Waldbrände bei Tschernobyl

​Keine Gefahr für Deutschland erwartet

Foto: epa/YAROSLAV YEMELIANENKO
Foto: epa/YAROSLAV YEMELIANENKO

BERLIN/TSCHERNOBYL: Von den Bränden in radioaktiv verstrahlten Wäldern um das havarierte Kernkraftwerk Tschernobyl geht nach Einschätzung der Bundesregierung keine Strahlungsgefahr für Deutschland aus.

Zu radiologischen Konsequenzen für Deutschland als Folge von Bränden des radioaktiv belasteten Laubs sei es bisher nicht gekommen «und dies wird auch in diesem Fall nicht erwartet», sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Bei Waldbränden 2015 und 2017 sei es nach Kenntnis des Ministeriums auch in Weißrussland, der Ukraine und benachbarten Gebieten in Russland zu keiner Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch freigesetzte radioaktive Stoffe gekommen.

Die Brände in der Ukraine waren am vergangenen Samstag ausgebrochen und sind weiter nicht unter Kontrolle. Die Strahlungswerte für die angrenzenden besiedelten Gebiete seien innerhalb der Norm, versicherte der Katastrophenschutz am Mittwoch in Kiew. Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Seit mehreren Jahren ist das Gebiet für geführte Touristen zugänglich.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.