Touristenzahlen brechen vor Songkran ein

Ausländische Touristen nach einem Besuch des Wat Pho, auch bekannt als Tempel des liegenden Buddha, in Bangkok am 7. April 2026. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ausländische Touristen nach einem Besuch des Wat Pho, auch bekannt als Tempel des liegenden Buddha, in Bangkok am 7. April 2026. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Teure Flüge und hohe Energiepreise sorgen in Thailand für eine Touristenflaute zum Neujahrsfest Songkran. Die Regierung plant nun auch Einschränkungen bei Tankstellen - aber erst nach den Feiertagen.

Ausgerechnet zum wichtigsten Fest des Jahres brechen in Thailand die Touristenzahlen ein: Kurz vor dem traditionellen Neujahrsfest Songkran, das als Hochsaison für den Tourismus gilt, melden Branchenvertreter deutlich sinkende Buchungen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Reisekosten - als Folge der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise.

Songkran (vom 13. bis 15. April) ist das bedeutendste Fest Thailands: Millionen Menschen reisen üblicherweise durchs Land, während Urlauber aus aller Welt an ausgelassenen Wasserschlachten teilnehmen. Doch in diesem Jahr ist die Stimmung gedämpft: Reiseveranstalter berichten landesweit von Stornierungen und schwacher Nachfrage. Hohe Treibstoffpreise und teure Flüge drücken auf die Reiselust.

Einbruch vor allem aus Europa

«Je länger die Treibstoffpreise steigen, desto weniger wird gereist», zitierte die Zeitung «The Nation» Thienprasit Chaiyapatranun, den Präsidenten des thailändischen Hotelverbands (THA). Besonders aus Europa wird Medienberichten zufolge ein deutlicher Einbruch der Besucherzahlen erwartet - daran wird auch die nun vereinbarte Waffenruhe im Iran-Krieg vermutlich nichts mehr ändern.

Besonders zeigt sich dieser Einbruch auf der auch bei Deutschen beliebten Insel Ko Samui. Dort seien die Buchungen um etwa 50 Prozent gefallen, berichtete die Zeitung «Khaosod» unter Berufung auf Branchenvertreter. Fähren und Flüge seien deutlich teurer geworden, internationale Tickets hätten sich teilweise nahezu verdoppelt, zitierte das Blatt Ratchaporn Poolsawat, den Vizepräsidenten des thailändischen Tourismusverbandes. Auch Lebensmittel und Alltagskosten sind demnach um mindestens 20 Prozent teurer geworden.

Tankstellen sollen nachts schließen

Die Regierung reagiert auf die Energiekrise inzwischen mit möglichen Sparmaßnahmen. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul kündigte an, die Öffnungszeiten von Tankstellen künftig einschränken zu wollen, um Treibstoff zu sparen. Geplant sei, den Verkauf von Benzin und Diesel nachts zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr zu begrenzen. Die Maßnahme soll jedoch erst nach Songkran umgesetzt werden, um den Reiseverkehr während der Feiertage nicht zusätzlich zu belasten.

Länder in Asien sind vom Iran-Krieg besonders betroffen. Wegen ausbleibender Öl-Lieferungen und höherer Energiepreise haben auch andere Regierungen in der Region schon Sparmaßnahmen eingeführt. Denn auch nach der nun vereinbarten Waffenruhe ist unklar, wann die Öl-Transporte die wichtige Straße von Hormus wieder ungestört passieren können.

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Peter Weiss 10.04.26 11:45
Öffnungszeiten senken den Verbrauch?
Schon lustig, man will die Tankstellen nachts schließen und dadurch sinkt der Verbrauch?
Wer Nachts zur Tanke kommt, sagt dann „oh, geschlossen, dann fahre ich nicht“? Er wird dann nicht sein Auto einfach vorher randvoll tanken, damit er für alle Eventualitäten gerüstet ist?

Das ist genauso weltfremde wie das Alkoholverkaufsverbot zu gewissen Uhrzeiten.
Michel Maillet 10.04.26 01:30
@Müller
Sind Sie schlecht informiert? Was Extremzölle bedeutet, wissen die Thais ja nur zu gut. Erheben sie doch bis zu 300% auf ausländische Waren!
Thomas Kaercher 09.04.26 20:10
Mann sollte auch nicht vergessen...
....dass nicht nur die Reise und der Urlaub teurer wurden, sondern auch das Leben zu Hause die Kasse deutl. schwächt !!! Wenn man also schon vor dem Urlaub die Reisekasse plündern muss um die dramatisch gestiegenen tägl. Lebenshaltungskosten zu finanzieren, geht´s halt nicht mehr in den Urlaub und schon erst recht nicht mehr auf Fernreisen ! Dazu kommen noch die "touristenfreundlichen" Bestimmungen der Regierung, was das Topping für jeden Reisenden darstellt ! Aber es wird sicher bald eine Statistik und Prognose von der TAT geben, welche das alles gerade rückt !? Welcome to amazing Thailand !
Roman Knöpfel 09.04.26 18:00
@ Paul Müller
Praktisch alle ASEAN Staaten kaufen in Russland ein. Allen voran China. Wird schwierig fast ganz Asien zu Sanktionieren..
Paul Müller 09.04.26 17:19
Russenhammer....
Thailand muss sich hüten, nicht eines Tages von der Administration Trump mit Extremzöllen für die vielen "Thai-Freundschaftsdienste" an Russland (Energiebezüge, Flugrechte, Liberale Visapolitik ggü Oligarchen etc.) bestraft werden. Was "Extremzölle" bedeuten, musste die Schweiz bitterlich erfahren, als der Selbstbräuner-Vertreter diese vor Dreivierteljahren über Nacht mir 35% Strafzoll abkanzelte, nur, weil die Amis Schweizer Produkte lieben und umgekehrt in CH keine Sau ein US-Auto fahren will...
Dieter Kowalski 09.04.26 16:10
@ Detlev
Die Glaskugeln der TAT sind gerade zur Generalüberholung im Wunderland.
Wie man weiß, ist das dort eine traumhafte, surreale Welt, in der Naturgesetze, Logik und Zeit nicht gelten.
Detlev 09.04.26 13:10
TAT
Staune nur,dass die TAT es nicht in ihrer Glaskugel gesehen haben. Sonst können sie genau auf dem Baht dir sagen,was sie an Einnahmen bekommen.555

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