Wetteramt warnt vor Sommerstürmen

Gewitter und starke Winde in 43 Provinzen Thailands

Gewitterwolken und starke Windböen können in weiten Teilen Thailands sommerliche Unwetter auslösen. Archivbild: Daniel Mizrahi/Unsplash
Gewitterwolken und starke Windböen können in weiten Teilen Thailands sommerliche Unwetter auslösen. Archivbild: Daniel Mizrahi/Unsplash

BANGKOK: Das Thailändische Meteorologische Amt (TMD) hat vor sommerlichen Unwettern in weiten Teilen des Landes gewarnt. Nach der aktuellen Wetterprognose für Freitag (6. März 2026) werden in insgesamt 43 Provinzen Gewitter und starke Windböen erwartet.

Die Stürme könnten rund 20 Prozent der jeweiligen Regionen betreffen. Behörden warnen insbesondere vor Blitzschlag sowie vor Gefahren durch instabile Werbetafeln oder andere lose Konstruktionen.

Kaltluft aus China trifft auf Hitze

Betroffen ist vor allem der Norden, wo sogenannte Sommerstürme auftreten können. Diese gehen typischerweise mit Gewittern, starken Windböen und örtlich auch mit Blitzschlägen einher. Ursache ist ein Hochdruckgebiet beziehungsweise eine Kaltluftmasse aus China, die derzeit den östlichen Teil des Nordostens sowie das Südchinesische Meer beeinflusst. Dadurch strömt feuchte Luft aus dem Südchinesischen Meer und dem Golf von Thailand nach Nordthailand. Gleichzeitig herrscht in vielen Regionen bereits heißes Wetter, während sich eine westliche Wetterstörung aus Myanmar über dem oberen Norden ausbreitet.

Die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wurde aufgefordert, während der Gewitter offene Flächen, große Bäume, Gebäude mit unsicherer Konstruktion sowie große Werbetafeln zu meiden. Landwirten wird empfohlen, Obstbäume zu sichern und Vorsorge gegen mögliche Schäden an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Nutztieren zu treffen.

Mehr Regen und Wind im Süden

Im Süden des Landes wird unterdessen mit zunehmenden Niederschlägen und teils kräftigen Winden gerechnet. Verantwortlich dafür sind verstärkte östliche und südöstliche Winde über dem Golf von Thailand und den südlichen Landesteilen, während gleichzeitig westliche Winde über die Andamanensee ziehen. In beiden Meeresgebieten werden Wellen von etwa einem Meter erwartet, die in Gewitterzonen auf mehr als zwei Meter ansteigen können.

Bootsführer im Golf von Thailand und in der Andamanensee wurden deshalb aufgefordert, Gebiete mit Gewittern zu meiden.

Schwache Winde erhöhen Feinstaub

Darüber hinaus kommt es in mehreren Regionen zu erhöhter Feinstaub- und Dunstbelastung. Im Norden, in der Zentralebene einschließlich Bangkok sowie im Osten werden derzeit mäßige bis relativ hohe Werte gemessen. Als Ursache gilt eine schwache bis mäßige Luftzirkulation, die den Abtransport von Staubpartikeln erschwert.

  • Nach Angaben der Meteorologen sind im Norden Gewitter vor allem in den Provinzen Mae Hong Son, Chiang Mai, Lamphun, Sukhothai, Tak, Kamphaeng Phet und Phetchabun möglich.
  • Auch im Nordosten, unter anderem in Loei, Chaiyaphum, Nakhon Ratchasima, Buriram, Surin, Sisaket und Ubon Ratchathani, werden Gewitter und örtlich starke Winde erwartet.
  • In der Zentralebene können unter anderem die Provinzen Nakhon Sawan, Uthai Thani, Suphan Buri, Kanchanaburi, Ratchaburi, Nakhon Pathom, Samut Sakhon und Samut Songkhram betroffen sein.
  • Im Osten gelten entsprechende Warnungen für Nakhon Nayok, Chachoengsao, Chonburi und Rayong.
  • Für Bangkok und das Umland wird ebenfalls eine etwa 20-prozentige Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit vereinzelten starken Windböen angegeben. Die Temperaturen in der Hauptstadtregion sollen zwischen 23 und 26 Grad Celsius in der Nacht und bis zu 35 Grad am Tag erreichen.
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