PATTAYA: Ein 39-jähriger Mann ist am Montagabend (15. Juni 2026) nahe dem Pattaya Floating Market in Na Jomtien von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Die Polizei untersucht die Umstände des Vorfalls und schließt derzeit weder einen Unfall noch Suizid oder ein mögliches Verbrechen aus.
Die Sawang Rojanatham Sattahip Rescue Foundation wurde um 21.19 Uhr über den Vorfall auf der Bahnstrecke entlang der Eisenbahnstraße nahe dem Markt informiert. Einsatzkräfte, ein Ermittlungsbeamter der Polizeistation Na Jomtien sowie ein Notarzt rückten zum Unfallort aus.
Leichenteile auf 40 Metern verstreut
Dort fanden sie einen Güterzug mit der Lokomotive Nummer 5114 und mehreren Containerwaggons, der auf den Gleisen zum Stehen gekommen war. Entlang der Bahnstrecke entdeckten die Beamten menschliche Überreste, die über eine Strecke von mehr als 40 Metern verstreut lagen.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 39-jährigen Thailänder. Der Mann lag auf den Gleisen, der Körper wies schwere Verletzungen auf. Auffällig waren mehrere Tigertätowierungen. Rettungskräfte sammelten die sterblichen Überreste ein und brachten sie zur gerichtsmedizinischen Untersuchung.
Motorrad im Gebüsch entdeckt
Rund 20 Meter vor der Lokomotive fanden die Ermittler zudem ein rotes Motorrad der Marke GPX mit einem Kennzeichen aus der Provinz Amnat Charoen. Das Fahrzeug lag in einem Gebüsch neben der Strecke. In der Nähe wurde außerdem ein schwarzer Integralhelm entdeckt. Beide Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt.

Ein 56-jähriger Sicherheitsmitarbeiter eines nahegelegenen Unternehmens berichtete, dass er kurz vor dem Vorfall drei Warnsignale des Zuges gehört habe. Anschließend habe der Zug gebremst und angehalten. Fast eine Stunde später habe er beobachtet, wie der Lokführer den Bereich unter dem Zug und die Umgebung kontrollierte. Dabei wurde schließlich eine tote Person auf den Gleisen festgestellt.
Drei Warnsignale vor dem Aufprall
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei der Unfallstelle um einen geraden Streckenabschnitt ohne Bahnübergang oder Schrankenanlage. Da die Umgebung nur schwach beleuchtet ist, gibt es bislang keine direkten Augenzeugen.

Die Ermittler verfolgen mehrere Ansätze. Einer Möglichkeit zufolge könnte der Mann unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden haben und mit seinem Motorrad von der Fahrbahn abgekommen sein, bevor er sich auf die Gleise begab. Ebenso wird geprüft, ob es sich um einen Suizid handeln könnte, da das Motorrad abseits des eigentlichen Unfallortes abgestellt war. Darüber hinaus schließen die Beamten derzeit auch nicht aus, dass der Mann an einem anderen Ort ums Leben kam und der Körper anschließend auf die Gleise gebracht wurde, um die tatsächlichen Umstände zu verschleiern.
Ermittler prüfen letzte Bewegungen
Die Polizei wertet nun Überwachungskameras entlang der Strecke aus, rekonstruiert die letzten Bewegungen des Verstorbenen und befragt Angehörige. Zudem wurde eine Obduktion angeordnet, um mögliche Alkohol- oder Drogeneinflüsse sowie die genaue Todesursache festzustellen. Die Ermittlungen dauern an.