Regierung beschließt Verbot von Einweg-Plastik

Foto: epa/Hayoung Jeon
Foto: epa/Hayoung Jeon

BANGKOK: Ab 2022 sollen landesweit keine Styropor-Behälter und kein Einweg-Plastik mehr ausgeteilt werden.

Das Kabinett hat das Verbot auf seiner letzten Sitzung beschlossen. In den kommenden Jahren soll die Öffentlichkeit mit Kampagnen dazu gebracht werden, den Gebrauch von Einweg-Plastik (Strohhalme, Plastiktüten, Plastikbecher) und Styropor zu reduzieren und schlussendlich darauf zu verzichten. Die Regierung hat sich das Jahr 2030 zum Ziel gesetzt: Dann soll es im Handel kein Plastik mehr geben. Bis April dieses Jahres haben Kampagnen dazu beigetragen, dass rund 1,5 Millionen Plastiktüten mit einem Gewicht von 2,7 Tonnen in Geschäften nicht an Kunden verteilt wurden. Die Händlervereinigung der Khao San Road hat ihre Mitglieder aufgerufen, innerhalb von zwei Monaten auf Styropor und Plastiktüten zu verzichten. Sie sollen beim Verkauf Papier und Bagasse nutzen. Sanga Ruangwattanakul, Präsident der Vereinigung, sagte, die Händler der Khao San Road sollten für andere touristische Ziele ein Beispiel setzen.

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Siam Fan 04/07/2019 23:06
@Joerg Obermeier
Sortenreine Abfälle können sehr einfach verwertet werden. ABER, dafür muß er sortenrein und sauber sein. Man nehme eine PET-Flasche, da ist ein Verschluss aus anderem Plastik drauf, der aber leicht zu entfernen ist. Anders der Sicherungsring darunter, der ohne Werkzeuge nicht zu entfernen ist. Dann ist immer noch ein Folienüberzug mit Beschriftung dran. Hat man alle Sorten sauber sortiert, ..... Nur, was soll das denn kosten!? Wenn man eine PET-Flasche spülen muß, ist selbst schon die Ökobilanz im Eimer! Bei dickem Glas rentiert sich das Spülen schon. Aber sonst muß auch alles weg sein. Reines Weißglas bringt am meisten. Grünglas, wo Weißglas mit drin sein kann, geht auch noch. Am wenigsten bringt Braunglas. Warum in TH die Soda flaschen nicht gesammelt werden, verstehe ich auch nicht. Bei den ersten Sortiertanlagen war vorne erstmal die (gelbe) Sackaufreißanlage. Dann kam ein Rüttelsieb mit 60mm Löchern. Da fielen zB Senftuben durch und das war dann alles Abfall. Die Löcher wurden wohl auf 80mm vergrößert. Dann erst kam der Metallabscheider. Dann wurde auf der "Brücke", wo verschieden Container drunter standen, positiv vom Fließband ausgelesen, aber nur größere Sachen. Der Rest lief hinten wieder in einen Müllcontainer. Zum Bsp Joghurt-Becher, selbst gespült, war kein Wertstoff. Bei der sauberen Folie des Bechers war das schon was anderes, aber halt sehr mühselig, für Taschengeldaufbesserung sollte es reichen.
Joerg Obermeier 04/07/2019 20:31
Meines Erachtens macht die Reduzierung von Einweg-Verpackung im weitesten Sinn auch Sinn. Nur hat sich denn noch niemand gefragt, warum die Glas- und Plastikflaschen in diesem Land so eifrig gesammelt werden? Mein Enkelsohn im Isan besserte sich damit sein Taschengeld auf, in dem er die Glas- und Plastikflaschen sowie Alu an einen lokalen Händler verkaufte. Jeden Abend/Nacht werden die Mülltonnen in den Städten danach durchwühlt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand Geld bezahlt, nur um die "Ware" dann doch wieder wegzuwerfen. Also wer weiß eigentlich, was mit diesem Sammelgut passiert?
Wilfried Stevens 04/07/2019 20:31
Es bleibt ja Verpackungs-Plastik
Joghurt im Glas ist eine feine Sache, Wiederverwertung ala Gefäss etc..., aber der Verpackungsmüll von Kosmetik, Süsswaren etc.etc. bleibt...mehr als Tüten...
Ernst Schwartz 04/07/2019 20:31
@Siam Fan
Bravo, genau. Die Plastiktüten und Strohhalme sind nicht das Problem, sondern der Plastik-Müll der Verpackungen!!
Siam Fan 04/07/2019 16:15
PET-Flaschen sind kein Einwegplastik?
Wieviel Tonnen an PET-Flaschen werden denn in TH erzeugt und nicht verwertet? Würden Trinkhalme nur auf Kundenwunsch ausgegeben, wäre das schonmal ein großer Erfolg. Plastiktüten bleiben die größte Augenwischerei, die es in dieser Form weltweit bis heute gegeben hat. Würde in diesen Tüten das gesamte Verpackungsmaterial beim nächsten Einkauf zum Händler gebracht (wie es auch in deutschen Gesetzen steht), wäre viel Abfall weg, ohne Kosten für den Staat. Das gilt natürlich auch für den sonstigen Gewerbeabfall. Hier sollten endlich mal vollständige und ehrliche Zahlen auf den Tisch, auch für den Bürger. Geht die zZ vorhandene Motivation die Bach runter, entsteht nicht wieder gut zumachender Schaden.