Syrien hofft auf Neuanfang

​USA heben Sanktionen komplett auf 

Ein Straßenhändler verkauft Benzin und Diesel in Damaskus, der Alltag nach dem Sturz des Assad-Regimes bleibt improvisiert..?. Foto: epa/Giuseppe Lami
Ein Straßenhändler verkauft Benzin und Diesel in Damaskus, der Alltag nach dem Sturz des Assad-Regimes bleibt improvisiert..?. Foto: epa/Giuseppe Lami

DAMASKUS: Ein Jahr nach dem Sturz von Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad fallen nun auch endgültig harte US-Wirtschaftssanktionen gegen das Land. Syrien sieht einen weiteren Wendepunkt in seiner Geschichte.

Nach der vollständigen Aufhebung harter US-Wirtschaftssanktionen gegen Syrien sieht Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa einen Wendepunkt für das Land. Nach Jahren der Not unter der Herrschaft von Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad erlebe Syrien den ersten Tag ohne Sanktionen, sagte er am Freitagabend, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Der sogenannte «Caesar Act» wurde 2019 mit dem Ziel verhängt, die damalige Assad-Regierung wegen des brutalen Vorgehens im Bürgerkrieg zu schwächen. Es waren vor allem Wirtschaftssanktionen. «Die Ära des Schmerzes» sei nun vorbei, und «die Ära des Wiederaufbaus» habe begonnen, sagte al-Scharaa.

Hoffnung auf Investitionen und Wirtschaftsaufschwung

Assad wurde Ende 2024 gestürzt. Interimspräsident al-Scharaa bemüht sich seitdem, Syrien nach Jahren der Isolation wieder an die internationale Staatengemeinschaft anzuschließen. Die EU und die USA haben im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Sanktionen gegen das Land aufgehoben. Auch der «Caesar Act» wurde zum Teil ausgesetzt. Nun folgte die endgültige Aufhebung.

Die dauerhafte Aufhebung der Sanktionen gilt als entscheidend für Syriens wirtschaftliche Erholung. Bisher wurden durch das Sanktionsgesetz internationale Investitionen, Wiederaufbauprojekte und Handelsgeschäfte stark erschwert. Al-Scharaa bemüht sich seit Monaten um die komplette Aufhebung.

Mit dem Wegfall hofft Syrien auf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Investitionen ausländischer Firmen und regionaler Staaten in Infrastruktur, Energieversorgung oder Gesundheitswesen könnten auch neue Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit bringen.

US-Präsident Donald Trump hatte al-Scharaa im November im Weißen Haus empfangen und erklärt: «Wir wollen, dass Syrien ein sehr erfolgreiches Land wird. Und ich glaube, dieser Anführer kann das schaffen.»

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