BANGKOK: Thailändische Kinder bleiben nach Angaben des Gesundheitsministeriums im regionalen Vergleich bei der Körpergröße zurück und könnten im späteren Leben ein erhöhtes Risiko für geringe Muskelmasse sowie Osteoporose entwickeln. Als wesentliche Ursache nennt die Behörde den niedrigen Milchkonsum in allen Altersgruppen.
Die Generaldirektorin des Gesundheitsministeriums, Dr. Ampaiphan Benjapolpitak, erklärte, dass die durchschnittliche Körpergröße thailändischer Männer bei 171,6 Zentimetern, die von Frauen bei 159,3 Zentimetern liege. Damit liege Thailand hinter Singapur, wo Männer durchschnittlich 176,9 Zentimeter und Frauen 163,3 Zentimeter groß seien, sowie hinter Japan mit durchschnittlich 173,5 Zentimetern bei Männern und 161,5 Zentimetern bei Frauen.
Nachbarn trinken deutlich mehr Milch
Auch beim Milchkonsum liege Thailand deutlich unter dem Niveau anderer Länder. Pro Kopf werden demnach jährlich durchschnittlich 23,1 Liter Milch konsumiert. In Singapur sind es 62 Liter, in Japan 36,2 Liter. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 31 Litern pro Person und Jahr.
Eine Untersuchung zur Ernährung von Kindern in Südostasien ergab, dass lediglich 23 Prozent der thailändischen Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren die empfohlene Menge von zwei Gläsern Milch täglich erreichen. Mit zunehmendem Alter verzichten viele Kinder häufiger auf Milch. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass mehr als 70 Prozent der Kinder in der Region unter einem Kalziummangel leiden, während 84 Prozent nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind.
Kampagne für zwei Gläser Milch täglich
Laut einer Gesundheitsumfrage aus dem Jahr 2026 trinken zudem nur 19,6 Prozent der Thailänder ab 15 Jahren die empfohlene tägliche Menge an naturbelassener Milch.
Das Gesundheitsministerium wirbt deshalb mit einer neuen Kampagne dafür, täglich zwei Gläser Milch zu trinken – eines am Morgen und eines am Abend. Ergänzend empfiehlt die Behörde eine ausgewogene Ernährung sowie mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität pro Tag. Diese sollen idealerweise in zehn Minuten am Morgen, 20 Minuten zur Mittagszeit und 30 Minuten nach der Schule aufgeteilt werden.
Kinder sollten außerdem vor 21.00 Uhr schlafen gehen, da dies die Ausschüttung von Wachstumshormonen fördere, erklärte Dr. Ampaiphan.
Milch und Bewegung empfohlen
Der stellvertretende Generaldirektor des Ministeriums, Dr. Pakorn Tungkasereerak, riet Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter, den Milchkonsum mit knochen- und muskelstärkenden Übungen wie Seilspringen, Aerobic oder Kniebeugen zu kombinieren. Älteren Menschen empfiehlt die Behörde fettarme Milch oder mit Kalzium angereicherte Sojamilch, eine ausreichende Eiweißzufuhr sowie regelmäßigen, moderaten Aufenthalt in der Sonne zur besseren Aufnahme von Vitamin D.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums enthält Kuhmilch 13 wichtige Nährstoffe, darunter Kalzium, Eiweiß, Phosphor und Vitamin B2.
Anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni hat das Ministerium gemeinsam mit den Einzelhandelsketten Lotus’s und 7-Eleven Thailand Sonderaktionen gestartet, um naturbelassene Milch für die Bevölkerung günstiger und leichter zugänglich zu machen.
@ Hr. Fiaux: Fruchtjoghurt ist "Zucker mit Fruchtgeschmack" u. führt früher oder später oft zur Insulinresistenz und folgend - fast symtomlos - zu Diabetes and 2.
In einen Kaffee gehört ebenfalls weder Zucker noch Milch, welche leider zahlreiche gesunden Bestandteile des Kaffees, die sog. Polyphenole (Radikalenfänger) bindet.
Mein Ersatz für meinen (zuckerlosen) Kaffee ist Kokos- oder Mandelmilch.
@ Michel: Katzen und andere Säugetiere würden wohl im Seven Eleven keine Milch kaufen, weil es ihnen ergehen würde wie Hr. Fiaux. Nach dem Abstillen wird bei diesen Tieren die Laktase-Produktion immer mehr gedrosselt, was zu den geschild. Verdauungsstörungen führt.
Ansonsten halte ich Milch (bes. Ziegenmilch) u. deren fermentierte Produkte wie Naturjoghurt oder Kefir wg. ihrer Mineralstoffe u. Spurenelemente wie Ca, P, K, Mg, wichtigen Vitamine A, B2, B12!, D, K2 u. Eiweiße (kö. allerdings selten zu Allergien führen) sowie Käse für gesund.
Aber es gibt ja Nährstoffe dieser Art v.a. im Gemüse.