Pattaya räumt auf am Wongamat Beach

Einheimische jubeln, Kritik von deutschsprachigen Urlaubern

Kontrolleure der Stadt Pattaya nehmen den Wongamat Beach in der Soi 18 in Naklua unter die Lupe. Fotos: สายตรงนายกเบียร์
Kontrolleure der Stadt Pattaya nehmen den Wongamat Beach in der Soi 18 in Naklua unter die Lupe. Fotos: สายตรงนายกเบียร์

PATTAYA: Die Stadtverwaltung Pattaya hat am 8. Mai 2025 im Rahmen einer groß angelegten Aktion die Räumung unerlaubter Gewerbeaktivitäten am Wongamat Beach in der Soi 18 Naklua angeordnet. Dies betrifft insbesondere Anbieter von Sonnenschirmen und Liegestühlen, die ohne behördliche Genehmigung öffentliche Flächen zur gewerblichen Nutzung besetzt hatten.

In einem gemeinsamen Einsatz mehrerer städtischer Abteilungen – darunter das Amt für Gesundheit und Umwelt, die Beschwerdestelle sowie das Planungsbüro der Stadt – wurden die betroffenen Betreiber angewiesen, ihre Geschäfte einzustellen und sämtliches Eigentum innerhalb von 30 Tagen zu entfernen. Andernfalls droht ihnen gemäß Paragraph 77 des thailändischen Gesundheitsgesetzes von 1992 eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Baht.

Während zahlreiche thailändische Facebook-Nutzer die Maßnahme ausdrücklich begrüßen, stößt sie bei deutschsprachigen Touristen auf deutlich weniger Verständnis. Wir haben uns am Strand umgehört.

Deutschsprachige Urlauber enttäuscht

Sabine M. aus Nürnberg, die seit Jahren regelmäßig ihren Winter in Pattaya verbringt, zeigt sich enttäuscht: „Ich komme wegen der guten Infrastruktur. Wenn ich an den Strand gehe, will ich bequem liegen, Schatten haben und nicht jedes Mal eine Matte mitschleppen müssen.“

Vor allem in der bei deutschsprachigen Urlaubern beliebten „Schweinebucht“ soll aufgeräumt werden.
Vor allem in der bei deutschsprachigen Urlaubern beliebten „Schweinebucht“ soll aufgeräumt werden.

Ähnlich äußert sich Uwe B. aus Köln: „Die Betreiber waren immer freundlich. Ich fand’s praktisch, dass man gleich ein kaltes Bier oder eine Kokosnuss bestellen konnte, ohne aufzustehen. Jetzt soll das alles weg? Ich verstehe den Sinn nicht.“

Reto S. aus Luzern sieht in der Aktion eine Verschlechterung für Urlauber: „Natürlich soll der Strand sauber bleiben, aber ganz ohne Liegen? Das ist doch nicht im Sinne des Tourismus. Viele Gäste sind älter – die können sich nicht einfach in den Sand legen.“

In den sozialen Medien äußerten sich hingegen viele Einheimische erleichtert über das Einschreiten der Behörden. Vielen ist die illegale Besitznahme öffentlichen Raumes durch Gewerbetreibende – nicht nur am Wongamat Beach – ein Dorn im Auge.

Einheimische fordern härteres Vorgehen

So kommentierte Shina Shina: „Endlich passiert mal was – man konnte ja gar keine freie Stelle mehr finden. Seit Covid haben sie alles besetzt.“ Ähnlich kritisierte Kat Varu­ree Julrawong die stadtweiten Parkplatzprobleme und forderte härteres Durchgreifen auch gegenüber Motorradvermietern.

Kittisak Thaowan berichtete von bedrohlichen Erfahrungen am Strand: „Ich wurde beschimpft, nur weil ich an einem Ast schaukeln wollte. Die Betreiber verhalten sich wie eine Mafia.“

Andere Stimmen, wie die von Sila Wangthaphan, warnten jedoch vor einer völligen Entfernung der Liegestuhlbetreiber: „Was ist mit älteren Menschen? Die können sich nicht einfach auf den Sand setzen.“

Auch der Wunsch nach einem sauberen und freien Jomtien Beach wurde mehrfach laut. Preecha Baitongtae forderte eine „Liegestuhl-freie Zone“, während ฤทธิศักดิ์ ส.ป่าแก้มแดง beklagte, dass viele Liegen leer stünden und dennoch Platz versperrten.

Alle illegal errichteten Verkaufsstände sollen entfernt werden.
Alle illegal errichteten Verkaufsstände sollen entfernt werden.

Neben der Diskussion um den Strandbetrieb wurden auch andere Missstände thematisiert: wildes Parken, rücksichtslos haltende Sammeltaxis sowie illegale Cafés an Aussichtspunkten. Kurtmaetha Rerk etwa kritisierte eine Café-Ansiedlung am Bali-Hai-Leuchtturm am Pratumnak-Hügel, die den ehemals idyllischen Ort in eine Müllhalde verwandelt habe.

Pattaya räumt auf: Stadt setzt Grenzen

Viele Bürger zeigten sich dennoch hoffnungsvoll. Kommentare wie „Jetzt oder nie!“, „Endlich wird durchgegriffen“ oder „Das ist ein guter Anfang“ spiegeln die Sehnsucht nach einem geregelten, öffentlichen Raum wider – für alle.

Die Stadt Pattaya steht nun unter öffentlicher Beobachtung. Ob die Maßnahme nachhaltige Wirkung zeigt oder die Betreiber wie von einigen Nutzern befürchtet bald zurückkehren, bleibt abzuwarten.

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Thailand Fan 25.05.25 18:40
Wohnsitz das Problem
@Herzog
Jetzt bitte keine Belehrung über die Automatische Wortsuche, aber der Wohnsitz ist in der Tat ein Problem, da die meisten Touristen ohne Stuhl oder Liege im Fluggepäck anreisen ...
Manfred Guempel 25.05.25 11:20
Pattaya räumt auf
Ich würde der Verwaltung empfehlen sich zum Laim Sing oder Phuket anzusehen.Letzteres stehen die Liegen mit Matrazen mit gebührendem Abstand nebeneinander, vor allen Dingen an nur 4 Stellen am gesamten Strand mit Preisschildern( Patong)Davor s a u b e r e s Meer.
Nun hat Pattaya u. Jomtien ja auch freie Strandabschnitte, nur wo die Liegestühle u. Sonnenschirme stehen, alles dicht an dicht, sodass man über die Füße der anderen Leute laufen muss, um in dass saubere Meerwasser zu kommen.( Gehe schon über 20Jahre nicht mehr rein.)
Nur meine Meinung


Ulrich Herzog 24.05.25 20:30
Strandliegen
Die Aktion finde ich gut, es gibt viel zu wenig freie Plätze wo man seine Matte oder Stuhl aufstellen kann, und falls man einen. Platz findet versucht die Mafia einen auch noch zu vertreiben. Wer nicht im
Sand sitzen kann/oder will kann ja 50 Meter weiter gehen oder sich einen Stuhl mitbringen, Wohnsitz das Problem?

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