Totale Mondfinsternis an Makha Bucha

Blutmond am 3. März über ganz Thailand sichtbar

Der Vollmond zeigt sich während der totalen Phase der Mondfinsternis in einer rötlichen Färbung, die häufig als „Blutmond“ bezeichnet wird. Archivbild: epa/Lehoczky Peter
Der Vollmond zeigt sich während der totalen Phase der Mondfinsternis in einer rötlichen Färbung, die häufig als „Blutmond“ bezeichnet wird. Archivbild: epa/Lehoczky Peter

BANGKOK: Am 3. März, der in diesem Jahr auf den buddhistischen Feiertag Makha Bucha fällt, ist über Thailand eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Nach Angaben des National Astronomical Research Institute of Thailand (NARIT) wird der Vollmond während der Totalität in einem ziegelroten Farbton erscheinen.

Die Finsternis beginnt nach thailändischer Zeit um 15.44 Uhr und endet um 21.23 Uhr. In Thailand kann das Ereignis ab dem Mondaufgang gegen 18.23 Uhr mit bloßem Auge verfolgt werden, sobald der Mond über dem östlichen Horizont erscheint. Der vollständig verfinsterte Mond zeigt sich zwischen etwa 18.23 Uhr und 19.02 Uhr für rund 39 Minuten in einer rötlichen Färbung, die häufig als „Blutmond“ bezeichnet wird. Anschließend bleibt das Schauspiel bis zum Ende der Finsternis weiter sichtbar.

So entsteht eine Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen und die Erde sich dabei zwischen Sonne und Mond befindet. Dieses Phänomen tritt nur bei Vollmond auf. Während der Mond durch den Erdschatten wandert, scheint es von der Erde aus betrachtet, als werde er allmählich „angefressen“, bis er vollständig im Kernschatten liegt, bevor er sich wieder daraus herausbewegt. In der thailändischen Überlieferung wurde dieses Ereignis als „Rahu verschlingt den Mond“ bezeichnet.

Warum der Mond meist vorbeizieht

Obwohl der Mond die Erde monatlich umrundet, kommt es nicht bei jedem Vollmond zu einer Finsternis. Grund dafür ist die um etwa fünf Grad geneigte Umlaufbahn des Mondes im Verhältnis zur Erdbahnebene, wodurch der Mond häufig oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbeizieht. Im Durchschnitt ereignen sich weltweit mindestens zwei Mondfinsternisse pro Jahr, ihre Sichtbarkeit hängt jedoch vom jeweiligen geografischen Standort ab. Zeitpunkte und Sichtbarkeitszonen lassen sich im Voraus präzise berechnen.

Tipps für eine gute Beobachtung

Für eine möglichst gute Beobachtung empfiehlt NARIT einen Standort mit freiem Blick auf den östlichen Horizont, etwa auf einer erhöhten Dachfläche, an einem Aussichtspunkt oder an der Küste. Gebäude oder Bäume sollten die Sicht nicht versperren. Bei starker Bewölkung oder Regen kann die Beobachtung beeinträchtigt sein.

Öffentliche Beobachtung an fünf Orten

NARIT richtet am Abend des 3. März zwischen 18.00 und 22.00 Uhr an fünf Hauptstandorten öffentliche Beobachtungen aus: im Princess Sirindhorn AstroPark im Bezirk Mae Rim (Chiang Mai) sowie in den öffentlichen Regionalsternwarten in Nakhon Ratchasima, Chachoengsao, Songkhla und Khon Kaen. Neben der totalen Mondfinsternis können dort weitere Himmelsobjekte beobachtet werden. Der Eintritt ist frei. Alternativ wird eine Live-Übertragung über die Facebook-Kanäle von NARIT angeboten.

Wer die Finsternis verpasst, muss sich mehrere Jahre gedulden: Die nächste vergleichbare Beobachtungsmöglichkeit bietet sich erst wieder in der Neujahrsnacht vom 31. Dezember 2028 auf den 1. Januar 2029.

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