Überhöhter Fahrpreis: Busbetreiber muss 10.000 Baht zahlen

Ein Bus der in Bangkok ansässigen Pattana Company wartet an einer Station auf Fahrgäste. Foto: Google Street View
Ein Bus der in Bangkok ansässigen Pattana Company wartet an einer Station auf Fahrgäste. Foto: Google Street View

PATTAYA: Verkehrsbehörden in der Provinz Chonburi haben das Busunternehmen Pattana zu einem Bußgeld von 10.000 Baht verdonnert, weil es einem Fahrgast fast das Doppelte für ein Ticket berechnet hatte.

Der Fahrgast hatte sich auf Facebook beklagt, er habe für seine Busfahrt von Pattaya in den Nordosten nach Nong Khai 910 Baht bezahlen müssen, anstatt des festgelegten Tarifs von 517 Baht. Der Mann hatte die Regierung aufgefordert, gegen den Busbetreiber einzuschreiten. Es war der Bus 407 der Pattana Co. Mit dem eigenmächtig erhöhten Fahrpreis hatte das Unternehmen gegen Verordnungen verstoßen. Neben dem hohen Bußgeld wurde der Busbetreiber verwarnt.

Hintergrund des hohen Fahrpreises ist die von der Regierung erwünschte soziale Distanzierung in Zeiten von Covid-19. Sowohl in Bussen als auch in Flugzeugen müssen Abstandsregeln eingehalten werden. Als Folge bleibt die Hälfte der Sitze leer. Also glauben Transportunternehmen, höhere Ticketpreise nehmen zu können, um weiterhin Gewinne einzufahren.

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Markus Boos 29.05.20 20:18
Danke sehr
Jürgen Siegfried. Sie sind gut informiert. Ist also klar. Erhöhte Ticketpreise sind nicht zulässig. Ein informativer sachlicher Kommentar.
Juergen Siegfried 28.05.20 20:27
Die Busunternehmer haben mit dem Staat eine Art Beförderungsvertrag. Dort sind Fahrtrouten und Preise festgelegt. Deshalb darf er nicht eigenmächtig Fahrpreise ändern ! Der Unternehmer erstellt für sich eine Mischkalkulation und muss entscheiden ob sich das Ganze für ihn rechnet. Mischkalkulation deshalb weil die Busse sowieso fast nie zu 100% ausgelastet sind, und z.Z.schon mal gar nicht ! Wenn jetzt die Busse wegen der staatlich verfügten Maßnahmen im Juni nich kostendeckend betrieben werden können, ist es an den Busunternehmen vom STAAT Hilfszahlungen zu fordern, den dieser hat durch die unverständliche Verlängerung der Zwangsmaßnahmen diesen Zustand herbeigeführt. Die Preise auf den ,kleinen Mann' umzulegen ist zwar der einfachste Weg, aber denkbar falsch !
Dann besteht nämlich die Gefahr, daß andere Dienstleister dies zum Anlass nehmen um ebenfalls
(berechtigt oder nicht) Phantasie Preise zu verlangen...!
Sollten Busunternehmen der Meinung sein das sie nicht betriebswirtschaftlich arbeiten können sollten sie für Juni den Betrieb einstellen, so wie der staatliche Busbetreiber es schon beschlossen hat.
Das wäre bedauerlich für ALLE Betroffenen, aber wie @Andreas Rödel schon sagt, besser ist es einen Monat die Hälfte einfahren als 100% schließen.
Keine Angst, die Unternehmen haben genug Rücklagen um ein paar Wochen mit weniger Fahrgästen zu überbrücken...

Ingo Kerp 28.05.20 18:01
Als Busunternehmer würde ich den Bus stillegen, bis ich ihn wieder voll besetzen darf. Es sei denn, die Fahrgäste akzeptieren den doppelten Preise. Wenn nein, ist es kostengünstiger, den Bus stehen zu lassen.
Markus Boos 28.05.20 17:56
Doppelt genäht...
....hält besser. In einem vorausgehenden Bericht von heute, haben wir dasselbe Thema diskutiert. Sollte mein Kommentar veröffentlicht werden, bitte dort nachlesen.
andreas Rödel 28.05.20 16:14
Ich bin beeindruckt das die Regierung/ Polizei so schnell gegen die Busbetrüger vorging, denn was anderes als Betrug ist es nicht.
Und zu dem Kommentar von Herr Hagemann:" dann werden Sie zu machen", kann ich nur sagen ich bin auch selbstständig aber in viel kleineren Masse als diese Busmonopole und lieber die Hälfte legal einfahren als 100% geschlossen. So können noch ein Teil der Betriebskosten amortisiert werden.
Uwe Hagemann 28.05.20 09:34
Ich denke nicht das es um Betrug hier geht.
Wenn das Busunternehmen die Staatliche Vorschrift erhält nur noch halbleer zu fahren kann das nicht Wirtschaftlich sein. Also muss er den doppelten Preis verlangen. Oder der Staat zahlt ihm den Verlust. Da er beides nicht darf/bekommt wird er zu machen.
Beat Sigrist 27.05.20 17:49
Gratulation an die Polizei
in Banglamung , für die schnelle Reaktion. Sehr gut gemacht und super Arbeit. Es zeigt wieder einmal mehr, dass gewisse Firmen versuchen die Kunden zu betrügen.

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