Regierung verurteilt mutmaßlich israelischen Angriff

UNDOF-Soldat an der israelisch-syrischen Grenze. Foto: epa/Atef Safadi
UNDOF-Soldat an der israelisch-syrischen Grenze. Foto: epa/Atef Safadi

DAMASKUS (dpa) - Syriens Regierung hat den neuen mutmaßlichen israelischen Luftangriff auf Ziele in dem Bürgerkriegsland als feindliche Aggression verurteilt. Es handele sich dabei um einen Versuch, die Krise in Syrien zu vergrößern und den Terrorismus dort zu unterstützen, hieß es aus dem Außenministerium in Damaskus, wie die staatlichen Nachrichtenagentur Sana am Samstag meldete.

Israelische Kampflugzeuge hatten in der Nacht zuvor Sana zufolge Raketen auf Ziele in der Nähe von Damaskus abgeschossen. Im Westen der Hauptstadt waren Detonationen zu hören. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle zerstörten israelische Raketen auch mehrere Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Ein israelischer Armeesprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Israelische Kampfjets haben in der Vergangenheit mehrfach Ziele im benachbarten Syrien angegriffen. Israels Erzfeind Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit fast acht Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch.

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David Hermann 14/01/2019 11:44
@Maier: Richtiger Hinweis, manchmal traegt der Herr Diktator in zweiter Generation hier sogar den chicen Titel "Praesident". Naja, Opportunistischer Relativismus ist ja der aktuelle Trend in unserem Kulturkreis um sich beide Seiten fuer gute Geschaefte offen zu halten: Den demokratischen Westen mit seiner hohen Kaufkraft und den anti-demokratischen Osten mit seiner hohen Kopfzahl. Frueher waren Politiker und Manager mit Naheverhaeltnis zu Pinochet, Botha, Bokassa oder Breshnjew noch Parias, heute kuschelt ja selbst die hoechste Politik mit Xi, Rouhani, Putin und wohl demnaechst auch wieder mit dem Assad Clan. Und haben frueher die schmutzigsten Diktaturen da draussen noch Pseudo-Wahlen mit 98% Zustimmung gebastelt, um sich auch als 'Demokratie' zu generieren, behaupten Diktatoren heute frei heraus Ein-Parteien-Herrschaft, Klerikal-Autokratie oder Familien-Despotie sei die 'effizientere' Organisationsform und die UN-Menschenrechts-Erklaerung von 1948 sowieso bloss was westlich dekadentes. Lustige Zeiten in welchen moralisch-ethische Mindeststandards bloss noch laestig sind. Doch wie uns der Ausgang des Kalten Krieges lehrt - nicht Waffen und Gewalt sondern Kapital und Know How entscheiden den Kampf der Systeme. Diktatur macht eben arm, bewirkt Kapital- und Talenteflucht und verhindert Innovation. Aber die chiceren Paraden sieht man natuerlich bei den schneidigen Herrn Diktatoren ... deren Uhren jedoch ticken alle ... tick tack, tick tack
Michael Meier 13/01/2019 22:54
@ Syrien
Liebe Farang - Redaktion . Seit wann hat Syrien eine Regierung ? Ein Mann Diktatur !
David Hermann 13/01/2019 15:33
Vor einem Jahr konnte man aus Syrien noch grosse Sprueche hoeren von wegen "modernste russische Boden-Luft Raketen wuerden feindliche Flugzeuge vom Himmel holen". Seitdem gab es offenkundig einige Luftangriffe, speziell an iranischen.Waffenumschlagsplaetzen im Raum Damaskus, ohne dass die Israelis dort einen Flieger verloren haetten. Wie es scheint jammen die recht erfolgreich die russ. Feuerleitsysteme. Eindeutig keine gute Webung fuer die erhofften Waffenexporte aus dem Schwellenland Russland. Da nutzen auch die auffallend niedrigen Preise russischer Wehrtechnik nicht viel.