BANGKOK: Premierminister Srettha Thavisin verkündete am Samstag (8. Juni 2024), dass seine Regierung den Vorschlag der vorherigen Regierung, eine Tourismusgebühr von 300 Baht für ausländische Touristen, die mit dem Flugzeug nach Thailand einreisen, erheben zu wollen, verwerfen werde.
Srettha betonte, dass seine Regierung nicht beabsichtige, die im Februar letzten Jahres vorgeschlagene Maßnahme umzusetzen, die auf erheblichen Widerstand des Privatsektors gestoßen war. Der Premierminister argumentierte, dass eine solche Gebühr zwar kurzfristig Einnahmen generieren könnte, eine umfassendere Betrachtung jedoch nahelege, dass Touristen ohne diese Gebühr wahrscheinlich mehr Geld für Einkäufe und andere Aktivitäten ausgeben würden. Dies würde die Wirtschaft ankurbeln und der Regierung möglicherweise mehr Einnahmen bescheren als die Gebühr selbst.
Er hob hervor, dass bei allen Entscheidungen die Stimmen aller Beteiligten berücksichtigt werden müssten. Srettha fügte hinzu, dass es möglich sei, Mittel zur Unterstützung des Tourismus nach Bedarf zuzuweisen, wenn die Regierung zusätzliche Einnahmen aus anderen Steuerquellen generieren könnte.
Auf die Frage, warum Thailand im Tourismus- und Reiseentwicklungsindex des Weltwirtschaftsforums (WEF) auf Platz 47 von 119 Ländern abgerutscht ist und damit sechs Plätze gegenüber 2019 verloren hat, erklärte Srettha, dass er konstruktiv sein wolle, anstatt Schuldzuweisungen zu machen. „Diese Regierung strebt eine kontinuierliche Entwicklung in allen Bereichen an. Und wir sollten die Vorgängerregierung respektieren, denn alle Regierungen sind sich einig, dass der Tourismus ein wichtiges Aushängeschild ist, das dem Land erhebliche Einnahmen bescheren kann“, sagte er.
Srettha betonte, dass verschiedene Umfragen viele Städte und Inseln in Thailand als touristische Ziele von Weltklasse anerkannt haben. „Wir sollten uns darauf konzentrieren, vernünftige Stimmen zu ermutigen, die zu einer weiteren Entwicklung führen können, anstatt auf bestimmte entmutigende Meinungen zu hören,“ sagte er.
Darüber hinaus sprach Srettha über die Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Technologieriesen Apple bezüglich einer Zusammenarbeit beim Startup Center im Wissenschafts- und Technologiepark der Universität Chiang Mai. Er sagte, dass man bereit sei, den ersten Deal abzuschließen, wobei der Standort bereits gesichert sei. In Gesprächen mit dem Präsidenten der Universität Chiang Mai wurde das Potenzial dieser Zusammenarbeit anerkannt. Srettha erklärte, dass er die Zusammenarbeit auf eine Apple Developer Academy in Thailand ausdehnen wolle. Er erwähnte auch, dass das Team einen Besuch von Apple-Führungskräften arrangiere, um die Vereinbarung bis Ende 2025 abzuschließen.