Unfalltod sorgt für Diskussion

KOH SAMUI: Der Unfalltod des Auswanderers Olivier Aunay (54) aus der Normandie in Maenam am 13. Februar hat nicht nur in französischen Kreisen für Bestürzung und Diskussionen gesorgt.

Der Restaurantbetreiber aus Rouen war wie berichtet auf der Ringroad gegen 17.30 Uhr von einem plötzlich kreuzenden thailändischen Motorradfahrer geschnitten worden und beim Bremsversuch gestürzt. Der Franzose knallte laut Obduktionsbericht mit dem Kopf gegen ein Fußpedal des anderen Motorrades und erlitt tödliche Kopfverletzungen. Mit einem Sturzhelm hätte Aunay den Aufprall vermutlich überlebt – und nun ist wieder einmal die Debatte über das Tragen von Helmen aufgeflammt. Dass der Thailänder Pongol P. (30) mit einem häufig vorkommenden abrupten Wende-Manöver nach Polizeiangaben vermutlich der Hauptunfallverursacher war, spielt nur noch nachgeordnet eine Rolle. Auf Thailands Straßen und auch in Koh Samui sind haarsträubende Verkehrssituationen Alltag. Wer sich ohne Kopfschutz dieser Realität aussetzt, spielt mit dem Leben. Gutachten oder eine gerichtliche Aufarbeitung solcher Unfälle bleiben in Thailand fast immer aus. Hier ist jeder selbst für sein Leben verantwortlich – oder seinen Tod.

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