Grenzübergang nach Syrien geöffnet

Prokurdische Demonstranten marschieren in der türkischen Grenzstadt Nusaybin in Richtung der syrischen Stadt Qamishli. Foto: EPA/Metin Yoksu
Prokurdische Demonstranten marschieren in der türkischen Grenzstadt Nusaybin in Richtung der syrischen Stadt Qamishli. Foto: EPA/Metin Yoksu

SANLIURFA: Nach zwölf Jahren öffnet die Türkei ihren Grenzübergang für Zivilisten nach Syrien. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder wachsen wieder.

Nach zwölf Jahren hat die Türkei einen ihrer Grenzübergänge nach Syrien wieder für den zivilen Reiseverkehr geöffnet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, ist die Aus- und Einreise mit einem Reisepass nun über den Checkpoint Akcakale in der südöstlichen Provinz Sanliurfa wieder möglich.

Der Grenzübergang war 2014 aufgrund des damaligen Bürgerkriegs in Syrien für den zivilen Verkehr geschlossen worden. Seither sei der Grenzübergang nur für humanitäre Hilfslieferungen geöffnet gewesen, zitiert Anadolu den Bürgermeister von Akcakale, Abdülhakim Ayhan, von der Regierungspartei AKP. «Aus Rücksicht auf die Sicherheit ihrer Bürger» habe die Türkei die Grenze geschlossen gehalten, nun seien «die notwendigen Sicherheitsbedingungen geschaffen worden», sagte Ayhan bei der Wiedereröffnung. 2019 war Akcakale der Ausgangspunkt der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien.

Wachsende wirtschaftliche Beziehungen

Auf der syrischen Seite befindet sich die Stadt Tall Abjad, die zur Zeit von der syrischen Übergangsregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa regiert wird. Nach dem Sturz des früheren syrischen Machthabers Baschar al-Assad Ende 2024 haben Syrien und die Türkei ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Wirtschaftlich verzeichnen beide Länder seit dem Machtwechsel in Syrien wieder engere Kontakte; laut Anadolu beliefen sich die türkischen Exporte nach Syrien im Jahr 2025 auf mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien waren seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 tiefgreifend belastet. Ankara brach 2012 die diplomatischen Beziehungen zur syrischen Regierung ab und öffnete seine Botschaft in Damaskus nach dem Sturz al-Assads wieder.

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