Pilotenverband will keine ausländischen Piloten

Foto: Jahner
Foto: Jahner

BANGKOK: Die thailändische Pilotenvereinigung hat sich entschieden gegen einen Vorschlag der Regierung ausgesprochen, ausländischen Piloten temporär das Fliegen für thailändische Fluggesellschaften zu erlauben. Diese Maßnahme wurde von Premierminister Srettha Thavisin als Reaktion auf den dringenden Bedarf an Personal zur Wiederbelebung des Tourismussektors vorgeschlagen.

In einer Rede am Donnerstag (6. Juni 2024) erklärte Premierminister Srettha, dass der langsame Wiederanlauf des Flugbetriebs eine der Hauptbarrieren für den Tourismus sei. Die weltweite Pandemie hat zu einem signifikanten Personalmangel in der Luftfahrtindustrie geführt, was die thailändischen Fluggesellschaften dazu veranlasst hat, die Erweiterung ihrer Flotten und die Aufnahme zusätzlicher Flüge zu fordern.

Während seines Besuchs bei Agoda, einer führenden globalen Reisebuchungsplattform, erläuterte der Premierminister, dass die Regierung über eine temporäre Aufhebung der Beschränkungen, die das Fliegen auf thailändische Staatsbürger beschränken, diskutieren werde. Die Pilotenvereinigung jedoch sieht das jedoch anders.

Teerawat Angkasakulkiat, Vorsitzender der Pilotenvereinigung, betonte die Schwierigkeiten, mit denen thailändische Pilotenanwärter konfrontiert sind. „Viele unserer jungen Piloten stehen ohne die erforderliche Erfahrung da, um sich bei ausländischen Fluggesellschaften zu bewerben. Wir haben etwa 1.200 ausgebildete Piloten ohne Arbeit“, erklärte Teerawat.

Die Vereinigung wies darauf hin, dass die Einführung ausländischer Piloten zwar kurzfristige Lösungen bieten, aber langfristig lokale Arbeitsplätze gefährden könnte. Teerawat merkte auch kritisch an, dass einige Fluggesellschaften nun ein Pay-to-Fly-System einführen, welches den Piloten erhebliche Kosten auferlegt.

„Unsere Luftfahrtakademien bereiten qualifizierte Piloten vor, die fähig sind, jede Art von Verkehrsflugzeug in Thailand zu fliegen. Es macht wenig Sinn, diese gut ausgebildeten Kräfte zu übergehen und stattdessen Arbeitsplätze für Ausländer zu öffnen“, fügte er hinzu.

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Baptiste Frigeri 08.06.24 12:36
Thai Piloten
@ O. Harms :
Eine dümmere Äusserung wegen etwas Kritik an einem Beitrag, zeugt von ihrem niederen Bildungs- Niveau. Der Kommentarschreiber tummelt sich auch auf anderen Plattformen, wo immer die rassistischen Probleme anderer Personen im Vordergrund stehen. Vielleicht ist Herr Sukkon sogar selber ein Thai ?! Vom Namen her könnte das sogar gut sein..
Baptiste Frigeri 08.06.24 12:35
Keine ausl. Piloten
Da möchte man ausländische Fachkräfte mit Versprechen auf ein lange gültiges Visa ins Land locken, aber schon bei den Piloten löst das scheinbar Angst aus. Warum frage ich mich, da es nur zeitlich begrenzt sein sollte.Haben die TH Piloten Angst, dass Ausländer besser sein könnten und ihr Job gefährdet ist oder dass Ausländer bei der weiblichen Crew besser landen können? Dass in TH Einheimische bevorzugt werden, finde ich gut, nicht wie bei uns in DE, CH usw. wo Ausländer überall mehr Rechte und weniger Pflichten haben!
Peter 08.06.24 12:30
Temp. Auländische Piloten
Dies hatten wir doch schon einmal sinerzeit mit der DC 10 und MD 11. Dass ältere Piloten den jungen Thais noch einwenig Praxis vermitteln, ist bestimmt kein schlechter Ansatz.
michael von wob 08.06.24 03:40
@ Chris Jomtien
Ich schaue zur Zeit die Sendereihe " may day,mayday " und ich denke daß P2F keine Zukunft hat. Große Air Lines wie LH u.a.m. machen es nicht. Die Sicherheit der Fliegerei wird gewaltig darunter leiden wenn man aus Kostengründen Springerpiloten einsetzt. Im Cockpit mit nur 2 Piloten muß auch die Teamarbeit passen.
Nach 2 crashes mit " Springern " wird man P2F ganz sicher verbieten.
Ole Bayern 08.06.24 03:30
Hier mal wieder eine kleine Anekdote ....
... welche hier eigentlich nicht zum Pilotenthema passt , aber dennoch mit der Luftfahrt zu tun hast.
Schade das sich Herr Mueller hier zurückgezogen hat , denn er könnte sicherlich hier etwas erklären.
Ich bin letzte Woche von BKK über Helsinki zurück nach Deutschland gereist . Ich hatte C - Class gebucht und wollte kurz vor Landung in Helsinki nochmals das WC aufsuchen. So ging ich ein paar Schritte nach hinten in den 2. Servicebereich . Hier sprach mich ein Staff an, ich solle doch bitte das WC ganz vorne aufsuchen, da er selbst etwas im Mittel - WC zu tun hat.
Kein Problem,so ging ich auf der anderen Gangseite wieder nach ganz vorne zum WC .
Danach gleicher Weg zurück ... da traute ich meinen Augen nicht .... alle angerissenen Weinflaschen, auch Champagner hat der Staff von 2 Servierwagen ins WC geschüttet . Es waren in Summe sicherlich an die 16 - 20 Flaschen....viertel voll bis fast voll.
Ich fragte den Bediensteten, ob dies immer so sei ?
Die Finnair - Stewardess sagte, bei Rückkehr nach Helsinki wird alles was in Flaschen noch offen ist weggeschüttet .
Ich fliege ja nun wirklich viel durch die Welt, aber dies war mir echt neu.
Und jeder weiß , es gibt in der C - oder F - Class nicht gerade den billigsten Wein.
Ob auch Spirituosen weggeschüttet wurden habe ich nicht gesehen , ich habe mir noch schnell ein kleines Glas " Roten " gegönnt " .... es ist de facto dasselbe , über meinen Körper wird ja der Wein später auch weggeschüttet. :-))
Man lernt nie aus ... VG Ole
Chris Jomtien 08.06.24 02:40
Nur kommentieren wenn man den Text verstanden hat
... , Herr Harms. Bei so machen Zeitgenossen passt das bereits 1500 Jahre alte Zitat des Philosophen Boëthius hervorragend: "Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben."
Das weltweit seit mindestens 3 Jahrzehnten bestehende Problem, warum viele ausgebildete Piloten kaum Chancen haben eine feste Anstellung zu finden, hat mehrere Gründe.
Der wichtigste Grund wurde im Artikel benannt:
Das "Pay-To-Fly" System.

