Akzeptanz für LGBTQ+ wächst

Umfrage sieht Fortschritte bei der Gleichstellung

Eine aktuelle Umfrage zeigt eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQ+-Menschen in Thailand und breite Unterstützung für weitere Maßnahmen zur Förderung von Gleichberechtigung und Inklusion. Foto: epa/Narong Sangnak
Eine aktuelle Umfrage zeigt eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQ+-Menschen in Thailand und breite Unterstützung für weitere Maßnahmen zur Förderung von Gleichberechtigung und Inklusion. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Eine aktuelle Umfrage des Suan Dusit Poll zeigt eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten in Thailand. Gleichzeitig erwartet eine Mehrheit der Bevölkerung, dass die Regierung ihre Bemühungen zur Förderung von Gleichberechtigung und Inklusion fortsetzt.

Für die Erhebung wurden zwischen dem 2. und 5. Juni 2026 landesweit 1.238 Personen befragt. Demnach gaben 67,6 Prozent an, zu wissen, dass der Juni als Pride Month begangen wird. 32,4 Prozent waren mit dem Begriff nicht vertraut.

Große Akzeptanz für Vielfalt im Alltag

79,3 Prozent der Befragten erklärten, dass die thailändische Gesellschaft LGBTQ+-Personen akzeptiere. In den eigenen Gemeinden bewerteten sogar 85,3 Prozent das Maß an Akzeptanz als hoch. Zudem sprachen sich 65,3 Prozent dafür aus, dass die Regierung weiterhin Aufklärungsarbeit leisten und das Verständnis für geschlechtliche Vielfalt fördern sollte.

Pornphan Buathong, Leiterin von Suan Dusit Poll, erklärte, dass die Ergebnisse die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt sowie die wachsende Unterstützung für gleiche Rechte und Chancen widerspiegelten. Die Erwartungen an die Regierung, das öffentliche Verständnis zu stärken und rechtliche Schutzmaßnahmen auszubauen, zeigten, dass Gleichberechtigung inzwischen über reine gesellschaftliche Akzeptanz hinausgehe und zunehmend praktisch umgesetzt werden solle.

Mehr Einsatz für Inklusion gefordert

Auch Jiranuch Sopha, stellvertretende Dekanin der Fakultät für Tourismus- und Hotelmanagement der Suan Dusit University, sieht Thailand in einer neuen Entwicklungsphase. Die Unterstützung für Gleichberechtigung nehme zunehmend konkrete Formen an. Dennoch blieben Vorurteile gegenüber geschlechtlicher Vielfalt eine Herausforderung. Die Forderungen vieler Bürger nach verstärkten Maßnahmen zur Förderung von Verständnis und Inklusion unterstrichen diesen Handlungsbedarf.

Nach Ansicht der Wissenschaftlerin könnten stärkere rechtliche Schutzmechanismen und Maßnahmen gegen Diskriminierung zudem die Entwicklung einer sogenannten „Regenbogenwirtschaft“ fördern. Davon könnten insbesondere die Tourismus-, Gesundheits- und Kreativbranche profitieren.

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