THAI verteidigt Änderungen im Flugplan

Airline betont: Keine dauerhaften Streichungen von Routen

Thai Airways International passt im Mai Frequenzen und Zeiten an, hält jedoch am gesamten Streckennetz fest. Foto: Bornil Amin/Unsplash
Thai Airways International passt im Mai Frequenzen und Zeiten an, hält jedoch am gesamten Streckennetz fest. Foto: Bornil Amin/Unsplash

BANGKOK: Thai Airways International (THAI) hat trotz jüngster Anpassungen im Flugplan keine dauerhaften Streichungen von Verbindungen angekündigt. Vorstandschef Chai Eamsiri erklärte am Freitag (24. April 2026) im Verkehrsministerium, dass mehr als 46 im Mai betroffene Verbindungen lediglich im Umfang und in den Flugzeiten angepasst würden. Ziel sei es, den Betrieb an die aktuelle Nachfrage anzupassen.

Betroffen sind sowohl Inlands- als auch internationale Strecken, darunter Verbindungen nach Singapur, Japan und Indien sowie Ziele wie Udon Thani und Khon Kaen. Die Fluggesellschaft halte jedoch an ihrem Streckennetz fest und reduziere lediglich Frequenzen oder passe Abflugzeiten an.

Schwache Nachfrage bremst Buchungen

Als Hauptgrund nannte Chai eine schwächere Nachfrage. Viele Reisende würden Buchungen angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Lebenshaltungskosten hinauszögern. Insbesondere kurzfristig angesetzte Flüge hätten zuletzt eine geringe Auslastung verzeichnet. Um die Effizienz zu erhöhen, bündele die Airline daher einzelne Verbindungen.

Nach Angaben des Unternehmens steht dabei ein Ausgleich zwischen Wirtschaftlichkeit und Kundeninteressen im Vordergrund. So würden etwa kleinere Flugzeuge eingesetzt oder tägliche Verbindungen auf mehrere wöchentliche Flüge reduziert. Vollständige Streichungen kämen nur vorübergehend in Betracht.

Kurzfristige Anpassungen im Mai geplant

Die Anpassungen für Mai machten rund vier bis fünf Prozent des gesamten Flugplans aus und seien als kurzfristige Maßnahme zu verstehen. Ein internes Lagezentrum überwache die Nachfrage täglich, um flexibel reagieren zu können. Bei steigender Nachfrage könnten Frequenzen in Spitzenzeiten wieder erhöht werden.

Als weiterer Faktor wurden deutlich gestiegene Kerosinpreise genannt. Diese seien von rund 90 US-Dollar pro Barrel vor Ende Februar 2026 auf zeitweise etwa 240 US-Dollar gestiegen und hätten sich damit nahezu verdreifacht. Zwar hätten sich die Preise inzwischen etwas entspannt, lägen aber weiterhin deutlich über dem früheren Niveau. Dies erfordere eine konsequente Kostensteuerung sowie Anpassungen bei den Ticketpreisen.

Zusatzerlöse durch stärkeres Frachtgeschäft

Gleichzeitig eröffne die geringere Auslastung im Passagierbereich zusätzliche Kapazitäten im Frachtgeschäft. Insbesondere der Transport hochwertiger Güter und medizinischer Sendungen biete derzeit stabile Nachfrage und zusätzliche Einnahmemöglichkeiten.

An den langfristigen Investitionsplänen, insbesondere bei der Beschaffung neuer Flugzeuge, halte das Unternehmen fest. Entscheidend sei eine nachhaltige Entwicklung und nicht kurzfristige Einsparungen. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026 habe den Erwartungen entsprochen. Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten jedoch weiter verschärfen, könnten sich spürbare Auswirkungen auf die globale Luftfahrt ergeben. Die Gesellschaft werde die Lage weiter beobachten und ihre Strategie entsprechend anpassen.

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