Verkehrspiloten brauchen eine Mindestzahl an jährlichen Flugstunden um ihre Lizenz zu behalten.
Da die Berufsausbildung in Flugschulen relativ wenig im Verhältnis zu den Tarifgehältern von fest angestellten Piloten kostet, und fest angestellte Piloten extrem hohen Tariflohn haben, gibt es ein erhebliches Überangebot an Piloten.
Wer noch keinen Vollzeitjob bekommen hat muss sich bemühen, jedes Jahr ausreichend Flugstunden vorweisen zu können. Ansonsten erlischt die Lizenz. Die Fluggesellschaften nutzen dies aus indem sie von nicht angestellten Piloten für jeden Flug Geld verlangen statt sie dafür zu bezahlen.
Nun klar?
Michel Maillet 07.06.24 21:50
Herr Harms
Herr Sukkon prangert nur die Missstände an so wie es es eben ist, er hat überhaupt kein Problem. Das sollte wenn man seinen Kommentar liest, eigentlich klar sein.
Oliver Harms 07.06.24 21:40
Laddawan Sukkon
Hat ein massives rassistisches Problem mit den Bürgern Thailands.
Wissen Sie was das schöne ist,es gibt da ein Gesetz das heißt Schutz des Thaitums und da fallen auch ihre Kommentare die sie hier absondern drunter.
Und es gibt die Internet Crime Division die sich mit Internet Hetzern befasst wie erst ein britischer Staatsangehörige erleben durfte.
Hartmut Wirth 07.06.24 20:30
@Stefan Maiwald
Kommentar gelesen und nicht verstanden. Das erkennt man sofort an Ihrer Antwort. In der Schule hieße das "Setzen, 6!"
Stefan Maiwald 07.06.24 19:50
@ Hartmut Wirth
Vielleicht, aber nur ganz kleines bisschen vielleicht könnte es daran liegen, dass während der Covidzeit fast die ganze Thaiflotte gegrounded war. Schon mal drüber nachgedacht? Aber egal, Hauptsache aufs System schimpfen, nicht wahr?
Laddawan Sukkon 07.06.24 18:10
Die Zahlen gehen nicht auf ....
..... wenn da tatsächlich 1,200 arbeitslose thailändische Piloten im Markt sind, dann stellt sich schon die Frage, wieso diese nicht längst eingestellt und weitergeschult werden.

Keine ausländische Piloten (mehr) in thailändischen Maschinen zeugt, einmal mehr, von der Vetternwirtschaft - hier der Pilotenvereinigung. Vor 45 Jahren flogen Skandinavier in thailändischen Cockpits der Thai Airways International (TG), die wesentlich grössere Tochter des Mutterkonzerns Thai Airways (TH). Sie waren kompetent, ausgebildet und - im Gegensatz zu den meisten thailändischen Kollegen - hat man sogar verstanden, was diese Piloten sagten.

Aber eben, man kann ja auch mit nichtthailändischen Anbieter des Wettbewerbs fliegen, bis die Thais ihre verworrenen Strukturen und Übervorteilungsstrategien ausgetüftelt haben.
Hartmut Wirth 07.06.24 16:50
Ausländische Piloten
Da suchen die thailändischen Fluggesellschaften händeringend nach Piloten und die Politik will deswegen ausländischen Piloten Zugang zu diesen Fluggesellschaften verschaffen, während gleichzeitig thailändische Piloten (1200 laut Pilotenvereinigung) arbeitslos sind (wegen mangelnder Flugerfahrung!) Ja, woher soll denn diese Erfahrung kommen, wenn diese ausgebildeten Piloten nicht in Thailand Arbeit bekommen.
Da ist offensichtlich etwas krank im System!