Generalmobilmachung gegen türkischen Angriff

Foto: Twitter/@kevinpascoe
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DAMASKUS (dpa) - Vor der geplanten türkischen Offensive im Norden Syriens bringen die Kurden ihre Truppen in Stellung. Die kurdische Autonomieverwaltung in der Region verkündete am Mittwoch eine dreitägige Generalmobilmachung.

Angesichts der zunehmenden Drohungen der Türkei und ihrer syrischen «Söldner» würden alle aufgerufen, sich an die Grenze zu begeben, um in diesen «kritischen historischen Momenten» Widerstand zu leisten, hieß es in einer Erklärung. Kurden weltweit wurden aufgefordert, gegen die Offensive zu demonstrieren.

Die türkische Regierung hatte zuvor bekräftigt, eine Offensive gegen die Kurden in Nordsyrien werde «in Kürze» beginnen. Auch die mit der Türkei verbündeten syrischen Rebellen verlegten ihre Truppen in das betroffene Gebiet. Die Offensive soll sich gegen kurdische Truppen östlich des Flusses Euphrat richten. Die Kurdenmiliz YPG kontrolliert dort ein großes Gebiet an der Grenze zur Türkei. Ankara sieht in der Miliz eine Terrororganisation.

Die YPG ist zugleich ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Die USA zogen jedoch ihre Truppen aus dem betroffenen Grenzgebiet ab.

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H-O-P Ben- 11.10.19 00:55
Stimme Siam Fan voll zu - aber noch MEHR..
Erdogan ist zweifelsohne ein Despot Ohnesgleichen und gehört i.d. Reihe der "Irren" Trump-Jonson-Haiti-Brasilien eingestuft, alle in eine "Sack gepackt" neben Helgoland versenkt und der übrig gebliebenen dort versenkten Hitler-Kriegsmuntion "gesprengt"! Aber jetz im Ernst: E. kann nur so schalten und walten, weil der Westen keinerlei Rückgrad zeigt und über keinerlei Courage mehr verfügt, nach dem Motto von M. Gandi: "Die Kuh die mir Milch gibt darf sich dann meine Mutter nennen"! Das Problem wäre einfach zu lösen, wenn der der Westen seit etlichen langen Jahren hier keinen Stellvertreterkrieg führen würde und unverzüglich die Unterstützung der Aufwiegler einstellen und Assad und die Russen (dank Putin, der noch über Courage verfügt!) unterstützen würde, Assad dann aber auch beim Wort zu nehmen, der versprochen hat, dass wenn Frieden und Stabilität eingekehrt ist Neuwahlen erfolgen. Syrien zu stabilisieren in dieser Hinsicht muß das erste vorrangige Ziel sein, dann hören auch mit einem Schlag die Flüchtlingsbewegung auf und sehr viele Leute würden zurück kehren, um beim Aufbau mitzuwirken, wo der Westen dies mit Zusagen in einer Koaliation mit Rußland-Putin unterstützen muß - die Kurden erhalten im Norden einen eigenen Staat oder Syrien wird Förderativ und die Kurden erhalten so in Selbstbestimmung sofort ein eigenes Bundesland mit zugesagter Selbstverwaltung! Nur dieser Weg geht, nichts anderes - was sonst nur unendliches Elend und viele viele Flüchtlinge bedeuted!
Siam Fan 10.10.19 09:18
Schmuggel aus Syrien und Irak ins Mittelmeer?!
Genau da soll der Sohn Erdogans den Schmuggel aus Irak und Syrien abgewickelt haben. Danach wurde alles auf türkischen Seite/Grenze mit der Bahn kilometerweit ans Mittelmeer gebracht. Scheinbar verlangen die Kurden zuviel fürs Wegschauen?! Oder Sie haben tatsächlich zu gemacht?
Siam Fan 09.10.19 21:36
Verstoß der Türken gegen NATO-Statuten.
Das sollte für einen Rausschmiss reichen!