft Landwirte dazu auf, Vorkehrungen zum Schutz ihrer Ernte zu treffen, und warnt Anwohner vor möglichen Schäden durch Sturzfluten und Erdrutsche. Autofahrer sollen in überfluteten Gebieten besonders vorsichtig sein.
Regen bleibt bis Mitte der Woche
Meteorologen erwarten, dass die instabile Wetterlage durch die Monsunrinne noch bis Mitte der Woche anhält. Erst wenn kühlere Luftmassen aus China einfließen, dürfte sich die Lage allmählich entspannen. Bis dahin bleibt es in vielen Landesteilen regnerisch mit Gefahr lokaler Überschwemmungen.