Unglückshöhle soll Touristenattraktion werden

Rettungskräfte in der Tham-Luang-Khun-Nam-Nang-Non-Höhle. Foto: epa/Pongmanat Tasiri
Rettungskräfte in der Tham-Luang-Khun-Nam-Nang-Non-Höhle. Foto: epa/Pongmanat Tasiri

CHIANG RAI (dpa) - Die einer Höhle eingeschlossene Fußballmannschaft ist noch lange nicht gerettet, da schmieden die Behörden schon Pläne für den Unglücksort. Die Tham-Luang-Khun-Nam-Nang-Non-Höhle könnte zur Touristenattraktion werden, sagte Narongsak Osotthanakorn, Provinzgouverneur von Chiang Rai und Leiter der Rettungsmission, am Mittwoch.

«Jetzt, wo die Kinder gefunden sind, können wir etwas entspannen und andere Pläne in Betracht ziehen», sagte er. Zuvor hatte die Chefin der Tourismusbehörde von Chiang Rai gesagt, die Höhle sei durch die Rettungsaktion für in- und ausländische Besucher interessant geworden.

Mit einer Ausdehnung von etwa zehn Kilometern zählt die Höhle an der Grenze zu Myanmar zu einer der längsten des Landes. Wegen ihrer schwer zugänglichen Lage ist sie jedoch wenig erforscht und wird vor allem von Einheimischen aufgesucht.

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Leserkommentare

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Peter Maerz 04.07.18 14:50
Ethik und Moral ... ??
.. Unbekannt ! Sehr bitterer Beigeschmack : " ... Thailaender denken vorausschauend ..." nein , Geldgier ohne Grenzen. Wahrscheinlich gibt es schon einen Paechter aus den hoeheren Etagen . Warum sollte man aus dem Elend anderer Menschen auch auf Profit verzichten .. Gestern habe ich mich gefreut , heute koennte ich kotzen !!!
Thorsten Haupt 04.07.18 14:49
Aus Schaden wird man klug
Wenn man bedenkt was für eine gewaltige logistische Aktion dort vollbracht wurde, so das selbst Zufahrten geschaffen wurden und ... Das kann nun genuzt werden für den eventuell kommenden touristischen Ansturm einer "gute Geister-Wunder-Höhle"
R. Müller 04.07.18 14:45
Völlig daneben
Zu diesem Zeitpunkt solche Pläne zu veröffentlichen ist einfach nur widerlich. Die Kids haben nur mit viel Glück und einem nie dagewesenen Aufwand für eine Rettung überlebt. Die eigentliche Rettungsaktion steht noch bevor und schon beginnt man darüber nachzudenken wie man aus diesem Unglück Profit schlagen kann. Dies hat einen mehr als bitteren Beigeschmack..
Jürgen Franke 04.07.18 14:44
Das war vorauszusehen und ist auch
nachvollziehbar, wenn diese Höhlen mit ausgesuchten Führern besucht werden können, ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Ansonsten gehören sie versperrt.
Beat Sigrist 04.07.18 14:41
Man sollte aus Fehlern lernen
und dankbar sein, dass diese Jungs gefunden wurden und noch alle leben! Aber man sollte es nicht übertreiben und nur wegen dem Geld jetzt diesen grossen Fehler machen und dieses Naturkunstwerk den Touristen gegen bares verkaufen wollen.Der Norden von Thailand ist ein traumhaftes wunderschönes Reiseziel und um mehr Touristen anzulocken braucht es dieses kommerzielle Angebot nicht mit diesem lächerlichen Plan mehr Touristen in diesen Berg zu bringen.Gute Strassen und ausgebildete Chauffeure für Reisebusse und Vans wäre der bessere Weg um mehr Touristen in den Norden zu bringen.Oder englisch in den Schulen als Pflichtfach einzuführen jeden Tag eine Stunde dann würden vielleicht in Zukunft von 12 Boys oder Girls nicht nur einer gebrochen englisch sprechen können.Ohne Verständigung in englisch kann und wird es nie mehr Touristen als jetzt im Norden von Thailand bringen.Der Kampf gegen das Littering sollte ebenfalls zum Pflichtfach eingeführt werden im täglichen Unterricht.Macht den Norden von Thailand zum *Singapore* von Thailand und die Touristen werden in Scharen kommen und das Einkommen von allen Thais dort massiv steigern.Qualitätstouristen wie von der Regierung gewünscht wird, lieben einen sauberen Norden in Thailand und Menschen welche sich in englisch unterhalten können und alle werden glücklich und erfolgreich sein.Ein Traum - ? ja , aber er könnte Realität werden wenn man dies auch möchte!